„Risiko raus!“ für mehr Sicherheit im Alltag

Vor einigen Tagen hat der „Risiko raus!“ Tag für die ersten Lehrjahre in Brühl stattgefunden. Bei diesem Projekt geht es allgemein um die Verkehrssicherheit im Straßenverkehr, Prävention von Arbeitsunfällen und Auswirkungen von Alkohol und Drogen.

Der Tag startete mit einer kurzen Einleitung von Frau Pietsch und Herr Kiemle. Alles war straff durchgeplant, für jede Station hatte man eine festgelegte Zeitspanne, sodass alle Teilnehmer die Stationen durchlaufen konnten. Demnach wurde auch nicht lange gequatscht sondern gleich gestartet.

Den eigenen Körper kennen lernen

Bei der ersten Station ging es um den aktuellen Zustand unseres Körpers. Es wurde ein InBody Test durchgeführt, also wie ist unser Körper zusammengesetzt. Wie viel Muskelmasse besitzt er, welchen Körperfettanteil hat er, etc.

Es ist sehr interessant bildlich dargestellt zu bekommen, wie der eigene Körper zusammengesetzt ist. Für all diejenigen die nicht Mitglied in einem Fitnessstudio sind dürfte ein solcher Test ebenfalls sehr spannend sein.

Weiter ging es dann mit etwas Theorie über den Aufbau des Körpers und das Verhalten der Wirbelsäule bei Beanspruchung. Uns wurde dargestellt wie man Dinge aufzuheben hat, ohne sich das Kreuz auf Dauer kaputt zu machen. Es folgten Übungen auf dem Boden zur Balance und Vorbeugung vor Versteifung.

Aufprallsimulator

Aufprallsimulator

Weiter ging es mit dem Aufprallsimulator. Auf einem Autositz, der auf einer Art Achterbahnschiene befestigt war, ging es ca. 4 Meter in freier Fahrt auf ein Hindernis zu. Es wurde ein Aufprall mit knapp 20km/h simuliert.

Der Aufprall stellte sich um einiges härter dar, als man es erwartet hätte. Es ist enorm, welche Kräfte bereits bei so niedriger Geschwindigkeit auf einen einwirken. Da sich nicht jeder dazu überwinden konnte auf dem Aufprallsimulator Platz zu nehmen, hatte man des öfteren die Möglichkeit die Fahrt und den Aufprall zu spüren.

Das wurde natürlich von einigen Kollegen und mir sofort ausgenutzt, da es doch sehr viel Laune machte.

180° im Überschlagssimulator

Vom Aufprallsimulator ging es direkt über zum Überschlagsimulator. Das war wohl das Highlight der Veranstaltung. In einer präparierten E-Klasse musste man einen Überschlag überstehen und sich anschließend Kopfüber hängend aus dem Auto befreien. Man bekam genaue Anweisungen wie man vorzugehen hat, um sich der Situation entsprechend am einfachsten zu befreien.

Überschlagssimulator

Als sich das Auto überschlug, hatte man für kurze Zeit keine Orientierung. Das Beste war, sich in aller Ruhe mit der gedrehten Position anzufreunden und dann den Anweisungen des Betreuers Folge zu leisten. Eine wirklich tolle Erfahrung, die man nicht jeden Tag geboten bekommt.

Alleine deswegen hat sich der Tag auf jeden Fall schon gelohnt.

„Grusel Cube“

So nannte sich unsere nächste Station und behandelte das Thema Arbeitssicherheit mit mehreren zu lösenden Stationen. Man musste Werkzeug und Schutzausrüstung für bestimmte Situationen heraussuchen. Uns wurde nahe gelegt, wenn nötig, immer Handschuhe und gegebenenfalls Schutzbrille und Schutzkappe zu tragen. Nicht jede der Stationen stellte sich als einfach heraus. Bei einigen Aufgaben musste man wirklich schwer nachdenken, was wohl jetzt die beste Lösung wäre, das Problem mit möglichst hoher Eigensicherheit zu lösen.

Parkour für Rauschbrille

Betrunken ohne Alkohol

Dann kamen wir zu einer Station, auf die sich schon viele gefreut hatten. Die Rauschbrillen kamen zum Einsatz.

Es wurden verschiedene Brillen mit bis zu 1,3 Promille von der Polizei bereitgestellt. Der Parkour stellte eine große Herausforderung dar, denn man hatte so gut wie kein Gleichgewichtsgefühl mehr und die Hindernisse waren nur zu erahnen.
Ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals eine vergleichbare Optik erlebt zu haben, eine sehr interessante Erfahrung, die Sicht eines Betrunkenen mit nüchternem Zustand.

Selbstversuch im Gabelstapler

Blick aus dem Gabelstapler

Bei der letzten Station handelte es sich um den Gabelstaplerverkehr und dessen eingeschränktem Sichtfeld. Jeder durfte sich in einen Gabelstapler setzen und sich selbst ein Bild davon machen, wie enorm groß die toten Winkel sind. Das regt dazu an, wirklich Aufmerksam in den Hallen des Werkes unterwegs zu sein.

Zusammengefasst war der „Risiko raus!“ Tag ein voller Erfolg. Ich habe sehr viel Neues lernen können und habe nur gutes von meinen Kollegen darüber mitgeteilt bekommen.

Ich hoffe es wird auch in den nächsten Jahren für die 1. Lehrjahre stattfinden, um Sie auf einige nicht alltägliche Situationen vorzubereiten.


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