Green White Dynamite (smart electric bike)

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Mit einem E‐Bike kann ich auch noch fahren wenn ich achtzig bin!“ sagt mein Kollege und schaut mich herausfordernd an. Da hat er natürlich Recht, jedenfalls wünsche ich ihm, dass er dann noch fit genug zum Radfahren ist. Aber ich sehe die Sache etwas anders. Warum soll ich so lange darauf verzichten Spaß zu haben? Frei nach dem Wendemotto: „Dreißig Jahre haben wir gewartet, jetzt sind wir mal dran!?“ -Nein danke, ich will jetzt E‐Bike fahren und jetzt Spaß haben. Klar, diese Diskussion gibt es wahrscheinlich schon so lange wie es Fahrräder mit zusätzlichem Elektromotor gibt. 

Aber wenn man über das Thema mit den Leuten spricht, merkt man bereits nach zwei, drei Sätzen, wer schon etwas Erfahrung hat und wer einfach nur mit Totschlagargumenten um sich wirft. Einige Leute haben beim Begriff „E‐Bike“ eine Art Mofa vor Augen, wo ich dann mit der Hand Gas geben kann (was es selbstverständlich auch gibt). Beim smart electric bike geht es jedoch nicht darum Gas zu geben, jedenfalls nicht mit der Hand. Hier muss man schon in die Pedalen (daher der Name Pedelecs) treten, sonst rührt sich nichts. Der Fahrer hat die Möglichkeit zwischen vier Fahrstufen zu wählen, oder ganz ohne Akkustrom zu treten, wie bei jedem anderen Rad auch. Ich sehe die Sache so: Wenn ich für 20 km/h trete, bekomme ich noch 5 km/h vom Akku dazu. Also etwas Rückenwind als Bonus sozusagen.

 Alter Mercedes-Transporter als Kulisse für eine Strandbar

Höre ich auf zu treten, hört auch der Wind auf zu wehen. Das bedeutet: Es läuft nichts ohne Eigenleistung. Und diese kann ich halt je nach Fahrstufe selbst bestimmen. Zusätzlich habe ich auch die Möglichkeit den Akku durch Treten, Bremsen oder bei Bergabfahrten wieder aufzuladen. Allerdings ist es in unserem schönen norddeutschen Flachland zwar manchmal schon ganz schön hügelig, aber die Downhill-Fahrten halten sich dann doch in ziemlich engen Grenzen. Aber wie komme ich denn jetzt eigentlich zu diesem schönen, kleinen Renner? Vor einiger Zeit habe ich im Daimler Blog eine Geschichte über den E‐Smart, also das Auto, geschrieben und Thorsten Fischer aus dem Bremer Kundencenter, hat mich gefragt, ob ich nicht auch mal was über das smart ebike schreiben will? Klar will ich! Und so hatte ich jetzt für ein paar Tage die Möglichkeit, das Rad auf Herz und Nieren zu prüfen. Nachdem ich das Rad im Kundencenter abgeholt habe, werde ich plötzlich zur VIP. Überall verfolgen mich neugierige Blicke. Kein Wunder, der weiße Blitz macht ganz schön auf coole Optik. Ein richtiger Blickfang. Und selbstverständlich muss ich jede Menge Fragen beantworten. „Wie schnell ist der Zosse denn so?“ Antwort: „Das Rad fährt so schnell wie ich treten kann. Der Akku unterstützt mich aber nur bis 25 km/h.“ Ansonsten bräuchte ich ein kleines Nummernschild.

"Junge, komm bald wieder"...aber mit dem smart-e-bike!

Die Räder mit dem Nummernschild bringen bis 45 km/h auf die Straße. Aber die wichtigste Frage ist natürlich: „Wo kann ich denn auch mal so ein Rad ausleihen und Probe fahren?“ Antwort: „Mitarbeiter können im Shop des Bremer Mercedes‐Benz Kundencenter vorbei schauen, oder unter der Nummer 0421‐419 5827 einen Termin ausmachen“. Ja, jetzt wissen wir fast alles Wissenswerte über unser schönes Bike, oder? Nein, natürlich nicht und ich will hier auch keinen Testbericht wie in einer Fachzeitschrift bringen. Aber ein paar Dinge möchte ich noch schreiben. Das Rad ist, wie schon erwähnt, optisch ein echter Leckerbissen und von der Sitzposition im Bereich Mountainbike anzusiedeln. Da muss eben jeder selber wissen, ob das zu ihm passt. Die Scheibenbremsen verzögern optimal und den Antriebsriemen, anstelle einer Kette, finde ich persönlich klasse. Das Display der Bedieneinheit, mit all den wichtigen Informationen ist beleuchtet. Wenn ich allerdings eine Fahrstufe ändern will kann ich das nur hierüber steuern. Da würde ich mir auf jeden Fall einen Schalter in Griffnähe wünschen.

Garantiert weniger CO2 als die Kuhherde

Und zum Schluss habe ich noch die Mutter aller Fragen, die auf jeden Fall auf einen E‐Biker zukommt. An machen Tagen sogar öfter als einem lieb ist. Sie lautet: „Wie lange hält der Akku?“ Dann stelle ich immer die Gegenfrage: „Was wollen Frauen wirklich“? Dafür gibt’s höchstens irritierte Blicke, oder wenn es gut läuft, einen Lacher. Aber mir ist es schon ernst damit. Ich kann nämlich keine der beiden Fragen so richtig beantworten. Für den Akku gibt es keinen, mir bekannten, standardisierten Test, wie z.B. beim Auto und dem Kraftstoffverbrauch. Schalte ich auf Stufe 1, hält der Akku sicherlich länger als auf Stufe 4. Das ganze ist dann natürlich auch noch stark abhängig von den äußeren Gegebenheiten wie dem Gelände, der gefahrenen Geschwindigkeit und auch der Temperatur. Mein Tipp: Nicht lange andere Leute fragen, sondern einfach mal eine ausgiebige Probefahrt machen und es selber ausprobieren. Viel Spaß!

 


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