Nerd-Zone Hackathon am KIT in Karlsruhe: Ich war dabei!

Freitag, 23.5.2014 17 Uhr, irgendwo auf der A8 zwischen Ulm und Karlsruhe: Ich stecke mal wieder im Stau fest und stelle mir dabei die Frage: Was bringt einen Softwareingenieur der Daimler TSS dazu, fast ein ganzes Wochenende fern der Ulmer Heimat in einem Keller zu verbringen? Die Antwort ist einfach: Ich darf als Mentor im Namen der Daimler AG beim Nerd-Zone Hackathon  am KIT in Karlsruhe teilnehmen.

Veranstaltet von Young Targets stand dieses Wochenende unter dem Motto „Smart Home / Smart Office“. Für alle, die den Begriff noch nicht kennen: Ein Hackathon ist ein Marathon für Hacker. Die Grundidee dabei ist: 24 Stunden Zeit, technikbegeisterte Teilnehmer mit innovativen Ideen und dauerhaft Nachschub an Essen und Getränken (bevorzugt koffeinhaltig). Heraus kommen dann Prototypen, die in einer Präsentation am Ende vorgestellt werden. Das Format ist in der Daimler AG nicht unbekannt: Im Februar fand der erste ITM Hackathon im Mercedes-Benz Museum in Untertürkheim statt.

Nerd-Zone Hackathon am KIT in Karlsruhe: Ich war dabei!

Im Gegensatz zu diesem Event waren die Teilnehmer in Karlsruhe keine Daimler-Mitarbeiter, sondern externe Studierende. Das Engagement der Daimler AG als Förderer des Hackathons  war eine Kooperation von IT und HR, um zukünftige IT-Fachkräfte auf das Nicht-IT-Unternehmen Daimler als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Die anderen Partnerunternehmen waren ping24/7 GmbH, inovex GmbH, audials AG, abusix GmbH, smarthouse Media GmbH, Sophos GmbH, EXXETA AG, bluehands GmbH und Co.mmunication KG.

Auch meine Anreise hatte irgendwann ein Ende und ich konnte nach dem Check-In direkt zum ersten offiziellen Programmpunkt gehen. Für alle Interessierten war in einem Biergarten ein Termin zur Gruppenfindung organisiert. Bei Pizza und Getränken wurden Ideen zum vorgegebenen Thema „Smart Home / Smart Office“ diskutiert und die Gruppen formierten sich. Auch die Mitglieder meiner Gruppe haben sich erst hier kennengelernt.

Bei meiner Vorstellung als MentorAm Samstag ging es um neun Uhr los. Nach der Anmeldung und ein paar Einführungsworten bezogen die Gruppen ihre Arbeitsplätze im Keller des KIT. Wir Mentoren verschafften uns erst mal einen Überblick der Projekte, die sich die Teilnehmer vorgenommen hatten. Die Vielfalt der Ideen war überraschend. Vom intelligenten Konferenzraum über ein Programm, das mit Bilderkennung der Webcam das Sportprogramm überwacht bis zur App, die ein digitales Haushaltsbuch per fotografierten Einkaufszetteln führt, war alles dabei. In der Anfangsphase stand ich meiner Gruppe beratend zur Seite, besonders wenn es um die Priorisierung der Features und Gadgets ging, die die App anbieten sollte. Die Idee war, ein Kochrezept auf mehrere Köche aufzuteilen (optimierte Parallelisierung) und jedem Koch seine aktuelle Aufgabe mit Zeitleiste auf dem Smartphone anzuzeigen. Nach dem ersten Design sank der Betreuungsaufwand deutlich, was mir viel Zeit ließ, auch die Fortschritte der anderen Gruppen anzuschauen und viele Gespräche mit Teilnehmern, Mentoren und Organisatoren zu führen. Die Region Karlsruhe war mir vorher bereits als Technologie- und Innovationsraum in Deutschland bekannt. Dass die Startup-Kultur jedoch so ausgeprägt ist, wurde mir erst nach und nach klar, als mir die vielen Events und Hilfestellungen geschildert wurden, die es für Gründer in der Region gibt. Am Abend verließ ich das KIT als letzter Mentor, allerdings deutlich vor den meisten Teilnehmern, die noch voller Elan programmierten und designten.

Typischer Anblick bei einem Hackathon - Meine Gruppe an ihrem Arbeitsplatz für die nächsten 24 Stunden

Am Sonntagvormittag wurden die Projekte finalisiert. In dieser Phase wurde so manches kleine Feature aus Zeitgründen gestrichen. Um 14 Uhr war dann Programmierende und die Abschlusspräsentationen wurden vorbereitet, denn die Ergebnisse wurden einer mehrköpfigen Fachjury (zu der ich auch gehörte) vorgestellt. Nach den Präsentationen zogen wir uns zur Ermittlung der Sieger zurück, die in drei Kategorien gekürt wurden:

  • Beste mobile App: „Zettelwirtschaft“  (intelligentes Haushaltsbuch aus fotografierten Einkaufszetteln, die mit OCR ausgewertet werden)
  • Beste Web-Applikation: „Open-pizza.de“ (Sammelbestellung von Pizzen o.ä. über eine App)
  • Kreativster Hack: „CookFlow“ (meine Gruppe! Beschreibung siehe oben)

Nach der Siegerehrung gab es noch Raum für einige Gespräche und persönliches Feedback, bevor ich mich dann wieder auf den Heimweg nach Ulm machte.

Der Preis für die beste Web-Applikation ging an die OpenPizza-Gruppe

Ich hatte ein super Wochenende mit tollen und begeisterten Studierenden. Der Enthusiasmus, vor allem aber auch die sehr gute Qualität der Arbeiten hat mich wirklich begeistert. Ich konnte viele Kontakte knüpfen und werde nächstes Jahr versuchen erneut dabei zu sein. Auch wenn ich dafür wieder eine längere Anreise über die A8 in Kauf nehmen muss.

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