Innovationsworkshop: Laufend auf Ideen kommen

Praktikum in der Innovationswerkstatt

„Unsere nächste Methode läuft wie folgt ab: Sie tanzen zum Takt der Musik um den Tisch, notieren Ihre Ideen zur Fragestellung auf die farbigen Kärtchen und haben einfach viel Spaß an kreativer Ideenfindung!“. So würde Peter Gödecke, der Leiter der Innovationswerkstatt bei der Daimler AG die Kreativmethode Brainstomp in wenigen Worten vorstellen.

Als ich mich am 03. August 2011 auf den Weg in die Innovations-Werkstatt der Daimler AG machte, hatte ich keine Ahnung, was mich dort erwarten würde. Ich war als externe Teilnehmerin zu einem kreativen Innovationsworkshop eingeladen worden und fand die Herausforderung unheimlich reizvoll.

Als ich den Raum betrat, konnte ich nicht vermeiden, dass mir die Kinnlade herunterklappte. In dem haushohen 500 m2 großen Raum war zentral der neue Actros geparkt, unzählige Metaplanwände trennten verschiedene Stationen zur Gruppenarbeit und um die Ecke zeichnete sich ein Forum, passenderweise mit Smart-Sitzen bestückt, ab. Innovationen wird hier viel Raum zur Entfaltung gegeben, so mein Eindruck. Die ersten Teilnehmer genossen bereits ihren Kaffee in reger morgendlicher Diskussionslaune und dann ging es auch schon los mit einem Workshop, wie ich das bisher noch nicht erlebt hatte!

Nach einem farbenfroh-kurzweiligen, äußerst kreativen und insbesondere effektiven Tag war für mich klar: davon will ich mehr! Die Konsequenz: 4 Monate durfte ich ein absolut bereicherndes Praktikum in der „InnoWerkstatt“ erleben, von dem ich hier gerne einen kleinen Einblick geben möchte.

Was ist die Innovations-Werkstatt?

Die Innovationswerkstatt das sind zunächst einmal: Peter Gödecke, Peter Metz, Erik Schneider, Yildiz Günler, Antje Eichhorn und Beatrice Ammann. Das 6-köpfige Moderatoren-Team sieht sich selbst als die „wilde Seite der Mercedes Benz-Entwicklung“ mit dem nicht minder ambitionierten Ziel „Ideen auf Knopfdruck“ zu entwickeln. Hierbei werden in kreativ-alternativer Weise, Ideen zur Lösung ingenieurwissenschaftlicher Problemstellungen bis hin zu
Visionsleitsätzen erarbeitet.

Dabei werden Mitarbeiter und Firmenexterne interdisziplinärer Bereiche zusammengebracht und mit Fragestellungen rundum und über das Automobil hinaus konfrontiert. Möchte man erleben, wie Lichtdesigner, Betriebswirte und Psychologen im Takt zu Bob Dylans „Like a rolling stone“ an Beleuchtungskonzepten arbeiten, ist man in der InnoWerkstatt an der richtigen Stelle. Für mich als Praktikantin und Biologie-Studentin war dies eine unvergleichliche Spielwiese mit fantastischem Potential mich im gesamten Workshop-Spektrum und –Prozess auszutoben.

Wie lief mein Praktikum ab und was durfte ich lernen?

Ziel meines Praktikums sollte es sein, Einblicke in die verschiedensten Workshops zu erhalten und diese in jeder Phase zu unterstützen – meine Erlebnisse und Erfahrungen sind entsprechend vielseitig. Bereits in der ersten Woche erhielt ich die Gelegenheit, eine Kleingruppe für einen Tag als Moderatorin beim Erarbeiten eines Fahrzeug-Konzeptes zu begleiten. Auch einen Workshop-Tag mit studentischen Teilnehmern durfte ich frei gestalten und als Haupt-moderatorin durchführen. Ich erfuhr in Briefing-Gesprächen mit Workshop-Auftraggebern, worauf bei der Planung eines erfolgreichen Innovations-Workshops geachtet werden sollte und es wurde mir freie Hand beim „Erbasteln“ von Modell-Vorlagen für die Gestaltung neuer Sportwagen-Ausprägungen gegeben. Als persönliches Highlight erlebte ich die Chance, an einer Erfindungsmeldung beteiligt sein zu dürfen.

Im Team der InnoWerkstatt wird schnell offensichtlich, dass Innovationen nicht gepredigt sondern gelebt werden. Als Praktikant erhielt ich Verantwortung, Vertrauen, Respekt sowie ehrliches Feedback. Ich kann definitiv sagen, dass diese Erfahrungen mich in jeglichen Soft-Skill-Bereichen, wie auch persönlich weiterentwickelt haben. Ich stellte fest, dass meine eigene Arbeits- und Herangehensweise kreativer wurde und kam schlussendlich unweigerlich zu der Erkenntnis, dass auch das Leben nichts weiter ist, als ein ziemlich großer Workshop.

In diesem Sinne möchte ich mich beim ganzen Team für diese spannende und gewinnbringende Zeit herzlich bedanken.


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