Ein Arbeitstag – mal ganz anders!

Beim Day of Caring im Juni in Stuttgart packten 100 Mitarbeiter von Daimler Financial Services und der Mercedes-Benz Bank tatkräftig mit an, um dem Aktivspielplatz „Dracheninsel“ e.V. (kurz „AKI“) ein neues Gesicht zu verpassen. Ich hatte das Glück, mit dabei sein zu können.

Der Abenteuerspielplatz Hallschlag steht 6-14 jährigen Kindern nach der Schule bis zum Abend mit seinen vielseitigen Möglichkeiten zu Verfügung. Hier können die Kids eigenverantwortlich ihren Nachmittag gestalten, Freiräume entdecken und genießen oder ein pädagogisch angeleitetes Programm nutzen. Der Besuch des AKIs Hallschlag ist kostenlos. Beim AKI steht neben einer sinnvollen Freizeitgestaltung vor allem die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen im Vordergrund. Ein respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen und der Natur, die Unterstützung von selbständigen und eigenverantwortlichem Handeln, sowie die Förderung der Kreativität und des handwerklichen Geschicks sind wichtige Aspekte der pädagogischen Arbeit auf dem Spielplatz.

Im Stadtbezirk Hallschlag leben 7.000 Menschen aus rund 90 Nationen. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die tagtäglich zum Spielen zum AKI kommen, haben einen Migrationshintergrund.

9.30 -10.00 Uhr

Großer Aufschlag im Stadtteil Hallschlag: 100 Banker inkl. mir finden sich auf dem mit Unkraut übersäten, teils verrotteten und mit Graffiti übersprühten Abenteuerspielplatz bei hochsommerlichen Temperaturen ein.

Nach der Begrüßung durch unsere Vorstände und Herrn Bertsch, Leiter Unternehmenskommunikation, wurde es ernst: Einzelne Arbeitsgruppen formatierten sich und unter der fachmännischen Anleitung „echter“ Handwerker machten sich die Gruppen an die Arbeit.

Es gab viel zu tun: Neue Spielgeräte sollten aufgebaut werden, alte renoviert werden. Der Kletterturm und das Vereinshaus hatten dringend einen neuen Anstrich nötig, Bänke und Tische mussten aufgestellt werden, Zäune gebaut und gestrichen werden und auch der Eingang zum Aktivspielplatz sollte einladender und freundlicher gestaltet werden.

10.00 – 13.30 Uhr

Gerüstet mit Unmengen von Schmirgelpapier, blauer Farbe, Filmreiniger und Reinigungstüchern waren meine Kollegin, Julia Meiser und ich für den Eingangsbereich verantwortlich. Wir hatten das Ziel, diesen im neuen Glanz erscheinen zu lassen, so dass künftig noch mehr Kinder Lust bekommen, den Spielplatz regelmäßig zu besuchen.

Wir packten zu, setzten unsere ganzen Kräfte ein und die Schweißperlen standen uns auf der Stirn. Um uns herum herrschte ebenfalls überall geschäftiges Treiben. Unsere Ergebnisse waren mittags bereits zu sehen: Die Pfosten des Eingangstors glänzten in der Sonne in frischer blauer Farbe, der Info-Schaukasten am Eingang war von Graffiti befreit und gereinigt und ein großer bunter Holzdrachen hing neu am Zaun.

13.30 – 14.15 Uhr

Um die Batterien und den Kohlehydrathaushalt wieder aufzuladen, stärkte sich die komplette Mannschaft mit Suppe und Nudeln. In der Mittagspause tauchte ein Überraschungsgast, Fredi Bobic, auf. Der Ex-Fußballprofi ist im Hallschlag aufgewachsen und er bedankte sich für den Einsatz der Banker. Mit dieser Aktion, so sagte er, wird das Viertel erheblich aufgewertet und kann die Lebensqualität entscheidend verbessert werden.

14.15 – 17.30 Uhr

Endspurt – schließlich sollten alle Projekte noch zu Ende gebracht werden. Mein Einsatz bestand in der 2. Hälfte des Tages darin, das Werkstatthäuschen mit Lasur zu versehen, nachdem morgens mehrere Kollegen schweißtreibend die Fassaden des Hauses abgeschliffen haben.

Am Ende des Tages waren alle erschöpft aber glücklich. Der Platz war kaum wiederzuerkennen. Alles strahlte in neuer Farbe. Ein dreiköpfiger Kletterdrache, eine Ritterburg und ein großes Holzboot zählen nun zu den Attraktionen des Spielplatzes. Unglaublich, was viele zupackende Hände in solch einer kurzen Zeit erschaffen können!

Die Ganztagsschule ist zwischenzeitlich aus – einige Kinder aus dem Viertel „spitzen“ neugierig über den Zaun. Sie möchten wissen, wer wir sind, wo und was wir arbeiten und das Wichtigste: Welche neuen Attraktionen erwarten sie. Später konnten einige Kids aufgeregt über den Platz laufen, die neuen Geräte mit glänzenden Kinderaugen begutachten und etwas ungläubig die noch aufräumenden Helfern beobachten.

17.30 – Open End

Gemeinsames Get-together mit Grill, selbst zubereiteten Salaten von Müttern aus der unmittelbaren Nachbarschaft und Getränken.

Fazit:
Der so andersartige Arbeitstag hat einiges in mir ausgelöst. Es ist ein tolles Gefühl, was Gutes zu tun – nicht nur zu spenden, sondern selbst aktiv mit anzupacken. Wir sind ein Teil einer Gemeinschaft, in der die Starken selbstverständlich für die Schwächeren eintreten sollten. Es geht um die großen Fragen von Gerechtigkeit, Gleichheit und die Zukunft nachfolgender Generationen. Dazu können alle etwas beitragen – in großen und in kleinen Schritten, um die Welt zu verbessern.

Ich versuche, im nächsten Jahr beim Day of Caring auf alle Fälle wieder dabei zu sein und vielleicht treffe ich dann auch Dich an!?


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