Dual down under

Auslandspraxissemester in Australien. Schon seit Beginn meines Dualen Studiums als Wirtschaftsingenieur wusste ich, dass ich eine Praxisphase – anstelle bei der EvoBus GmbH in Neu-Ulm – auch im Ausland absolvieren kann. Klar, dass ich diese Möglichkeit auch nutzen wollte, um Daimler Buses noch von einer anderen Seite zu sehen, und natürlich auch um neue Kulturen kennenzulernen.

Da Australien für mich schon von klein auf ein Kontinent war, der mich sehr begeisterte, wollte ich genau dort auch mein Auslandspraxissemester machen. Melbourne schien mir die perfekte Stadt dafür.

Die Organisation der Praxisphase war einfacher, als ich dachte. Ein für die Markbetreuung Australiens zuständiger Kollege aus meiner letzten Praxisphase im After Sales Bereich der EvoBus GmbH, stellte den Kontakt zum australischen Vertriebsleiter her.
Nachdem wir in einigen E-Mails die Rahmendaten geklärt hatten, bekam ich auch prompt die Zusage.

Der Ausblick vom Eureka Building

Mit dem Flug von Frankfurt nach Singapur begann der Einsatz bei Mercedes-Benz Australia/Pacific Pty. Ltd. in Australien. Nach 12 Stunden Flugzeit Richtung Singapur in einem A380, dem zurzeit größten Passagierflugzeug der Welt, ging es auch gleich weiter nach Australien; genauer gesagt ins neun Stunden entfernte Melbourne. Viel Zeit zum Umsteigen blieb mir nicht, denn mit der Landung begann zugleich das Boarding des Anschlussfluges. Erst einmal musste ich mich auf dem riesigen Flughafen in Singapur zurechtfinden und dann schnellstmöglich zum richtigen Abflug-Gate gelangen. Es stellte sich heraus, dass dieses etwa drei Kilometer vom Ankunftsterminal entfernt ist. Da hieß es  „schnell laufen“, um nicht noch den Flug nach Melbourne zu verpassen.

Glücklicherweise ist alles gut gegangen, sodass ich nun Abends um etwa 21 Uhr total geschafft und müde bei meiner Gastfamilie angekommen bin. Das Gute daran: meine Gastfamilie wohnte in Beaumaris, einem Stadtteil direkt an der Port Philipp Bay, ca. zwei Minuten zu Fuß vom Strand entfernt, was sich in den folgenden drei Monaten nach der Arbeit als schöner Abendspaziergang bei Sonnenuntergang herausstellte.

Am Tag darauf stand auch schon der erste Arbeitstag an, glücklicherweise ohne Jetlag. Dort wurde ich superfreundlich von meinen zukünftigen Kollegen empfangen und gleich im ganzen Werk herumgeführt und gefühlten 1000 Leuten vorgestellt.

Mercedes-Benz Australia/Pacific Pty Ltd am Standort Mulgrave, Melbourne

Gegen Ende des Tages wartete dann auch gleich die erste große Herausforderung auf mich: Mit dem Erhalt eines Leasing-Autos muss ich nun bei Linksverkehr, in einer riesigen Stadt, zur Rush-Hour, alleine nach Hause zu Gastfamilie fahren. Zum Glück kam ich dort heil an.

Die Menschen in Melbourne bzw. in ganz Australien sind sehr offen und freundlich. Das merkt man vor allem im täglichen Leben, in dem man schnell mit allen Leuten ins Gespräch kommt – besonders, wenn diese merken, dass man aus dem fernen Deutschland ist. Spannend war für mich auch, dass so viele verschiedene Kulturen fröhlich miteinander leben. Dies konnte ich beim wöchentlichen Fußballspielen mit Kollegen am eigenen Leib erfahren, denn dort standen „Deutschland“, „Australien“, „Spanien“, „Argentinien“ oder auch „Japan“ zusammen auf dem Platz oder spielten sogar im gleichen Team. Trotz des Kampfgeistes eines jeden „Landes“, den Titel für sich zu holen, saß man nach dem Spiel noch friedlich zusammen und hat sich über das heiß umkämpfte Spiel ausgelassen.

Eine starke Mannschaft :)

Vor allem an Wochenenden oder an Feiertagen nutzte ich die Gelegenheit, Melbourne und Umgebung zu erkunden. Mit anderen Praktikanten, neuen Bekannten oder auch mit meiner Gastfamilie machten wir viele Tagesausflüge oder kleinere Touren rund um Melbourne oder sogar durch halb Australien.

Die Arbeit bei Mercedes-Benz Australia/Pacific war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Nicht nur die Arbeitsweise in diesem fremden Land, sondern auch die verschiedenen Herangehensweisen an Aufgaben haben mich sehr begeistert. Vor allem die Zusammenarbeit mit Menschen verschiedenster Kulturen hat mich fasziniert. Es war wichtig und gut für mich, viele interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und eine komplett andere Sicht in das bevorstehende Arbeitsleben zu bekommen.

Aber nicht nur die Arbeit in Australien, sondern auch Australien als Kontinent zu erleben, war eine außergewöhnliche Erfahrung. Durch viele Ausflüge und kleinere Reisen durch das Land habe ich noch viele weitere Menschen und Kulturen kennengelernt und vor allem viele atemberaubend schöne Plätze gesehen.

So kann ich auf eine unglaublich spannende und sehr lehrreiche Zeit in Australien zurückblicken und hoffe, dass ich eines Tages wieder die Möglichkeit habe, nach Australien zu gehen. Und wann fahrt ihr ? :-)


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