Eine Kaiserwoche bei den Minibussen in Dortmund

 

Dass es heiß werden würde in dieser Woche Mitte Mai, war bereits im Voraus klar. Dass die Veranstaltungstage sicherlich spannend für mich werden würden, war auch klar. WIE heiß es jedoch werden würde und WIE sehr mich die Sprinter Minibusse tatsächlich überzeugen würden, war absolut nicht klar. In Vorbereitung auf die fünf Tage Dortmund hatte ich am Wochenende zuvor selbstverständlich mit dem BVB im DFB-Pokalfinale mitgefiebert – mit bitterem Ende. Hoffentlich keine böse Vorahnung, dachte ich mir. War dies doch meine erste großangelegte Veranstaltung seit Beginn meines Praktikums in der Nutzfahrzeugkommunikation, die ich in der Umsetzung tatkräftig unterstützen konnte.Gespannt darauf was mich erwarten würde, traten meine Praktikantenkollegen und ich am Montagmorgen die Fahrt nach Dortmund an, wo uns strahlender Sonnenschein und mitunter 30 °C, sowie elf zu testende Minibusse in unterschiedlicher Ausstattung erwarteten. Ein guter Auftakt!

Wofür aber wird ein Minibus überhaupt gebraucht, wenn man doch auch gleich die große Variante wie Citaro oder CapaCity wählen könnte?! Kann das denn wirtschaftlich sein oder steht bei diesem Fahrzeug einzig der Luxus im Vordergrund?! Das waren die Fragen, die mich als frische Absolventin des Studiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft mit ausgeprägtem Nachhaltigkeitsbewusstsein dringend interessierten. Die Antworten lieferte die Geschäftsführung der Sprinter Minibus GmbH und Till Oberwörder, Head of Marketing, Sales und Aftersales Daimler Buses, gleich zu Beginn der Veranstaltung am Abend. Denn der zuhauf zitierte demografische Wandel macht natürlich auch vor der Busbranche keinen Halt. Insbesondere sinkende Schülerzahlen, vermehrt aktive Senioren und Landflucht zwingen den Nahverkehr zum Umdenken. Vandalismus gezeichnete Großbusse, die in 60min-Taktung durch kleine Dörfer tingeln sind weder attraktiv noch rentabel. Der Minibus jedoch kann das, was die großen nicht können: Großraumlimousinen-Flair inklusive Anpassung an veränderte Gesellschaftsstrukturen. Das gefällt!

Standort Dortmund

Großraumlimousinen-Flair im Bus?! Vor Dortmund für mich kaum vorstellbar. Bisher waren meine Buserfahrungen nicht über ausgesessene Sitze mit harten Polsterungen im seltsam anmutenden, bunten Stil der 80er Jahre und Rückenschmerzgarantie hinausgekommen. Deshalb war ich insbesondere auf den jeweils zweiten Teil der Veranstaltung am Morgen gespannt, wenn die Testfahrten mit den Minibussen auf dem Programm standen. Da mein Führerschein leider nicht zum Lenken eines solch großen Gefährts ausreicht, nahm ich in den hinteren Busreihen Platz und war überrascht: Holzfußboden, hohe Fenster und Panoramadach sind nur ein Teil der Ausstattung, die mich auf einer der Fahrten überzeugen konnten. Auch die bequemen Sitze, die zum Zurücklehnen einladen und mich nur ungern am Panorama des alten Stahlwerks in Dortmund aussteigen ließen, waren eine ganz neue Erfahrung. Rückenschmerzen?! – Auch bei längeren Fahrten unvorstellbar! Und auch der von mir stets bemängelten Ästhetik in Bussen wurde ganz offensichtlich Beachtung geschenkt! Klare Linien, moderne Farben, schlichtes aber hochwertiges Design statt einem Potpourri an Rechtecken und Kreisen im Regenbogenstil. Es geht doch!

Das Team

Insgesamt vier Veranstaltungsdurchläufe in fünf Tagen mit immer neuen Journalisten standen auf dem Programm. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, schoss es mir allmorgendlich durch den Kopf, wenn sich das Karussell ein weiteres Mal um die Sprinter Minibusse in Euro VI drehte. Langeweile kam jedoch sicher nicht auf. Schließlich gab es mit elf Minibussen genügend Variationen, die meinem kritischen Blick standhalten mussten und täglich neue Journalisten, die die volle Aufmerksamkeit meines Teams und mir geschenkt bekommen sollten. Von der Begrüßung in der Hotellobby mit Akkreditierung der Journalisten, Unterstützung des Teams bei der Frage-Antwort-Situation mit der Geschäftsführung der Sprinter Minibus GmbH am Abend, Betreuung der Gäste im Minibus-Werk am Morgen bis zur Abreise. Kein Programmpunkt, an dem ich nicht unterstützend und aktiv dabei gewesen wäre. Zum Glück! Denn abends lud das nahegelegene italienische Restaurant zu einem Ausklang des Abends ein, der keine Gaumenfreuden offen ließ. Wie das Wetter: kaiserlich!

So hoffe ich in meinem Heimatdorf im schönen Baden auf ein baldiges Wiedersehen – sowohl mit dem sommerlichen Wetter als auch mit dem ein oder anderen Minibus. Denn Dortmund lieferte, anders als im DFB-Pokalfinale am Wochenende zuvor, in jeglicher Hinsicht eine ausgezeichnete Vorstellung ab.


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