Läuft bei mir…

Ich, Praktikantin, und eine Fahrt von Untertürkheim nach Sindelfingen. Klingt zunächst nach keinem besonders aufregenden Erlebnis. Ich saß auf dem Rücksitz. Nun, auch das kommt häufiger vor, wenn man beispielsweise mit dem Taxi oder einer Mitfahrgelegenheit unterwegs ist. Doch auf einem serienmäßig exekutiven Sitz, umgeben von einem Interieur mit dem Charme einer edlen Club-Lounge und unendlich vielen Features saß ich nie – Im Mercedes-Maybach!

Ich war im Mercedes-Maybach auf Stuttgarts Straßen unterwegs. Manch einer hatte durch die Maybach Roadshow, die in den vergangenen Tagen quer durch Deutschland tourte, ebenfalls die Möglichkeit in einem solchen Wagen zu sitzen. Für all diejenigen die diese Chance nicht hatten, möchte ich hier von meiner Begegnung mit dem Mercedes-Maybach berichten.

Da saß ich also…

In einem Auto, dass mehr Bildschirme beinhaltet als meine gesamte Wohnung und mehr Beinfreiheit zu bieten hat als so manches Wohnzimmer einer Stadtwohnung. Wie fühlt es sich also an, als Normalsterblicher in den Genuss zu kommen so viel Luxus erleben zu dürfen? Es ist fantastisch! Ich weiß ja nicht wie es bei euch so ist, aber ich fahre privat eher die „automobile Sparversion“, verglichen mit diesem Luxusmobil für rund 187.000 Euro – Basispreis versteht sich.

In dieser Preisklasse ist es demnach schon fast Pflicht, dass Mercedes-Maybach seinen Kunden einzigartige Möglichkeiten zur Individualisierung der Ausstattung bietet. So sieht dieses Auto nicht nur gut aus, sondern ist auf seinen Besitzer zugeschnitten. Die Traditionsmarke Maybach ist weiterhin nicht nur durch das Maybach Wappen auf dem Nappa-Leder im Inneren des Wagens und natürlich auch außen am Heck ein Hingucker. Das High-End 3D-Surround-Soundsystem von der Firma Burmester tut sein Übriges und sorgt für den richtigen Klang beim Cruisen.

Abends wieder unsichtbar

Was für eine riesige Umstellung, als ich am Abend wieder in meinem Wagen saß – oder kann ich ihn nach dem Erlebnis noch so bezeichnen? Sollte ich eher Fortbewegungsmittel sagen? – Naja, wie auch immer. Ich will damit nur schreiben, wie anders es ist, auf den Straßen wieder „unsichtbar“ zu sein. Seien es die fehlenden neidischen Blicke der anderen Fahrer oder die respektvolle Zurückhaltung, ja nicht zu nah an das Supermobil zu kommen… Herrlich!

Man setzt im Mercedes-Maybach automatisch diesen bescheidenen aber dennoch stark bemitleidenden Gesichtsausdruck auf, wenn man die total strapazierten Autofahrer im Stadtverkehr beobachtet, wie sie genervt aufs Gas drücken, um die entstandene Lücke schnell wieder zu schließen. Amateure! Zumindest für einen kurzen Moment – dann platzt mein Traum wie in einem schlechten Film und ich selbst bin die zu bemitleidende Autofahrerin.

Träumen ist erlaubt

Natürlich weiß ich, dass es kein Dauerzustand sein kann, sich im Mercedes-Maybach fortzubewegen, zumindest noch nicht. Zu den Kunden dieser Autos zählen Staatsoberhäupter, Regierungen und Vorstandsmitglieder großer Unternehmen. Doch auch einige von ihnen haben bestimmt mal als Praktikant angefangen und von solchen Autos geträumt. Aber immerhin kann ich schon jetzt behaupten, einmal in einem Mercedes-Maybach gefahren zu sein!

Für mich als Autofan war es eine sehr große Freude, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es war schließlich einer der Gründe, warum ich mich für ein Praktikum bei der Daimler AG entschieden habe: Ich wollte mehr über die Produkte erfahren – und noch näher komme ich dem ganzen wohl kaum. Es hat mein Interesse an Fortschritt, Technologie, Autos und vor allem an diesem Unternehmen noch mehr gestärkt. Ich habe erfahren, was Eleganz und High-End bei Automobilen bedeuten und werde wohl in Zukunft die Hand heben können, wenn jemand mal in den Raum fragen sollte: „Wer war schon mal in einem Mercedes-Maybach unterwegs?!“

Im Übrigen

Irrtümlicherweise dachte ich bis vor kurzem, – eventuell geht es dem einen oder anderen genauso – dass die Marke Mercedes-Benz nach der Tochter von Carl-Friedrich Benz, dem Firmengründer benannt wurde. Total falsch wie ich kürzlich bei meinem Besuch im Mercedes-Benz Museum erfahren musste! Emil Jellinek, ein sehr erfolgreicher und autobegeisterter Geschäftsmann fuhr gerne Rennen mit den Autos von Carl-Friedrich Benz. Da er dabei so erfolgreich war, wurde sein Pseudonym „Mercedes“ schnell bekannt, das auf den Namen seiner Tochter, Mercedes Jellinek, zurückgeht.

PS:

Falls ihr Lust habt, könnt ihr auch meinen persönlichen Blog besuchen.


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Sie absolviert derzeit ihr Praxissemester für den Studiengang Technikjournalismus / Technik-PR. Als angehende Fachjournalistin recherchiert und schreibt sie gerne über fachspezifische Themen aber auch über alltägliche Dinge. Aus diesem Grund ist ihr Blog weil halt entstanden.

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