Hackathon: 24 Stunden mit MUTTI

Hackathon, IT, MUTTI – und worum geht es jetzt eigentlich? MUTTI ist unsere Idee und steht für Mercedes-Benz Universal Task and Trip Intelligence. Zugegeben, marketingmäßig haben wir schon mal alles rausgeholt. Aber MUTTI ist mehr als Marketing: MUTTI erinnert dich dynamisch an deinen nächsten Termin, so dass du abhängig von der aktuellen Verkehrslage und der Wahl deines Verkehrsmittels immer rechtzeitig ankommst.

Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, dann kannst du deinen nächsten Termin einfach über die Head Unit auswählen und wirst direkt zum Ziel navigiert. Und sollte doch mal ein unvorhergesehener Stau entstehen, dann bietet dir MUTTI sofort Alternativen wie z.B. eine Zugverbindung an

– wie wir es von moovel kennen. Nach dem Aussteigen übernimmt das Smartphone die Navigation und du wirst direkt weitergeleitet. MUTTI ist also immer an deiner Seite.

Hackathon: 24 Stunden mit MUTTI

Donnerstag, noch 1 Tag bis zum ersten Daimler-Hackathon im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Mitten in der Geschichte des Automobils, traf sich die Zukunft der Mobilität: Circa 80 Mitarbeiter, standortsübergreifend, hierarchieübergreifend und generationsübergreifend, ließen 24 Stunden lang gemeinsam ihrer Kreativität beim ersten Daimler-Hackathon freien Lauf.

Klar, dass wir dabei sind und sehen wollen, ob das auch beim Daimler funktioniert. Wie kommt unser Viererteam morgen da hin? Kurz die Verbindungen geprüft – mit Bus und Bahn ist es etwas umständlich, wir haben ja auch Gepäck dabei. Also fahren wir mit dem Auto von Stuttgart-Möhringen ins Museum nach Stuttgart-Untertürkheim. Einmal quer durch die Stadt – das dauert ca. 30 min, um rechtzeitig dort zu sein, planen wir die Abfahrt um 12.45 Uhr. Freitagmorgen, 10 Uhr: Kurz mal die Verkehrssituation prüfen – eigentlich ist es ja nicht weit, aber zu spät kommen wollen wir auch nicht. Alles ok, wir können dann wie geplant um 12.45 Uhr los. Um 13.10 Uhr – etwas verspätet – kommen wir dann endlich los. Auf dem Weg durch die Innenstadt ist auch noch mehr Verkehr als gedacht. Da machen wohl die Ersten schon Feierabend. Um 10 Uhr nach der aktuellen Verkehrssituation zu schauen, war wohl etwas zu früh. Egal, wir fahren gut gelaunt Richtung Museum. Trotz starkem Verkehr sind wir pünktlich angekommen. Kurzer Check-In und die nächsten 24 Stunden gehören MUTTI und dem Hackathon.

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Wenn wir MUTTI also schon vor dem Hackathon einsatzbereit gehabt hätten, dann wäre uns das Heraussuchen der Verbindung und Überprüfen der aktuellen Verkehrslage erspart geblieben. MUTTI hätte uns auch rechtzeitig an den Termin erinnert und die Verkehrslage in der Stadt gekannt, so dass wir nicht überstürzt hätten aufbrechen müssen.

Aber zurück zum Hackathon und der Entstehungsgeschichte von MUTTI: Mit viel Elan startet Team MUTTI: Aram, Marco, Ralph, Tobias. Verstärkt werden wir spontan durch Daniel, der unsere Idee jetzt schon super findet und dafür eine Smartphone-App entwickeln möchte. Wir skizzieren kurz unsere Idee am Flipchart. Um uns während der nächsten 24 Stunden einigermaßen zu organisieren, packen wir die Wundertüte Scrum aus und planen während der nächsten Minuten einen 24-Stunden-Mini-Sprint. Die Idee ist, dass wir uns alle 2 Stunden zum „Daily“ treffen. Dabei  erzählt jeder kurz, woran er gearbeitet hat und wir stimmen uns ab, was die nächsten Schritte sind. Das funktioniert ganz gut, solange unser innoffizieller Scrum-Master Marco uns für das Daily wachrüttelt.

Unser Ziel für die nächsten 24 Stunden ist es, verfügbare Dienste wie Google Calendar, Google Maps und moovel so zu orchestrieren, dass wir einen neuen, noch besseren und intelligenteren Dienst bekommen. Nebenbei müssen wir noch eine Head Unit für das Fahrzeug nachbauen. Schließlich stellen wir unseren Dienst noch über eine Schnittstelle für Daniel bereit, damit er eine iOS-App für den Benutzer implementieren kann. Damit haben wir gleich den ersten Nutzer unserer „öffentlichen“ API!

Nachdem wir gemeinsam alle Startprobleme wie Einrichten der Entwicklungsumgebung und des Projekts erfolgreich gemeistert haben, wird es richtig produktiv. Schritt für Schritt kommen wir mit jedem Daily unserem Ziel näher. Integration der Google Calendar API, Anzeige eines Kalendereintrags in unserer Head Unit, eine erste Version der iOS App, Integration von moovel zur Berechnung des optimalen Startzeitpunkts… Die Stimmung im Team und Raum ist spürbar gut.

In der Zwischenzeit hat sich das Museum geleert und es ist dunkel geworden. Die erste große Herausforderung ist dann das Abendessen – eine kleine Ration Suppe für jeden. Und das soll die ganze Nacht halten? Programmieren verbrennt eben doch Kalorien! Das Orga-Team war zum Glück nicht untätig und hat eine Ladung Pizzen bestellt. Verpflegung, wie es sich für echte Programmierer in einer Freitag-Nacht-Session gehört.

Je später die Stunde, desto müder werden die Augen, der Saal leert sich etwas. Einige der Kolleginnen und Kollegen haben sich aufgemacht, ihr bequemes Bett aufzusuchen. Wir programmieren weiter, solange die Finger sich bewegen. Schlafsachen haben wir ja dabei. Tief in der Nacht – oder schon sehr früh am Morgen – unternehmen wir die ersten Integrationsversuche unserer App mit dem Backend. Um die Zeit ist es doch sehr anstrengend und die Gedanken sind sehr träge. Um 5 Uhr beschließen wir unseren vom vielen Tippen geschundenen Fingern und unseren überanstrengten Augen eine Ruhepause zu gönnen. Gegen 7 Uhr am Samstagmorgen kommt schon wieder Bewegung im Saal auf, es tauchen sogar schon die ersten Besucher bei uns auf. Frisch und munter, wie es sich nach so einer geruhsamen Nacht gehört, machen sich nach und nach alle Teams an den Feinschliff. Nach einem kurzen Mittagessen hat jedes Team die Möglichkeit, Ideen und Ergebnisse zu präsentieren. Oftmals wird mit viel Elan und Herzblut die eigene Idee vorgestellt. Zu Recht, denn in den letzten 24 Stunden sind tolle Ideen entstanden und sogar umgesetzt worden.

Wir haben es auch geschafft und darüber freuen wir uns sehr: MUTTI funktioniert tatsächlich. Und als Beweis haben wir ein kurzes Video gedreht:

Es hat sich gelohnt, hat viel Spaß gemacht. Es war schön zu sehen, dass wir die vergangenen 24 Stunden nicht unter uns geblieben sind, sondern dass die ganze Zeit über neugierige Hackathon-Besucher vorbeikommen sind und uns unterstützt haben.  Es sind viele tolle Ideen entstanden und in der kurzen Zeit sogar umgesetzt worden. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass wir MUTTI hoffentlich bald wirklich nutzen können…:-)

Abschließendes Highlight nach 24 Stunden viel Spaß, harter Entwicklung, Kampf mit den Tools, etwas Übermüdung: Michael Gorriz in seinem Silicon-Valley-Outfit mit lässiger Mütze und Sonnenbrillebrille. 


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