Gastbeitrag: WAVE oder warum ich ein Welten-Stromer bin

WAVE oder warum ich ein Welten-Stromer bin

In der Welt der Werbung geht es ständig darum, man solle sich doch einen Traum erfüllen.  Aber nichts schlägt einen echten Kindheitstraum. Den vergisst man nämlich nie.

Mein Kinderwunsch war, mit einem Auto um die Welt zu fahren.  Und ein Solarauto sollte es sein.Denn mit 13 Jahren sah ich zu Hause bei mir in der Schweiz die Rallye „Tour de Sol“.  Ich bin den Elektroautos immer mit dem Fahrrad gefolgt, so gut ich konnte. Danach wollte ich auch mit Solarenergie fahren, dieser Antrieb hat mich wirklich fasziniert. Es kam aber zunächst anders, aus dem Kindheitstraum wurde zunächst eine Ausbildung und Anstellung als Lehrer. Der Grundgedanke blieb jedoch über viele Jahre: Wenn ein Elektroauto bei seiner Entwicklung irgendwann so weit wäre, dass man damit ca. 100 Kilometer am Stück fahren könnte, dann wäre eine Reise um die Welt in einem Jahr möglich. Und ich war mir, damals in den 80er Jahren, eigentlich sicher, ich könnte mir in 20 Jahren so ein Auto einfach kaufen. Aber 20 Jahre später stellte ich fest, es gab die Autos noch nicht als Serienfahrzeuge auf dem Markt. Immer noch nicht. Also entstand die Idee der Weltumrundung mit einem selbstgebauten E-Mobil. Ich war zu dieser Zeit viel im nahen Osten, in Afghanistan unterwegs und habe dort privat unterstützt, ein Schulhaus zu bauen. Ich habe dort auch mitbekommen, was es bedeutet, wenn Kriege auch um Ressourcen, zukünftige Ölvorkommen geführt werden. Da habe ich mir gesagt, ich möchte nicht länger warten, bis ich ein Elektroauto beim Händler kaufen kann. Ich baue mir jetzt selbst ein Fahrzeug.  Natürlich haben mich Einige erst mal als Spinner bezeichnet, oder mich „höflich bewundert“. Aber das Auto wurde gebaut. Von 2007 bis 2008 habe ich in einem Jahr 54.000 Kilometer zurückgelegt, durch 38 Länder. Ich hatte keine Ahnung, wie man so ein Auto baut. Also besuchte ich den Schweizer TÜV, um abzuklären, was man so alles braucht, danach ging es weiter auf „Werbetour“ zu Universitäten und Firmen mit der Bitte um Unterstützung und Materialien. Ich hätte nicht mit so viel Begeisterung gerechnet, aber mein geplantes Abenteuer kam gut an. Schwieriger war es da schon, Sponsoren und Medienpartner zu finden, aber schließlich gelang es mir, Spiegel Online zu gewinnen, für die ich von der Reise bloggen konnte, und einen Solartechnik-Hersteller. Los ging’s! Ich wurde zum „Welten-Stromer“.

Ich, mein Solartaxi und Burj Al Arab.

Auf dieser Reise konnte ich unheimlich viele Erfahrungen sammeln, Impulse mitnehmen, die mich bei meiner heutigen Arbeit begleiten. Ich bin Vortragsreisender, Motivator, Ermunterer zur Elektromobilität. Denn mit der von mir veranstalteten E-Mobility-Rallye WAVE und dem Weltrekordversuch möchte ich einfach zeigen: Die Zeit für mehr Elektroautos auf den Straßen ist da. Ich freue mich über Jeden, auch beim Car-Sharing wie beispielsweise car2go, der elektrisch fährt, der zeigt, „Hey, ich bin Teil der Lösung“.  Wir brauchten  für den neuen Weltrekord insgesamt 305 Fahrzeuge bei Treffen auf dem Museumshügel,  am Ende waren es 507 Fahrzeuge. Somit können wir uns ziemlich sicher auf die offizielle Bestätigung des Guinness Buch Weltrekords freuen! Es kamen sogar Teilnehmer aus Ländern wie Norwegen und Singapur.“„Der Weltrekord ist geschafft, und die Schlange hört nicht mehr auf!“, rufe ich ins Mikrofon. Gerade ist das Weltrekordfahrzeug durchs Ziel gefahren. Auf einem Parkplatz formten alle Elektrofahrzeuge die Worte: „Electric Car World Record 2014“.

Und wissen Sie was? Ich bin noch nie ein Elektroauto von Daimler gefahren, sei es Batterie-elektrisch oder mit Brennstoffzelle. Das würde ich sehr gerne einmal nachholen. Also, Sehen wir uns auf der nächsten Wave? Bringen Sie ruhig Ihre Kinder mit. Stichwort „Kindheitstraum“…  :-)

WAVE 2014

Eindrücke von der WAVE 2014 und dem geglückten Weltrekord:

 

507 Fahrzeuge auf einen Blick

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Hier gehts zum Video des Weltrekordversuchs 

Anmerkung der Redaktion: Daimler produziert nicht nur schon heute zahlreiche Elektrofahrzeuge, sondern macht sich darüber hinaus im Rahmen des Bundesforschungsprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ für das lokal emissionsfreie Fahren stark. Im baden-württembergischen Schaufenster, dem „LivingLab BWe mobil“, das von der e-mobil BW GmbH und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH koordiniert wird, forschen insgesamt über 100 Projektpartner in unterschiedlichen Projekten an mehr als 900 E-Fahrzeugen. Daimler engagiert sich bei insgesamt zehn dieser Projekte. In zwei davon als Projektleiter: zum einen bei Elektromobile Testflotten – in dem Entwicklungsfahrzeuge der B-Klasse Electric Drive und der S-Klasse PLUG-IN HYBRID die Sichtbarkeit von E-Autos in der Öffentlichkeit erhöhen sollen und zum anderen bei charge@work, das „Elektromobilität am Arbeitsplatz“ sicherstellt. Dazu wurden an fünf Unternehmensstandorten im Raum Stuttgart über 170 Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert und der Belegschaft 260 Elektrofahrzeuge sowohl für geschäftliche als auch private Zwecke zur Verfügung gestellt. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung eines intelligenten Lademanagements.


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