Der M274: Vielseitig und effizient in die Zukunft

Der neue Vierzylinder-Ottomotor ist das Glanzstück der Motorenmontage Untertürkheim. Seine „Geburt“ verläuft alles andere als still. Eingebettet in das Orchester imposanter Produktionsroboter, ungezählter Pressluftstränge und dem Geräusch fleißiger Hände der rund 100 Mitarbeiter in der Motorenmontage im Mercedes-Benz Stammwerk Untertürkheim erblickt der neue Vierzylinderzylinder-Ottomotor, Baureihe M274, das Licht der Welt. Und ist dabei von Anfang an ein Schmuckstück und ganzer Stolz seiner Eltern.

So war den Verantwortlichen der Montage auch nicht bange, als Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zusammen mit Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, gestern die Produktionshallen besuchte, um einen Eindruck von den Produktionsabläufen zu erhalten und sich von dem Potential des Motors persönlich zu überzeugen.

Ein sparsamer Vierzylinder für C, E- und S-Klasse

Als Variante für den Heckantrieb ist dieser bereits seit Juni 2012 in der C-Klasse verfügbar und soll schrittweise bis in die S-Klasse Einzug halten. Als Basismotor in der Mittelklasse verbraucht er aktuell nur 5,9 l auf 100km und stellt eines der effizientesten Aggregate seiner Klasse dar. Zudem kann er längs und quer eingebaut werden, und ist damit für Fahrzeuge mit  Front- als auch Heckantrieb geeignet.

Das Montagewerk in Untertürkheim sehe sich bezüglich des Motors  als „Pate“, so Montageleiter Volker Albrecht. Man übernehme damit eine gewisse  Verantwortung für die geplante Motorenproduktion des M274 in den Produktionsstandorten in China und den USA und stehe den Kollegen dort vor allem beratend zur Seite. Das unterstreicht zugleich die globale Ausrichtung des neuen Aggregats. Das Werk Untertürkheim, mit rund 17.700 Mitarbeitern in Produktion und Verwaltung,  wird dabei aber nicht seine Rolle als Mutter- und Zukunftsstandort verlieren, versicherte im gleichen Kontext Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain und Leiter des Mercedes-Benz Werkes Untertürkheim: „Im laufenden Jahr investieren wir alleine hier über 900 Mio. Euro in den Aus- und Umbau der Powertrain-Werksteile sowie in den Anlauf neuer Produkte und Fertigungstechnologien.“

Ministerpräsident am Motor

Von einem dieser Produkte konnte sich Ministerpräsident Kretschmann gleich selbst überzeugen, als er das neue, im Werkteil Hedelfingen gefertigte Doppelkupplungsgetriebe in Augenschein nahm. Kupplungsbetätigungen und Gangwechsel erfolgen hier vollautomatisch und ohne Zugkraftunterbrechung, was eine effiziente aber auch dynamische Fahrweise ermöglicht. Der prominente Gast waren an diesem Tag somit nicht nur Zeuge innovativer Technologien für eine global ausgerichtete Zukunftsstrategie aus dem Hause Daimler, sondern erhielten einen Einblick in den professionellen und bis ins Detail optimierten „Alltag“ einer Motorenmontage. Jeder Griff hier sitzt, jede Bewegung ist Teil eines effizienten Produktionsablaufs, der jegliche Fehlerwahrscheinlichkeit an den Motoren minimiert. Und nicht nur das, so erklärte Volker Albrecht stolz, auch der Energieverbrauch der gesamten Montage würde jedes Jahr reduziert. Und so hätte man einen nicht geringen Anteil daran, dass dem gesamten Werk Untertürkheim vergangenes Jahr der „Esslinger Klimapreis“ aufgrund von knapp 37 Prozent Energieoptimierung seit 2005 verliehen wurde.

Entsprechend positiv fiel das Fazit des Ministerpräsidenten aus: „Daimler hat die Zeichen der Zeit erkannt. Damit bestehen beste Chancen für die Zukunft des Unternehmens.“


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