„Off Duty“: Viel Energie für den guten Zweck

Unsere Mitarbeiter sind nicht nur während ihrer Arbeitszeit motiviert, sondern engagieren sich oft auch in ihrer Freizeit in anderen, teilweise außergewöhnlichen Projekten. Diese wollen wir in der Reihe “Off Duty” kurz vorstellen.

Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß e.V.Um was geht’s?

Es geht darum im Rahmen der Möglichkeiten eines Einzelnen, etwas an das soziale Umfeld zurückzugeben. Und das selbst Erreichte zu nutzen, aber auch Vorbild und Motivator für Andere zu sein, um einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Dies ist möglich, sowohl durch aktive Mitarbeit im sozial engagierten Verein Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß e.V. als auch im Sportverein FSV Buckenberg e.V.

Wie kam es dazu?

Zur Zeit der Gründung der Elterninitiative in Pforzheim im Jahre 2000, war das soziale Zusammenleben speziell im Stadtteil Buckenberg-Haidach, in dem der Verein hauptsächlich aktiv ist, geprägt von einer multikulturellen Einwohnerschaft, die sich in Vielzahl einzelner Gruppen spaltete. Der Stadtteil war sozialer Brennpunkt in einer Stadt, die selbst im Vergleich zu anderen Städten als Problemfall gesehen wurde. Gewalt, Kriminalität und Drogenkonsum waren alltäglich, auch unter den jüngeren Jugendlichen.
Zudem war ein klarer Unterschied im Verhalten der Jugendlichen, die im Sportverein FSV Buckenberg organisiert und Mitglied waren und den anderen Jugendgruppen, erkennbar. Die Elterninitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktiv auf die Jugendlichen zuzugehen, um den Problemen in persönlichen Gesprächen entgegenzuwirken. Dabei helfen einzelne Jugendliche, die Mitglieder des Vereins sind und zugleich Teil der Jugendgruppen, beim Vermitteln.

Ich selbst war glücklicherweise Teil des Sportvereins und somit geschützt durch die Gruppenzugehörigkeit. Ehrenamtliche Eltern und Trainer vermittelten uns grundlegende Werte wie Respekt, Disziplin, Ausdauer, Zielstrebigkeit und Hilfsbereitschaft, ohne die es damals im Vereinsleben nicht ging und heute in allen Bereichen des Lebens nicht geht.
Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß e.V.Auf der anderen Seite hatten wir außerhalb des Vereins jedoch auch Kontakte zu Freunden, die Mitglieder anderer Jugendgruppen und nicht im Sportverein waren. Ich habe somit beide Welten kennengelernt und bin zwischen diesen aufgewachsen und habe meinen Weg gefunden. Einige meiner Freunde dagegen sind schon sehr früh dem Drogenkonsum zum Opfer gefallen, unter anderem auch Mannschaftskameraden aus dem Sportverein. Wenn man im Alter von 14 Jahren einen Freund zu Grabe trägt, der noch vor wenigen Tagen mit auf dem Fußballplatz stand, dann prägt das einen Menschen. Ich denke das ist der Grund, warum ich nie vergesse, woher ich komme und weshalb ich gerne Energie in die soziale Arbeit stecke. Ich versuche jedoch Synergien zwischen den Dingen zu finden, die ich mache. Wenn ich meine Stärken aus der Tätigkeit bei Daimler anwende und Projekte im Vereinsleben organisiere, Administrator der Vereinswebseiten bin, dann fällt mir diese Arbeit leicht und macht Spaß. Zudem fotografiere ich viel, vor allem Hochzeiten. Das geschulte Auge hilft mir natürlich den wertvollen Beitrag, den der Verein leistet, ebenfalls mit der Kamera ins beste Licht zu rücken, so wie ich es eben auch für „Wir bewegen was“ bei der Bewerbung um das Projekt getan habe. Im Sportverein kann ich als Trainer anderen Selbstvertrauen und Struktur mitgeben, zugleich meine eigenen Führungsqualitäten schulen und soziale Fähigkeiten trainieren. Es ist also ein Geben, für das ich auch etwas bekomme.

Was waren die Highlights?

Es ist jedes Mal ein Highlight, wenn die soziale Arbeit gewürdigt wird, aber noch vielmehr, wenn man Dankbarkeit von den Menschen erfährt, für die man sich engagiert. Der Verein Elterninitiative wird meist ein bis zwei Mal pro Jahr vom Land Baden-Württemberg, lokalen Institutionen und manchmal sogar von höherer Stelle geehrt. Der Sportverein hat mit Uwe Hück (Betriebsratsvorsitzender bei Porsche) einen Einflussreichen Faktor der Unterstützung. Für mich selbst jedoch war der Höhepunkt die erfolgreiche Bewerbung bei „Wir bewegen was“. Als Teil von Daimler und mit der Unterstützung des Konzerns hatte ich nun die Möglichkeit, durch die Vereinsarbeit Hilfe an die Menschen zu bringen, die es benötigen.

Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß e.V.Wie motivieren Sie sich nach acht Stunden Arbeit?

Da sich die Aufgaben in der sozialen Arbeit doch weitestgehend unterscheiden, sorgen sie für Ausgleich und Erfolge und sind meist schnell erkennbar. Das trägt natürlich dazu bei, dass man selbst motiviert bleibt. Ich kann generell nicht wirklich ruhig sitzen und muss meine Energie irgendwie sinnvoll „verschwenden“… bei der Arbeit und eben auch danach. Nur den Dienst nach Vorschrift zu leisten, das füllt mich nicht aus. Vor allem kreative Beiträge leiste ich gerne on top.

 

Wie geht’s weiter?

Innerhalb der Elterninitiative fallen regelmäßig Arbeiten an der Webseite und Erstellung von Kommunikationsmedien an. Zudem unterstütze ich den ersten Vorsitzenden des Vereins mit der Vorbereitung von Präsentationen, wann immer er über die Vereinsarbeit referieren muss. Im Sommer steht auch wieder ein großes Fest an, bei dem mehrere Generationen des Stadtteils gemeinsam feiern werden und das Geld in die Kassen des Vereins schwemmt, da sonst die wöchentlichen Kurse und Jugendgruppen nicht finanziert werden könnten. Jede Teilnahme ist für die Jugendlichen kostenlos und wird durch die Arbeit des Vereins selbst getragen. Dasselbe gilt für regelmäßige Seniorenabende.
Aktuell zeigt es sich auch wieder, dass man ständig präsent sein muss und aktiv auf die Jungendlichen zugehen muss, um eine Verbesserung der sozialen Situation im Stadtteil zu erreichen. Probleme mit einzelnen Jugendlichen führten unlängst zu Aufsehen und Medienrummel in der lokalen Presse. Die Vertreter des Vereins und die lokale Polizeidirektion arbeiten jedoch seit Gründung des Vereins gemeinsam Hand in Hand an der Lösung dieser Probleme, aktueller Videobeitrag hierzu siehe unten. Somit ist sicher, dass auch in Zukunft soziales Engagement gefragt sein wird.

Was arbeiten Sie beim Daimler?

Ich arbeite als Projektmanager in der IT-Infrastruktur. Die letzten 3 Jahre über im Bereich Nordamerika und seit Beginn des Jahres für die Mercedes-Benz Bank und Daimler Financial Services. Ich bin über das CAReer Programm Mitarbeiter geworden, war aber auch davor schon über meinen Vater und viele Verwandte, die in Sindelfingen arbeiten, immer mit dem Unternehmen eng verbunden. In den letzten 2 Jahren habe ich zudem nebenher mein Master in Business Management an der Leeds University Business School (UK) gemacht, da ich unter Umständen in Zukunft neben der IT auch andere Bereich des Unternehmens kennenlernen möchte.

Erfahren Sie mehr über die Elterninitiative Buckenberg-Haidach im folgendem Video:

©Video PZ-news.de


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