Gastbeitrag: Mein Offroad-Test im GLA 220 CDI 4MATIC

Ich liebe einfach die „Passion Mercedes“, schon von Kindesbeinen an war es immer etwas Besonderes, „im Daimler“ zu sitzen – und das hat sich für mich bis heute wie ein Faden durch mein Leben gezogen. Deswegen war es irgendwie logisch, dass ich heute als Blogger den „Mercedes-Benz Passion Blog“ betreibe und hierfür des öfteren Fahrzeuge teste. So wie das hier: Der GLA ist für mich wie eine (noch) bessere B-Klasse. Wobei man das „Hochsitzen“ natürlich mögen muss – ich tue es. Der Kofferraum des GLA ist für dieses Segment ausreichend groß, auch aufgrund der zweigeteilten Heckleuchten. Das Heckdesign ist stimmig, wenn auch am Anfang für mich ungewohnt – die Front gefällt mir, wie die seitlichen Linien richtig gut – die „PowerDomes“ auf der Motorhaube, bekannt vom CLA, sind perfekt – und fehlen meiner A-Klasse irgendwie. Zuerst unentschlossen, würde ich dem GLA der gegenüber aktuellen B-Klasse den Vorzug geben… auch wenn aktuell erst eine neue A-Klasse bei mir in die Garage eingezogen ist. Vor Ort in Granada – und das im Februar beim besten Wetter um die 20 Grad mit Palmen am Straßenrand – vergaß man übrigens schnell das noch kalte Deutschland… und man konnte sich auf das Fahrzeug selbst konzentrieren. Obwohl ein wenig mehr Schlamm, als Staub, sicherlich auch Spaß gemacht hätte…

Auf Einladung von Mercedes-Benz hatte ich letzte Woche in Granada / Spanien erstmals die Möglichkeit, das neueste Fahrzeug aus der Produktion aus Rastatt Probe zu fahren – und das gleich dort, wo er gemäß seinem Namen auch hingehört: den GLA im Offroad-Einsatz.Geht es nach den Aussagen der Verantwortlichen von Mercedes-Benz, steht das „G“ im Namen des neuen Modells der Baureihe X156 für „G“elände – und genau hier hatte ich vor, das Fahrzeug auch rollen zu lassen. Der GLA verfügt in der 4MATIC-Variante bereits über ein Offroad-Programm, welches die Traktion auf losem Untergrund optimieren soll: eine Downhill Speed Regulation (DSR) unterstützt den Fahrer dabei, steile Bergabfahrten zu bewältigen – einstellbar von 2 bis 18 km/h. Im Offroad-Fahrprogramm wird die Fahrpedalkennlinie dabei ebenso angepasst, wie die Getriebeschaltpunkte.

Die On & Offroad-Anzeige im Central Media Display des Audio 20 CD bzw. COMAND Online bietet dabei Infos über das gewählte Fahrprogramm On/Offroad, Aktivierung über DSR, den Lenkwinkel (in Grad), sowie die Längsneigung (in Prozent), sowie die Querneigung (in Grad). Die Himmelsrichtung zeigt ein kleiner Kompass im Display mit an. Ein spezielles Offroad-Licht – in Verbindung mit dem optionalen Intelligent Light System, leuchtet dabei das Umfeld bis 50km/h aus – dabei werden die Schwenkmodule des Lichtsystems um 6 Grad nach außen gerichtet.

Um den neuen GLA von Mercedes-Benz auch abseits von reinen Schotterpisten benutzen zu können, liefert der Hersteller ab Mitte 2014 das Komfort-Offroad-Fahrwerk nach, welches für zusätzliche 3 cm mehr Bodenfreiheit sorgt. Der GLA hat somit runde 16 cm Luft nach unten und zusätzlich einen spürbar bequemen Einstieg sowie einen besseren Überblick über die Straße.

Ganz klar: Der Böschungswinkel des GLA mit 15.8 Grad vorne und 21.5 Grad hinten, aber auch der Unterfahrschutz aus Plastik schränken den Offroad-Betrieb ein, auch wir der GLA den größeren Offroadern von Mercedes-Benz wohl niemals das Wasser reichen können – doch was der „City-SUV“ im Gelände bewältigt, kann sich durchaus sehen lassen. Der 4MATIC-Antrieb, an der Vorderachse angeflanscht, treibt den GLA dabei grundsätzlich mit der Vorderachse an, kann jedoch die Kraft – bei Bedarf – bis zum Verhältnis von 50:50 auf die Hinterachse schieben.

So bewältigt der GLA Stein- oder Schotterpisten problemlos, auch stärkere Bodenwellen mit Verschränkungen überfuhr der SUV im Kompaktsegment unaufgeregt und durchaus gemütlich. Große Schlaglöcher, tiefe ausgewaschene Wege, kleinere Felsen – kein Ding, – und hier hat er mich tatsächlich überrascht. Der Weg zur verschneiten Berghütte, oder um einen stark ausgefahren Bergpfad ist dem GLA wohl sicher, wie wohl auch sein Hauptsegment – die Großstadt.

Von der Motorisierung ist der GLA 220 CDI 4MATIC perfekt, so verfügt der Diesel-Antrieb über 170 PS – die er aber auch benötigt. Im direkten Vergleich zum 200 CDI 4MATIC mit 136 PS, den ich zuvor gefahren bin, rate ich hier zur größeren Motorisierung. Wäre es eine A-Klasse, würden 136 PS mir ausreichen – der GLA braucht für mich einfach mehr PS…aber das ist wie alles im Leben auch Geschmacksache und eine Frage, worauf man beim Fahren persönlichen Wert legt. Der GLA trägt jedenfalls zu meiner „Passion Mercedes“ bei!

Markus Jordan, Finanzwirt und Blogger bei Mercedes-Benz Passion Blog


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
3.0 / 5 (2 Bewertungen)
Bitte warten...

Tags: , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Lesen Sie mehr über das Blog.

Letzte Kommentare

  1. Kult-Auto /8: Zurück zur Wiege

    Martin Stypa: Hallo Rolf, hallo Martin (Kämmerling), erst einmal besonders Euch und...

  2. Kult-Auto /8: Zurück zur Wiege

    Uwe Helmut Schaal: Da werden Erinnerungen wach: 1971 mit zwei 200er von Sindelfingen...

  3. Kult-Auto /8: Zurück zur Wiege

    Ferdi Lorenz: Ein schönes, sehr dankbares und robustes Fahrzeug. Habe vor vielen Jahren ein...

  4. Kult-Auto /8: Zurück zur Wiege

    CMzB (Blog-Team): Hallo @Speck, da hat sich wohl ein technischer Fehler bei...

  5. Kult-Auto /8: Zurück zur Wiege

    Richard Beckmann: Moin Rolf, super Bericht und klasse Bilder. Da werden Erinnerungen wach....