Sprach- und Gestensteuerung kennen wir schon von unseren Mobiltelefonen. Aber warum brauchen wir das im Auto und worauf kommt es eigentlich an, wenn wir uns über Sprachbefehle und Handkommandos verständigen? Ist das Thema auch online relevant, zum Beispiel in Sozialen Netzwerken? Und wie wirkt sich das auf unseren Alltag aus? Beim Thema Sprach- und Gestensteuerung tauchen ganz viele Fragen auf, mit denen wir uns auch bei Daimler und moovel täglich auseinander setzen.

Die re:publica ist die wichtigste Konferenz in Europa, die sich mit digitalen Themen beschäftigt und damit auch eine der wichtigsten Veranstaltungen für uns als moovel GmbH. Wir wollen mit unseren Produkten die Zukunft der Mobilität gestalten – und das geht nicht allein! Deshalb ist diese Veranstaltung, deren Besucher genau unserer Zielgruppe entsprechen, genau der richtige Ort für uns, um den Austausch zu suchen und in den Dialog mit Kunden und Interessenten zu treten.

Stand von Business Innovation und moovel

Deshalb beschäftigten wir uns im Rahmen unserer Subkonferenz mit unterschiedlichen Themen wie Sprach- und Gestensteuerung, Female Leadership, autonomes Fahren und unseren Erfahrungen mit Crowdsourcing auf Move Forward, einer Plattform zur Zukunft der Mobilität.

Sprach- und Gestensteuerung

Da die Session zum Thema Sprach- und Gestensteuerung in der Zukunft der Mobilität von mir betreut wurde, möchte ich im Folgenden ein paar Einblicke in die Thematik geben, die uns bereits heute in Form von Sprachbefehlen zum Wählen einer bestimmten Telefonnummer beim Autofahren oder den typischen Wischbewegungen, mit denen wir unsere Smartphones bedienen, bekannt ist. Zukünftig eröffnen sich hier allerdings weit mehr Möglichkeiten, die in der Session beleuchtet wurden.

Untergliedert in drei Bausteine erklärte zunächst Philipp Wex, Entwickler bei der Daimler AG, welche Herausforderungen zur Verbesserung der Spracherkennung in unseren Autos bewältigt werden müssen. Gerade mit Blick auf die Markenwerte Sicherheit und Komfort arbeitet Daimler daran, dass die Autos uns besser verstehen. Dies bezieht sich nicht nur auf einzelne Befehle oder sprachliche Hürden wie Dialekte, undeutliche Aussprache oder laute Fahrtgeräusche. Vielmehr streben die Entwickler intelligente Systeme an, die ganze Sätze unter Einbezug des Gesprächskontext und ggf. auch des Standorts verarbeiten können. Man spricht hierbei auch von Natural Language Understanding.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn die Komplexität unserer Sprache mit Besonderheiten wie Ironie oder Doppeldeutigkeiten von einzelnen Worten erschweren eine zuverlässige Interpretation durch den Computer. Näheres hierzu erklärt Philipp Wex auch in unserem Expert Talk:

Körpersprache für die digitale Welt

Aber nicht nur unsere Autos müssen noch viel lernen, auch wir müssen auf dem Weg zu einer digitalen Gesellschaft noch einige Hürden nehmen. Beispielsweise indem wir lernen, worauf es bei der Onlinekommunikation ankommt und wie wir unsere Körpersprache für die digitale Welt optimieren können.

Diesen zweiten Baustein gestaltete Vanessa van Edwards, Verhaltensforscherin und Autorin aus den USA, die via Skype zugeschaltet wurde.  Sie zeigte an vielen Beispielen, wie groß der Einfluss von nonverbalen Signalen wie Mimik und Gestik für unsere Einschätzung von Personen ist.

Beispielsweise hat eine Studie gezeigt, dass wir allein aufgrund von Profilbildern mit sehr hoher Treffsicherheit erkennen können, ob eine Person erfolgreich ist oder nicht. Das trifft auf alle Bereiche zu – egal ob Position, Gehalt oder Followerzahl auf Instagram.

Dabei spielen sogenannte Mikroausdrücke eine zentrale Rolle. So bewirkt ein leicht „schräges“ Lächeln (also mit nur einem Mundwinkel) bei den Betrachtern sehr negative Assoziationen, welche wir gar nicht erzeugen möchten. Außerdem konnten Forscher lediglich durch die Betrachtung der Hochzeitsbilder mit über 90%iger Sicherheit voraus sagen, welches Paar sich scheiden lassen wird und welches nicht.

Barrierefreie Mobilität auch für Gehörlose

Abschließend zeigte Mathias Schäfer, gehörloser Gebärdenkünstler und Geschäftsführer bei yomma, wie die beiden Elemente Sprache und Geste perfekt kombiniert werden können. Mit seiner Performance, aber auch in seinem Expert Talk machte er deutlich, welche Hürden Gehörlose im Alltag überwinden müssen, um von A nach B zu gelangen und wie moderne Technologien sie unterstützen können.

So stellen App-basierte Produkte wie car2go und mytaxi eine enorme Vereinfachung der Mobilität dar, da diese leicht und intuitiv genutzt werden können ohne verbale Kommunikation zu erfordern. An diesem Beispiel wird deutlich, welchen Mehrwert solche Gespräche und Veranstaltungen bieten, um möglichst viele Perspektiven auf die Zukunft der Mobilität kennen zu lernen und auf unserem Weg dorthin einzubeziehen.

Die gesamte Session „Possibilities for using speech and gesture recognition for the future of mobility“ steht im YouTube Kanal der re:publica zur Verfügung.


Meine Kolleginnen Stefanie Söhnchen, Eva Beringer und ich aus der Abteilung Communications and Brand Management bei moovel, einem Tochterunternehmen der Daimler AG, das sich mit Mobilitätskonzepten der Zukunft beschäftigt, betreuten diese Veranstaltung im Vorfeld wie auch vor Ort gemeinsam mit den Kollegen von Business Innovation. Bereits zum 4. Mal traten moovel und Daimler gemeinsam als der Hauptsponsor auf und waren vor Ort mit der Subkonferenz „re:think mobility“ und einem Stand präsent. Beides bietet uns die Möglichkeit, für uns relevante Themen zu platzieren und zu diskutieren und damit auf Aspekte hinzuweisen, welche für uns als Unternehmen mit Blick auf die Zukunft der Mobilität relevant sind. Dies ist auch der Grund, weshalb wir als Mitarbeiterinnen der Kommunikationsabteilung mit den Schwerpunkten Online Communications Strategy, Corporate Communications und Social Media Strategy die Gelegenheit vor Ort nutzten, um in den direkten Dialog zu treten.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie arbeitet bei der moovel GmbH als Social Media Manager und kümmert sich um die strategische Betreuung der Markenpräsenzen.

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