Ein Tag für die Doktoranden

Einen abwechslungsreichen Tag erlebten am 9. Mai 2012 über 100 Doktoranden aus dem ganzen Daimler-Konzern in der Carl-Benz-Arena in Stuttgart. Dort fand der erste Doktorandentag überhaupt im Rahmen der Daimler Talent Week statt. Ein tolles Programm kombinierte Spaß mit Inhalten, so dass am Schluss nur ein Fazit gezogen werden kann: Gerne wieder!

Der Doktorandentag begann um 9 Uhr mit einem Empfang im Foyer der Carl-Benz-Arena, bei dem man sich bei Häppchen und Kaffee stärken konnte. Dabei ergaben sich auch schon die ersten Gespräche, die sich vor allem um die Erwartungen für das Kommende drehten. Kurz darauf wurden dann alle in die große Arena geführt, in der das große Angebot an Informationsständen, verschiedenste Serien- und Konzeptfahrzeuge, eine Slot-Car-Bahn und ein Fotostand sofort ins Auge fiel.

Die Doktoranden wurden von Alexandra Fischer (Research & Development Nachwuchssicherung) und Andreas Sattler, dem Sprecher des DaimlerDoks-Netzwerks, begrüßt. Einführende Worte hielten Joachim Diener, ebenfalls von der Nachwuchssicherung RD, und Peter Berg, Global Talent Acquisition & Development, die die Anwesenden aufforderten, das reichhaltige Angebot ausgiebig zu nutzen. Dem kamen wir gerne nach.

Darauf folgten zwei hochinteressante Vorträge. Dr. Klaus-Dieter Debschütz berichtete über „Fahrzeugkonzepte der Zukunft“, wobei er die Einflüsse von Ökologie, zukünftigen Mobilitätskonzepten, changierenden Kundenkreisen und weitere Aspekte beleuchtete. Anschließend referierte Karl-Heinz Baumann über Sicherheitskonzepte. Nach einem Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der passiven Sicherheit, die mit Béla Barényi in Sindelfingen begann, brachte er Beispiele, wie auch in Zukunft neben der wachsenden Rolle der aktiven Fahrsicherheitskonzepte die passive Seite weiterhin erforscht werden kann und muss.

Zeit aktiv zu werden…

Nach einer Erfrischungspause wurden die anwesenden Doktoranden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte durfte auf einem großen Parkplatz vor der Arena ein Fahrevent der Mercedes-Benz Driving Academy absolvieren, während die andere Gruppe in sechs Workshops zu inhaltlichen Themen arbeiten konnten.

Das Fahrevent im Freien bereitete allen Teilnehmern viel Spaß, wobei das Lernen nicht zu kurz kam. An verschiedene Stationen konnten Fahrzeuge aus nahezu der gesamten Mercedes- und Smart-Produktpalette ausprobiert werden. An einer Station stand Slalomfahren an, und man konnte nacheinander das Fahrverhalten der S-Klasse, zweier CLS, einer E-Klasse, eines Vito und sogar eines Sprinters erproben. Über Funk gab es von einem Profi Tipps, wie man souverän und sicher durch die Hütchen kommt. Nebenan wurde die Pre-Safe-Funktion demonstriert. Ein Mitarbeiter der Driving Academy nahm in seiner S-Klasse jeweils drei Doktoranden mit und fuhr direkt auf ein Hindernis zu, um die automatische Teil- und später auch Vollbremsung eindrucksvoll zu beweisen.
An der nächsten Station konnte man das Aussteigen aus einem überschlagenen Auto üben, anschließend dann mit Geländewagen über einen steilen Berg fahren. Dazu kam ein Parcour mit Elektro-Smarts und zum Abschluss konnte man eine Vollbremsung aus 80 km/h mit gleichzeitigem Ausweichen üben. Ein tolles Erlebnis!

Die Teilnehmer an den Workshops arbeiteten derweil an sechs Ständen zu verschiedensten Themen, die die Zeit der Promotion im Konzern betreffen. Wie können die Doktoranden als Markenbotschafter für Daimler nach außen auftreten? Wie wird der Kontakt zwischen Doktoranden, Konzern und Universitäten optimiert? Wie können die Forschungsergebnisse effizient in die Praxis des Unternehmens transferiert und integriert werden? Vor welchen Herausforderungen steht man am Ende des Dissertationszeit? Welche Informationen sollte ein Handbuch für Doktoranden enthalten? Und wie könnte ein Willkommenspaket für neue Doktoranden aussehen? Die Ergebnisse waren erstaunlich und werden in die weitere Verbesserung des Angebots für die Promovierenden einfließen.

Nach einem leckeren Mittagessen tauschten dann die Gruppen, so dass jeder die Gelegenheit hatte, das Fahrevent zu nutzen und an den Workshops teilzunehmen.

Anschließend referierte Dr. Christian Hahner unter dem Titel „Faszination Forschung“ über zukünftige Herausforderungen und Visionen, die die Motivation für die Forscher und Entwickler im Konzern, insbesondere die Doktoranden, zu weiteren Höchstleistungen sind. So sind die Vision vom „unfallfreien Fahren“ wie auch das „Fahrzeug als Wohnzimmer der Zukunft“ Triebfedern für Innovationen, die begleitet werden von regulativen Herausforderungen und einer stetig steigenden Dynamik bei neuen Diensten („Apps“). Bei diesen zentralen Technologietrends darf man die Beherrschung der Komplexität und damit die Sicherstellung der Qualität nicht aus dem Auge verlieren.

Mit Daimler zum Doktorhut

Beim folgenden Podiumsgespräch wurde – teilweise kontrovers – über die Randbedingungen einer Promotion im Daimler-Konzern diskutiert. Karl Deppen, Leiter Führungskräfteentwicklung, Thade Bredtmann, Leiter Themenmanagement in RD, und Jens Rubi, ehemaliger Doktorand und jetzt Teilnehmer am CAReer-Trainee-Programm, standen untereinander und dem Plenum Rede und Antwort. Themen waren etwa, wann eine Teilnahme an CAReer nach der erfolgreichen Promotion Sinn ergibt und wie man sich für eine Übernahme und weitere Karriereschritte selbst positionieren kann.

Daran schloss eine Informationsmesse an, bei der man sich an verschiedenen Stationen über die Angebote des Konzerns schlau machen konnte. Mit dabei waren Kollegen von der Patentrecherche und dem Ideenmanagement, von Information Research, Technology Watch und von Weiterbildungsmöglichkeiten wie CAReer und Daimler Academic Programs.

Zum Abschluss gab es ein reichhaltiges Abendessen und leckere Cocktails zu Musik von einem DJ. Wie schon den ganzen Tag über bestand hier wieder die Möglichkeit, sich auszutauschen und andere Doktoranden kennenzulernen. Und zum Schluss wurde sogar getanzt.

Der erste Doktorandentag war ein ganz besonderes Ereignis. Zum Schluss bleibt nur, allen Organisatoren und Helfern einen großen Dank auszusprechen für das Geleistete. Und natürlich der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass das nicht der letzte Doktorandentag gewesen ist.


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