Weltpremiere neuer Mercedes-Benz Vito

Veni, Vidi, Vito: Transporter statt Techno im Berliner Kraftwerk. „Transporter“ statt „Techno“: Das Berliner Kraftwerk bildete die Rohbau-Kulisse für die Premiere des neuen Mercedes-Benz Vito. Ein Ort wie eine Baustelle.

Früher mal Heizkraftwerk, heute Szene-Kathedrale aus Beton und Stahl. Heute finden dort Konzerte statt (z.B. Max Herre) oder es tanzen Musik-Fans der maximalen Beats per Minute in der angeschlossenen Disco „Tresor“.Und weil überall Kabel aus der Wand hängen und der Putz bröckelt, möchte man am liebsten zum Werkzeug greifen. Ein Werkzeug will auch der neue Vito sein.

(vl) Volker Mornhinweg, Leiter Der Sparte "Vans" und Dieter Zetsche

Ein Fahrzeug, nützlich und genutzt von Handwerk, Handel und Gewerbe – aber genauso für den Shuttleverkehr oder als Taxi geeignet. Und als Kombi, genauer, „Tourer“, schlägt der Mercedes Vito eine Brücke zwischen rustikalem Transporter und feiner V-Klasse. Wer hätte gedacht, dass „der Chef“ auch gerne „handwerkert“? „Ich habe vor Jahren eigenhändig den heimischen Keller gefliest und beim Wohnzimmer eine Wand mit dem Presslufthammer herausgerissen“ erzählte Dieter Zetsche bei der Begrüßung der Gäste.

Einige der anwesenden Journalisten und Gäste berichteten dann später beim Bier ihre eigenen Geschichten von schiefgegangenen Renovierungen und Angriffen auf die Statik der Wohnung. Manche Dinge sollte man einfach Profis überlassen. Zurück zur Premiere: Ran an die Autos. Ich habe gerne die Türen aufgemacht und vor allen Dingen zugeschlagen. Das Geräusch macht ein sattes „Plopp“, kein Schepper-Geräusch. Das ist eben Mercedes! Und dass es den Vito auch mit schicken Alu-Felgen gibt, finde ich klasse, denn wer sagt eigentlich, dass Nutzfahrzeuge immer mit Plastikradkappen ausgestattet sein müssen? Die Aufmerksamkeit der Ingenieure beim Detail lässt sich auch bei den Systemen für die Ladesicherungen erkennen: Einfach zu montieren, leicht und gleichzeitig massiv.

Weil es im Kraftwerk an diesem schwülen Sommerabend ziemlich warm war, hätten einige bestimmt gerne das Ausstellungs-Fahrzeug mit den gesicherten Bierkisten und Fässern ausgeräumt. Aber ich schweife ab… denn zur Fahrzeugsicherheit lässt sich noch viel mehr sagen. Es ist erstaunlich, was Mercedes-Benz so alles in den neuen Vito gepackt hat: Acht Airbags, Assistenzsysteme wie Intelligent Light System (automatisches Abblenden bei Zuladung), einen Parkassistenten, Abstandswarnassistenten, Totwinkel-Assistenten, einen Spurhalte-Assistenten, Reifendrucküberwachung, dynamische Leuchtweitenregulierung, Rückfahrwarner und Rückfahrkamera.

dichtes Gedränge der Medien bei der Premiere

Ich kenne „Luxus-Limousinen“, die das alles nicht haben. Auch einmalig in diesem Segment: Vorderrad-, Hinterrad- und Allrad-Antrieb. So werden alle Wünsche bezüglich „wen“ oder „was“ man transportiert, bedient: Dem City-Kurier reicht der wendige Fronttriebler. Wer mehr Zuladung transportieren oder einen Anhänger ziehen will, für den gibt es den robusten Heckantrieb. Und für z.B. Krankentransport oder Transfer von Hotelgästen in bergigen Gebieten gibt es nichts Besseres als als „Vortrieb durch Vierradantrieb“. Die meisten Vitos werden bei den Kunden, das zeigt die Erfahrung mit dem Vorgängermodell, mit zulässigem Gesamtgewicht von jeweils 2,8 t und 3,05 t geordert. Neu dazu gibt es eine abgelastete Ausführung mit 2,5 t und eine aufgelastete Variante mit 3,2 t. Der Vito mit 3,05 t zulässigem Gesamtgewicht erreicht eine Zuladung von 1.289 kg. Der „Nutzlastriese“ seiner Klasse ist dabei die Variante mit Hinterradantrieb, 3,2 t zulässigem Gesamtgewicht und einer Zuladung von 1.369 kg. Das genügt, um zum Beispiel den Mini-Bagger zur Baustelle zu transportieren.

Und damit hat der Unternehmer, Handwerker oder die Familien-Vorstand noch längst nicht alle „Vito-Fragen“ geklärt. Welche Karosserie darfs denn sein? Das Modell gibt es als Kastenwagen, als Mixto und als Tourer, und in drei Längen (Kompakt, Lang und Extralang) und zwei unterschiedlichen Radständen. Die Brücke zur V-Klasse und zum Personentransport schlägt dabei der „Tourer“: Als funktioneller und robuster Tourer „Base“, darüber rangiert der Tourer „Pro“ und dann der Tourer „Select“. Dies ist ein Vito mit hochwertiger Ausstattung.

Ich als Reporter und Auto-Narr kann da gerne die Spaltmaße und das qualitativ hochwertige Cockpit bewundern (und mir von Designer Kai Sieber erläutern lassen, hier gehts zum Video-Interview)– für viele Kunden zählt dagegen erstmal etwas anderes: „TCO“, total cost of ownership“ zu deutsch, was zahle ich für das Auto mit allen Kosten inklusive Wartung, solange ich es besitze? Hier kann der Vito mit sparsamen Vierzylinder-Motoren (die schon die Euro VI-Norm erfüllen) und Wartungsintervallen von 40.000 Kilometern punkten.

Für die Kraftübertragung sorgt serienmäßig ein Sechsgangschaltgetriebe – optional kann die 7G-Tronic-Plus für den Vito 114 CDI und den Vito 116 CDI bestellt werden. Für Top-Modell und die 4×4-Versionen ist das Automatikgetriebe serienmäßig. Im Vergleich zum Vorgängermodell konnte der Verbrauch der Aggregate um rund 20 Prozent gesenkt werden. Wie das gelang, erklärten mir die beiden Entwicklungs-Ingenieure Dr. Jürgen Benzinger und Andreas Rein beim Interview.

Die Basis-Variante des Vito gibt es bereits zu einem schlanken Preis ab 18.000 Euro. Da passt die Botschaft von Dieter  Zetsche an die Mitbewerber in einen Satz: „Mit dem Vito spielen wir voll auf Angriff.“ Da sollte im WM-Jahr doch eigentlich nichts schiefgehen: Veni, vidi, Vici, Vito!

 

PS: Hier gehts zum Video der Premiere auf der Seite von „myvan“


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