Daimler und Green Strategy – Die Energiesparkampagne

Haben Sie schon davon gehört? …etwas gesehen? …vielleicht sogar schon darüber diskutiert? Ich schon… und ich bin davon überzeugt, dass hinter der neuen Energiesparkampagne im Rahmen der Green Strategy bei Daimler mehr steckt, als „grüne Bildchen“! Die Energiesparkampagne soll dazu beitragen, dass mit dem wertvollen Gut „Energie“ noch bewusster umgegangen wird. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen durch geringere Kosten soll die Energiesparkampagne zur weiteren Reduzierung des CO2-Ausstoßes und anderer Treibhausgase beitragen. Durch die Kampagne gibt es viel Neues zu entdecken und die Tipps können auch auf den privaten Bereich übertragen werden.

Eigentlich vergeht kein Tag, an dem mir das Thema „Energie“ nicht begegnet. Sei es die Energiewende, die Atomenergie, die Stromrechnung, die erneuerbaren Energien… aber auch CO2-Emissionen, der Klimawandel, Raubbau an der Natur zur Energiegewinnung. Jeder von uns nutzt Energie – gewollt und ungewollt.

Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir eine Menge Fälle ein, in denen wir alle zu Hause Energie nutzen. Morgens weckt mich zuverlässig mein Radiowecker – Energie, ich schalte das Licht an – Energie, in meinem Bad ist es warm ebenso wie das Wasser in meiner Dusche – Energie. Toll!

Mich ärgert aber all die Energie, die ich ungewollt verschwende, die also ungenutzt verschwindet. Denn ebenso sicher wie ihr späteres Erscheinen auf der Strom- oder Gasrechnung ist die Tatsache, dass diese Energie für uns alle verloren ist.

Schon eine Minute nach Mitternacht geht’s los, meine Geräte auf Stand-by ziehen kontinuierlich Strom aus der Steckdose. In der zweiten Minute nach Mitternacht läuft mein Badezimmerheizkörper warm, weil es ungewöhnlich kalt ist, die Wärme verabschiedet sich gleich wieder durch das offene Fenster. Noch eine Minute später sonnt sich mein Frühstücksapfel auf der Arbeitsplatte unter der hellen Küchenlampe – bereits seit 3 Minuten. In Minute vier meiner energiereichen (-armen?) Nacht heizt der Brenner im Keller dem Warmwasser so richtig ein, weil ich ihm keine Nachtabsenkung einprogrammiert habe. Nach fünf Minuten hat der undichte Wasserhahn in meinem Badezimmer schon zum 60. Mal getropft, ein Eierbecher voll Wasser ist weg. Nur 5 Minuten sind vergangen und ich habe schon eine Menge Energie verschwendet. Nach dem Aufstehen fällt mir ein grelles Licht in die verschlafenen Augen, es kommt aus der Küche und leuchtet schon seit gestern Abend. Beim ersten Schritt ins Bad bin ich auf einmal hellwach, ist es hier kalt! Ich habe vergessen, das Fenster zu schließen, der Heizkörper hingegen glüht.

So oder so ähnlich sah früher mein persönlicher ganz normaler Energiewahnsinn aus – ungewollt ging viel Energie verloren. Manche Ursachen bemerkt man – meist zu spät, anderes bleibt uns verborgen. Neben den Energiekosten, die mich regelmäßig schockierten, hat die verschwendete Energie einen weiteren schlimmen Effekt: Tag für Tag blasen Kraftwerke unvorstellbare Mengen CO2 in die Luft – mit erschreckenden Folgen für unser Klima und uns alle. Inzwischen habe ich zu Hause vieles getan, abschaltbare Steckdosen, eine optimierte Heizung, ein reparierter Wasserhahn – und ich suche weiter nach Einsparmöglichkeiten.

Zurück zur Energiesparkampagne mit den grünen Bildchen. Ich denke sie betrifft uns alle!  Ich habe mich von der Kampagne zu einer nachhaltigen und umweltbewussten Energienutzung inspirieren lassen. So konnte ich feststellen, dass sich an meinem Arbeitsplatz auch viel ungewollter Energieverbrauch versteckt, ähnlich wie bei mir zu Hause.

Denken wir mal gemeinsam darüber nach und wir werden eine Menge Fälle entdecken, in denen wir Energie am Arbeitsplatz nutzen. In der Produktion sind es Strom, Wärme, Druckluft, Wasser, Kälte, je nach Arbeitsplatz nutzen wir einen Energieträger mehr einen anderen weniger. Im Büro sind es vor allem Wärme und Strom, die wir täglich verwenden. Ich habe den folgenden Selbsttest gemacht, indem ich versucht habe, diese Fragen für mich zu beantworten:

  • Der Monitor direkt vor mir, schalte ich ihn in Pausen und zum Feierabend aus?
  • Die Lampe über mir auch?
  • Geht der PC mit mir in den Feierabend oder schuftet er auch noch die Nachtschicht durch?
  • Wie stets um die Kopierer, Scanner und sonstigen elektronischen Geräte?
  • Heizung und Fenster? Heizung maßvoll regeln. Nur kurz lüften – statt stundenlang geöffneter Fenster!
  • Gibt es eine Lüftungs- oder Klimaanlage? Dann halte ich die Fenster unbedingt geschlossen!

Anschließend habe ich das Gespräch mit meinen Kollegen hier im Büro gesucht, gemeinsam haben wir noch mehr Möglichkeiten erkannt Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Und siehe da: Etwas geht immer! Man  kann das auch als Werker an der Produktionslinie oder Service-Techniker in der Werkstatt durchspielen. Lassen Sie uns doch mal zusammen losgehen:

  • Erstes Gebot: Umschauen! Was sehen Sie? Maschinen? Licht? Offene Fenster oder Tore?
  • Zweites Gebot: Umhören! Bei Ihren drehmomentstarken Druckluftwerkzeugen oder den Installationen, hören Sie da ein Zischen wenn Sie das Werkzeug gerade nicht nutzen?
  • Drittes Gebot: Handeln! Wissen Sie von Lampen, Heizungen, Maschinen oder Werkzeugen, die in Pausen, in der Nacht oder am Wochenende ungenutzt durchlaufen, obwohl man sie eigentlich abschalten könnte?

Haben Sie Ideen, wie man den Produktionsprozess energieeffizienter gestalten kann? Dann sprechen Sie gleich Ihren Energieverantwortlichen an oder machen Sie einen Verbesserungsvorschlag!

Ich sehe, wie unser Unternehmen bereits seit Jahren die nachhaltige und hocheffiziente Nutzung von Energie vorantreibt. Hier an unserem Standort in Düsseldorf ging gerade ein Blockheizkraftwerk in Betrieb, anderswo werden alternative Energiequellen wie ein Windkraftwerk geplant, stetig kann ich neue hocheffiziente Produktions- und Beleuchtungstechnik finden, die Altanlagen ersetzt.

Nun fragen Sie sich bestimmt, warum ich eigentlich „so versessen“ auf das Energiesparen bin. Es ist auch Teil meines Arbeitslebens bei Daimler. Ich arbeite nämlich im Energiemanagement bei Mercedes-Benz Vans. Viele Themen rund um Energie zählen dort zu meinen Aufgaben. Es ist also Beruf. Und ein bisschen Berufung.

Mit meinem Beitrag will ich Niemandem etwas vorschreiben. Dennoch gilt: Alle reden über Energiesparen und Umweltschutz. Kleine Dinge machen, wenn sich viele Leute beteiligen, wirklich viel aus!


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