Unternehmen sucht Nerd

Daimler Business Innovation auf der re:publica 2012

Früher war die re:publica eher ein Treffen der Nerds. Spätestens mit dem Umzug in die „Station“ und den weit über 4.000 Besuchern ist sie die bedeutendste deutsche Konferenz im Bereich soziale Medien und digitale Gesellschaft.
Motto der diesjährigen Veranstaltung war ACT!ON: Technische Neuerungen vorantreiben, Themen wie Mobilität diskutieren, interaktive Designs entwickeln, sowie gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen (mehr lesen).

„Action“ wollten auch wir vermitteln. Fragestellungen rund um Mobilität standen im Mittelpunkt unseres Standes mit dem Leitmotiv „In der Bewegung zu Hause“ – wobei unsere Präsenz auf der re:publica erst einmal etwas ungewöhnlich war. Keine Fahrzeuge, vielmehr eine Installation: Eine insgesamt 8 Meter breite Spiegelwand, auf der die Mobilität der Gegenwart mit den daraus resultierenden Herausforderungen dargestellt war. Durch die Spiegelfläche wurde der Besucher des Standes als Teil der mobilen Welt mit in die Verantwortung genommen.
Dahinter lag eine zweite Wand, die ausschließlich mit einem navigierbaren Lichtobjekt erkundet werden konnte und einen Ausblick auf die Mobilität der Zukunft bot.
Ziel der Installation: Dialog – ehrlich, offen und ideologiefrei. Wie werden wir uns in der Zukunft bewegen? Was wird Mobilität zukünftig überhaupt bedeuten? Verändert das Internet unsere Mobilitätsbedürfnisse? Welche Rolle spielen dabei Smartphones? Welche Möglichkeiten bietet die intelligente Vernetzung von Mobilitätsdiensten?

Die Reaktionen beim Betreten des Standes reichten von Lob  – „Ihr habt es wirklich verstanden, wie ein Unternehmen hier auftreten sollte“, über Begeisterung “Der schönste Stand auf der re:publica“, bis zu Skepsis „Normalerweise würde ich niemals zu einem Daimler-Stand gehen, aber euer Low-key-Ansatz spricht mich an.“. Die Gespräche waren für uns wertvoll und lieferten uns viele, interessante Einblicke. Die angestellten Gedankenspiele über die Zukunft der Mobilität erwiesen sich meist als „brainteaser“, die auf beiden Seiten althergebrachte Sichtweisen in Frage stellten.
Daimler Experten gaben am Stand und im Rahmen einer Keynote und eines Workshops Ausblicke auf Mobilitätsdienste der Zukunft. Alexander Mankowsky, Futurologe der Daimler AG und Referent auf der re:publica, zeigte sich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit mit der „ doch recht schwere“ Themen behandelt wurden. Die Themen reichten von Perspektiven der Blogger-Gemeinden im Spannungsfeld von Ökonomie und Ethik, über den Sprung von der virtuellen in die dingliche Welt bis hin zur „großen Politik“ im Netz. „In unserem Workshop ‚In der Bewegung zu Hause‘  hat mich die emotionale und intellektuelle Offenheit der Teilnehmer begeistert“, meint Alexander Mankowsky und sagt er wolle gerne „wiederkommen.“

Warum engagiert sich Daimler aber eigentlich auf der re:publica? Als Teil der Gesellschaft und als Mobilitätsanbieter sehen wir unsere Aufgabe darin, die Mobilität der Zukunft aktiv mitzugestalten und zu verbessern. Der Bereich Business Innovation, das Daimler Lab für innovative Geschäftsmodelle, arbeitet beispielsweise an verschieden Mobilitätsdiensten und forciert deren intelligente Vernetzung in urbanen Räumen.
car2go ist eines der Geschäftsmodelle, die wir bei Business Innovation erfolgreich ins Leben gerufen haben. Wir haben uns natürlich gefreut, dass das Timing mit dem Start von car2go in Berlin so gut geklappt hat: Seit dem 26. April ist mit insgesamt 1.000 smart fortwo die weltweit größte car2go Flotte in Berlin im Einsatz. Da lag es nahe, dass die car2go Kollegen ebenfalls an unserem Stand präsent waren.

Während der drei Tage andauernden re:publica haben wir durch die Diskussion mit den Teilnehmern immer mehr den Eindruck gewonnen, dass Innovation gerade dort entstehen kann, wo Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen die Freiheit haben zu diskutieren. Denn gerade dort, wo diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinander treffen, entstehen in kontroversen Diskussion neue Ansätze und Impulse.

Ein ganz herzliches Dankeschön von uns für die Diskussionen, das kreative Feedback, die Anregungen und natürlich auch die kritischen Stimmen auf der re:publica! Wir haben sehr viel gelernt und werden daran arbeiten, die Impulse aufzunehmen und weiterzuentwickeln.
Für uns ist die Diskussion nicht vorbei. Wir würden uns freuen, im Dialog zu bleiben und freuen uns über Eure Kommentare hier im Blog oder via Twitter @Daimler_BI.

Übrigens: Ab heute sind wir für zwei Tage auf dem 2. Teil der Berlin Web Week, der NEXT Berlin.

Ich bin Verfasser des Beitrages – der gesamte Auftritt in Berlin aber beruht auf einer großartigen Teamleistung. Ein besonderes Dankeschön an Kerstin Heiligenstetter und Wolfgang Gruel!

Alexander Kölpin, Gründer der Berlin Web Week, berichtet in folgendem Video über die re:publica 2012

©Video n24.de


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
Bisher keine Bewertungen.
Bitte warten...

Tags: , , , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Dieser Artikel wurde von geschrieben.

Lernen Sie weitere Autoren kennen oder lesen hier mehr über das Blog.

Die letzten 5 Kommentare

  1. Christopher Street Day: In eigener Sache

    Frank Weber: Lieber Herr Matthies, vielen Dank für das freundliche Telefonat. Vielen Dank aber...

  2. Wenn es die IAA nicht gäbe, müsste man sie jetzt erfinden!

    Sascha Pallenberg: Ach Edith, nicht ich haette dir was ueber das Blogging erzaehlen muessen, du...

  3. Im Oldtimertaxi durch die Berliner Nacht

    Taxi Tübingen: Sehr gute Taxi, in Tübingen bzw. Baden-Württemberg gilt keine Farbvorschrift, ein...

  4. E-Klasse T-Modell: Willkommen in der Produktion!

    Taxi Tübingen: Sehr gute und detailliertes Artikel.

  5. Lab1886: Schneller von der Idee zum Produkt

    Thomas: @Merve: „Bepperle“ ist falsch. Im schwäbischen gibt es kein doppel P, wenn...