Kältetaufe für den neuen smart fortwo und smart forfour

Kältetaufe für den neuen smart fortwo und smart forfour in Schweden

Endlich da! Nach knapp vier Tagen Überfahrt sind wir mit unseren vier smart Prototypen in Nordschweden angekommen. In Sindelfingen war nur kurz Zeit die Fahrzeuge auf den Winter vorzubereiten. Sie kamen direkt aus der extremen Hitze von der Sommererprobung in Südafrika. Raus aus dem Zoll, rein in unsere Werkstatt. Einmal komplett durchgecheckt, den Wüstensand abgeklopft, Winterreifen drauf und noch kleine Aktualisierungen durchgeführt und die smarts waren startklar für die Wintererprobung im eisigen Schnee. Aktualisierungen gibt es vor jeder Erprobung. Es sollen ja immer die neuesten Teile im Fahrzeug erprobt werden. Allerdings drängt immer die Zeit. Wir müssen im Frühjahr einen Sommer und einen Winter erreichen. Einen Sommer gibt es in Südafrika bis Ende Februar, einen Winter in Nordschweden bis Ende März.

 

Eines von vielen Testgeländen in Schweden beim Blick aus dem Flugzeug

Eines von vielen Testgeländen in Schweden beim Blick aus dem Flugzeug

Morgentlicher Bodycheck und Kaltstart

Nach Südafrika fliegen wir und die smarts im Flugzeug. Nach Schweden fahren wir zusammen. Auf den ca. 2500km bis kurz vor den Polarkreis finden wir verschiedenste Klima- und Wetterbedingungen. Von Regen über Schneeregen bis Schnee. Trockene, nasse und schneebedeckte Fahrbahnen. Gute Straßen, schlechte Straßen. Schönes Wetter, Wind. Wir lernen die smart Prototypen ganz genau in jeder Umgebung kennen. Freuen uns über die Verbesserungen und neu gewonnen Stärken des smarts, finden noch kleine Schwächen und Fehler, bevor wir in die Serienproduktion gehen. Zum Vergleich haben wir einen Serien smart dabei. Und wie immer wenn wir mit Prototypen unterwegs sind, ein Werkstattbegleitfahrzeug. Man weiß ja nie was einen mit Fahrzeugen in diesem Entwicklungsstadium erwartet. Da kann es schon mal sein, dass etwas abbricht, die Heizung ausfällt oder eine Tür nicht mehr auf geht. In Prototypen sind viele Teile verbaut, die noch nicht aus dem finalen Werkzeug kommen und noch nicht aus dem endgültigen Material sind. Dieses Mal ging zum Glück alles gut.

Am Erprobungsort schließlich können wir auf dem Testgelände und auf den Eisseen das Fahrzeug unter Extrembedingen testen. Funktioniert auch bei -25°C noch alles? Frieren die Dichtungen fest? Startet der Motor gut? Enteisen die Scheiben wie sie sollen? Wie fährt der neue smart, wenn er eiskalt ist? Ruckelt etwas auffällig? Reagieren die die Regelsysteme wie es definiert wurde? Lassen sich alle Bedienelemente bedienen wie wir es erwarten? Gibt es kältebedingte Geräusche? Kommt irgendwo Schnee hin wo er nicht hin soll? Jeden Tag aufs Neue quälen wir die smarts. Morgens beginnt es mit einem Kaltstart, dann gehen wir tagsüber einen Test nach dem anderen durch. Das Auto wird bewegt, verschmutzt und über Schlechtweg getrieben, um Abends wieder eingefroren zu werden. Ist es nachts nicht so extrem kalt wie wir es haben wollen, kommen die Fahrzeuge in Kältekammern. Und während die Autos frieren arbeiten wir unsere Listen mit den gesammelten Auffälligkeiten ab. Dokumentieren, kontaktieren Fachbereiche, suchen Ursachen, diskutieren Lösungen.

Der kleine smart muss durch alle Tests durch, wie es ein Mercedes auch muss. Wir wollen schließlich, dass er beim Kunden gut da steht, auch in extremer Hitze und Kälte:

Und wenn die ersten Sommer- und Wintererprobungen für dieses Jahr abgehakt sind, freuen wir uns auf eine kurze Verschnaufpause bei unseren Familien, bevor es wieder weiter geht.


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