Zehn spannende und lehrreiche Wochen…

Nach der Theoriephase und den daran anschließenden Urlaubstagen über Weihnachten und Neujahr, starte ich als dualer Student in die Praxisphase. Diese beginnt mit einem 4-tägigen Workshop, der den Namen „Firmeninternes Training (FIT)“ trägt.

Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, denn hier werden die dualen Studenten des Jahrgangs 2011 für den ersten Praxiseinsatz fit gemacht. Wir hören ein straffes Programm, bestehend aus Vorträgen zu den Bereichen IT, Procurement, Marketing & Sales und bekommen eine kurze Einführung, in die im Büro verwendete Software. Alles, was vorher nur reine Theorie war, nimmt nun langsam Gestalt an.

Der erste Tag…

Nach dem Wochenende geht es dann aber richtig los. Der Praxiseinsatz beginnt und das bedeutet für mich, im Gegensatz zum FIT, gemütlich um 7.00 Uhr aufzustehen und nach Möhringen zu fahren, denn dort werde ich die nächsten beiden Monate bei der ITA/E verbringen. Gespannt und voller Erwartungen starte ich in den ersten Tag und kann glücklicherweise, ohne Verspätung mit der Bahn, den geplanten Termin einhalten.

Mein Praxiseinsatzbetreuer begrüßt mich und stellt mich der Abteilung vor. Ich bekomme ein Notebook und eine mündliche Wegbeschreibung zur Schlüsselausgabe, wo ich mir die Schlüssel zum Büro besorgen soll. Außerdem erhalte ich meine erste richtige Aufgabe, die mich von nun an über die gesamte Dauer meines Praxiseinsatzes – und darüber hinaus – begleiten wird. Ich soll mir zuerst einmal die Grundlagen und später weiterführendes Wissen über Microsoft SharePoint aneignen.

Microsoft SharePoint ist eine Software, die für eine Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den Kollegen sorgt und im Rahmen der Umstellung auf Windows 7 umfassend eingeführt werden soll. Man kann damit Seitenstrukturen aufbauen, die denen einer Website gleichen und auf den einzelnen Seiten u.a. Dokumente austauschen und Informationen publizieren – immer genau für den Kollegen sichtbar, der diese Informationen zur Durchführung seiner Arbeit benötigt.

Zu diesem Thema schreibe ich auch meine Projektarbeit. Obwohl ich mich dabei auf die „Möglichkeiten der Strukturierung von Informationen in Microsoft SharePoint“ beschränke, ist es keine kleine Herausforderung, die vorgegebenen 20-30 Seiten einzuhalten. Oft informiere ich mich zu relevanten Themen eines Kapitels und muss feststellen, dass man alleine darüber vermutlich mindestens ein ganzes Buch schreiben könnte.

Um ein weiteres Buch über SharePoint zu vermeiden und um trotzdem den geforderten Einsatz leisten zu können, steht mir eine Testseite zur Verfügung. Hier darf ich mich fast ohne Einschränkungen austoben und kann ein Gefühl für die Relevanz der Themen, die ich in meine Projektarbeit aufnehmen möchte, entwickeln. Auch wenn ich nicht in direktem Kontakt mit dem Endprodukt Kraftfahrzeug stehe, werde ich dadurch sozusagen zum Testfahrer der IT.

Ich erhalte während des Praxiseinsatzes aber nicht nur die Möglichkeit, meine Fachkompetenzen zu verbessern, sondern bekomme auch einen guten Einblick in das Arbeitsleben an sich. An der wöchentlich stattfindenden Regelkommunikation (ReKo) und vielen anderen Besprechungen, nehme ich teil und erlerne auch die Arbeitstechniken, wie sie in einem derart großen Unternehmen angewandt werden.

Da es in der technischen Sprache jedoch nur so von Abkürzungen wimmelt und die meisten Vorgänge neu für mich sind, lege ich dazu eine Liste an, die schon nach der ersten ReKo unzählige Einträge umfasst. Ich bekomme auch nützliche Tipps zum Auslandseinsatz, den die dualen Studenten der Fakultät Wirtschaft, bei einer Niederlassung im Ausland auf Wunsch absolvieren dürfen. Außerdem führe ich ein Gespräch über die Glaubensfrage, welcher Hochschulabschluss für einen dualen Studenten sinnvoller ist, Bachelor oder Master?

Die letzten Tage

Ende Februar ist dann eine Houston-Schulung für meine Mitstudenten, des Studiengangs Wirtschaftsinformatik und mich eingeplant. Da das Seminar im Raum Karlsruhe stattfindet, bekommen wir eine E-Klasse zur Hin- und Rückfahrt zu Verfügung gestellt, was noch mehr Lust auf die kommenden zwei Tage macht. Ich lerne viele Vorgehensweisen des Projektmanagements und genieße die Tage im Hotel, welches auch mit einem reichlichen Freizeitangebot aufwarten kann. Anschließend melde ich mich wieder im Büro zurück.

Gerade dieser Wechsel von Tagesgeschäft, Besprechungen und Seminaren, sowie dem Schreiben meiner Projektarbeit, gefällt mir besonders gut.

Die Teilnahme an der ITA Townhall, bei der Hr. Peter Schneider referiert, ist dann sozusagen der krönende Abschluss meines Praxiseinsatzes und so werden es insgesamt zehn spannende und lehrreiche Wochen, die ich in der Abteilung verbringen durfte. Auch wenn die Dauer der Praxisphase recht kurz ausgefallen ist, habe ich mich sehr an meinen (temporären) Arbeitsplatz gewöhnt und der Abschied wäre mir um einiges schwerer gefallen, wäre da nicht die kommende Theoriephase an der DHBW Stuttgart, auf die ich mich auch schon wieder freue.


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