ZABALAZA – die Kinder aus Südafrika sind da!

Die sechs Mädchen und vier Jungs in traditionellen afrikanischen Gewändern singen, tanzen und trommeln was das Zeug hält …. Der Funke springt aufs Publikum über, es fiebert mit, ist begeistert … Emotionen pur auf und vor der Bühne! Das erste Konzert von Zabalaza im deutsch-amerikanischen Institut in Heidelberg war ein Riesen-Erfolg: kein Sitz blieb leer – außer bei den Standing Ovations  – und kaum ein Auge trocken!

Warum war das so? Die Jugendlichen lassen Ihre schweren Schicksale in den Townships Kapstadts, wo sie herkommen und begeistern die Zuschauer mit einer Reise nach Afrika. Dabei bringen die Mädchen und Jungs eine Lebensfreude auf die Bühne, die jeden mitreißt. Abgerundet wird das Ganze mit einem Vortrag über die Lebensumstände der Kinder und das Hilfsprojekt Vulamasango: Und da gibt es einiges zu erzählen… Auf einem wunderschönen großen Gelände hat Vulamasango zusammen mit dem deutschen Spendenverein Positiv Leben einen Kindergarten- und hort für Kinder aus den Townships in Kapstadt eingerichtet. Mittlerweile rollen zudem die Bagger: Das Waisenhaus wird gebaut und somit der nächste große Schritt getan! 2012 wurde mit einer großen Spende der Daimler Initiative ProCent ein Schutzzaun um das Gelände finanziert. Ich hatte damals schon in diesem Blog (ProCent: Ein Zaun für mehr Freiheit) die Tournee von der Musikgruppe Zabalaza – welche von Kindern aus Vulamasango gegründet wird – angekündigt: Die Kinder strahlen auf der Bühne eine enorme Freude aus, reißen die Zuschauer mit und lassen sie so auch an ihrer Entwicklung teilhaben. Die künstlerische Leistung und die Lebensfreude der Kinder sind beeindruckend. Besonders wenn man sich vor Augen hält welche Lebensbedingen für diese Kinder Alltag sind!

Das erste Konzert von Zabalaza im deutsch-amerikanischen Institut in Heidelberg war ein Riesen-Erfolg.

Was habe ich mit Vulamasango und Zabalaza zu tun? Uns in Deutschland geht es einfach sehr gut, wir haben Glück, in so einem reichen Land aufzuwachsen. Mir ist mein Glück bewusst und deswegen bestand bei mir schon lange der Wunsch, mich zu engagieren. Und diesen Kinder fehlt all das, was wir für uns selbstverständlich ist: Ohne Gefahr und Gewalt aufzuwachsen, Bildung, gute Ernährung, Kleidung und Wohnraum um nur die elementarsten Dinge zu nennen. Vor einigen Jahren war ich durch Zufall auf einem Vortrag über das Kinderprojekt in Südafrika und war sofort begeistert und habe meine Hilfe angeboten. Seitdem unterstütze ich, wo ich kann: Zunächst im Verein als Mitglied und später im Vorstand bei allem was so anfällt: Organisatorisches wie z.B. Rundbriefe zu verschicken oder Vorbereitungen für die Tour zu treffen. Besonders stolz bin ich bei jeder Tour als „Roadie“ – also als Fahrer, Betreuer… eben als „Mädchen für alles“ dabei zu sein. Meine Frau und ich haben zwei Mal das Projekt in Südafrika besucht. Eines der Mädchen haben wir besonders ins Herz geschlossen und unterstützen es dabei, eine bessere Schule zu besuchen. Man kann einfach einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied im Leben dieser Kinder machen.

Wer eines der Konzerte sieht, wird sich vielleicht fragen, wieso immer von Kindern gesprochen wird, denn die Darsteller wirken sehr reif. Abgesehen von den erwachsenen Betreuern sind die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren. Wenn man wie ich hinter die Kulissen schauen darf, sieht man wie kindlich und verspielt diese Kinder sind, wenn man sie nur lässt. Überhaupt ist diese Reise nach Europa ein wunderbares Erlebnis für diese Kinder, die sonst kaum aus ihren Townships rauskommen: Schokolade (!), Corn Flakes, Nutella, Erdbeeren, überhaupt gutes Essen, verschiedene Städte und Länder, nette Menschen, die sie in ihren schönen Wohnungen aufnehmen und, und, und …Die Schulen vor Ort unterstützen die Reise und die Kinder bekommen im Projekt Unterstützung den Stoff nachzuarbeiten. Zabalaza kommt alle 2 Jahre, dieses Jahr bereits das fünfte Mal: Es ist wieder eine Mischung aus „alten Hasen“ und sechs Kindern, die zum ersten Mal dabei sind. Gerade bei den Neuen ist die Aufregung groß. Eine kleine Bemerkung noch für diejenigen, die sich vielleicht fragen, wie die Kinder diese ganze Reise und Aufregung verkraften: Die Aufmerksamkeit, der Wohlstand, die Geschenke … und dann zurück in die Townships. Die Kinder gehen nach Ihrer Reise selbstbewusster und gestärkt zurück, weil so viel positives Feedback erfahren, haben ein Ziel vor Augen und vor allem auch das Gefühl etwas wert zu sein, etwas zu leisten!

Liebe ProCent’ler und Interessenten, durch das Projekt wurde und wird mir immer bewusst wie gut es uns geht! Es gibt noch so Vieles über die Kinder und das Projekt zu erzählen … am besten überzeugen Sie selbst und lassen sich mitnehmen auf eine unvergessliche Reise nach Afrika!

Möglichkeiten gibt es genug: 38 Konzerte in ganz Deutschland und weiteren Ländern. Weitere Infos und den Tourplan finden Sie hier. Lassen Sie es sich nicht entgehen!


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