charge@work: Mit dem Stromer zur Arbeit

Wie an jedem Morgen schaute ich zu Beginn meines Arbeitstages ins Intranet, um rund um meinen Arbeitgeber „up to date“ zu sein. Ein neues Projekt namens „charge@work“ fiel mir dabei auf. Hört sich interessant an! Ich wollte mehr darüber erfahren und so entschloss ich mich, zu recherchieren.

charge@work – Was ist das eigentlich? Das Projekt bietet Mitarbeiter am Standort Stuttgart die Möglichkeit, einen von über 260 Elektrofahrzeugen (220 smart Electric drive und, 40 A-Klassen E-CELL stehen aktuell zur Verfügung) zu mieten und diesen dann sowohl geschäftlich als auch privat zu nutzen. Mehr als 170 Ladepunkte an fünf Daimler-Standorten rund um Stuttgart ermöglichen das bequeme und intelligente Laden der Fahrzeuge während der Arbeitszeit. Die Fahrzeuge lassen sich wochen- und monatsweise oder bis zu einem Jahr mieten. „Hört sich doch ganz gut an“, dachte ich mir, wollte aber mehr wissen.

Durch meinen Arbeitskollegen bekam ich schließlich die Kontaktdaten des Projektleiters – zuständig für Vertriebs- und Geschäftsmodelle im Bereich der Elektromobilität bei Mercedes-Benz Cars. So fuhr ich einige Tage später an den Standort Möhringen und schaute mir die Sache aus der Nähe an. Auf dem Mitarbeiterparkplatz angekommen, fielen mir auch schon sofort die vielen, in einer Reihe aufgestellten Ladestationen für Elektrofahrzeuge auf. Fahrzeuge an den Ladestationen waren noch nicht zu sehen, dies lag bestimmt an der Uhrzeit, es war kurz vor acht.

In seinem Büro angekommen, erklärte er mir die Vorgeschichte und Hintergründe seines Projekts. Durch die Förderprojekte des Bundes mit dem Ziel, die Sichtbarkeit von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen zu erhöhen, entstand die Idee, Elektrofahrzeuge für Mitarbeiter anzubieten, womit es letztendlich zum Projekt charge@work kam. Der starke Wunsch aus der Belegschaft, Elektrofahrzeuge zu nutzen, brachte das Projekt erst so richtig ins Rollen. Parallel dazu kamen auch Anfragen aus dem Entwicklungsbereich, in dem zukünftig mehr und mehr Ladestationen für den Betrieb der Testflotten erfoderlich sind.

Ziel sollte ein einheitliches Ladestationskonzept sein, um einen Standard zu setzen. „Also musste zuerst definiert werden, wie eine Daimler-Ladesäule aussehen und was sie vor allem können muss“, sagt der Projektleiter. Der smart fortwo electric drive zum Beispiel kann bis zu 22 kW/h laden. Wenn man viele Fahrzeuge gleichzeitig lädt, könnte es zu Lastspitzen kommen. Die Folge: Fahrzeuge könnten eventuell nicht weiter geladen und Kapazitätsgrenzen überschritten werden. „Damit wäre keinem gedient“, so der Projektleiter. „Der Charme am ganzen Projekt ist ja, dass während der sieben Stunden am Arbeitsplatz ein idealer Zeitraum entsteht, in dem das Fahrzeug geladen werden kann und man somit das Auto nicht Zuhause an einer hausüblichen Steckdose aufladen muss“. Zum Start von charge@work hatten dann alle Ladesäulen genügend „Power“. Die Abrechnung für das elektrische „Stromern“ zur Arbeit und zurück ist einfach: am Ende des Monats bekommt der Mitarbeiter die Rechnung für Miete und Stromkosten.

Das Interesse der Mitarbeiter scheint sehr groß zu sein und es gibt jede Menge Anfragen zu charge@work. Die ersten Fahrzeuge wurden jedoch erst einige Tage nach meinem Termin vermietet, das erklärt nun auch die leeren Ladestation auf dem Parkplatz. Ich kontaktierte daraufhin Antje Duppel vom Bereich Konzerndatenschutz, eine der ersten Nutzerinnen des Projekts. Bereits nach den ersten Minuten wurde mir klar – sie hat den smart ed eine Woche lang ausprobiert – das Elektroauto hat es ihr angetan. Den Mietvorgang führte sie über das Daimler-interne-System durch. Ganz unkompliziert und ohne Probleme. Es war ihre erste Fahrt mit einem Elektroauto. Nach einer kleinen Anweisung durch den Fuhrpark konnte sie auch schon losflitzen. Die Beschleunigung des Elektro-smarts aus dem Stand hat es ihr besonders angetan. Das Fahrverhalten und die Stille des Fahrzeugs nach dem Starten und im Stadtverkehr waren weitere positive Eindrücke vom E-smart. Aufgrund der zahlreichen Ladestationen an den Standorten muss man sich keine Sorgen um Parkplätze machen und kann so entspannt morgens zur Arbeit fahren und seinen Wagen während der Arbeit aufladen. Wenn sie sich einen Elektro-smart nochmals mieten würde, wäre das definitiv im Sommer und zwar als Cabrio.

An Daimler-MItarbeiter: Wenn Sie Interesse an einer Fahrzeugmiete, der Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung oder Fragen zu dem Projekt haben, wenden Sie sich bitte an folgende Mailadresse: emobility-FA@daimler.com.


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