Der Kreativität mal freien Lauf lassen…

Das am besten gehütete Geheimnis eines Fahrzeug-Herstellers ist immer die neue Generation der Produkte. Bekanntermaßen entstehen diese im Design und in der Entwicklung. Erst kurz als Praktikantin hier im Unternehmen wurde mir schon die Ehre zuteil bei der Vorbereitung und Realisierung des Setra Design Workshop die „heiligen Hallen“ des Produkt-Designs von Daimler Buses betreten zu dürfen. Eine fremde Welt für mich als Künstlerin mit reiner „Schulkunstausbildung“.

Setra ComfortClass 500Wozu der Workshop stattfand? Das ist doch klar: Dieses Jahr wird die neue Setra ComfortClass 500 vorgestellt. Zu diesem Anlass sollten sich Journalisten in vier Zyklen an vier Tagen einmal die gleichen Gedanken wie die Designer machen und Überlegungen anstellen, wie die neue Baureihe optisch gestaltet werden kann.

Erfahrungsgemäß vertragen sich ein leerer Magen und geistige Kreativität nicht sehr gut und so startete jeder Tag für alle Journalisten und das Team mit einem Mittagessen. Gut gestärkt ging es anschließend mit allen Teilnehmern des Workshops in den gut bewachten Design-Bereich. Hier gab es einen kleinen Exkurs in die kreative Welt des Omnibusdesigns, in der, vielfach zum Leidwesen der Designer, das Kredo herrscht „form follows function“ und dementsprechend „das Rad nicht komplett neu erfunden“ werden kann. Allerdings konnte auch ich unter Begleitung eines Designers bei einem eigenen Entwurf feststellen, wie viel trotz der vorgegebenen „Röhrenform“ gestaltungstechnisch bei einem Omnibus möglich ist. Denn selbst ein kleines Detail, wie die veränderte Form eines Scheinwerfers kann einem Bus ein völlig anderes Aussehen verleihen.


Nach der Einleitung von Mathias Lenz dem Chef-Designer und den Hinweisen zu den Stärken und auffälligen Merkmalen der Setra Omnibusse, wie Individualität, das Emblem bei der Seitenansicht oder hängende Außenspiegel, ging es in kleinen Gruppen für die Journalisten an die Arbeit, die neue ComfortClass 500 gerade an diesen wesentlichen Punkten neu zu gestalten. Jeder Gruppe wurde jeweils von einem Designer zeichnerisch unter die Arme gegriffen. Faszinierend war dabei zu beobachten, wie die Designer zum Einen einige sprachliche Hürden (aufgrund verschiedener Nationalitäten) als auch die oft etwas diffusen Anweisungen der Teilnehmer zur Zufriedenheit Aller umsetzten.
Meiner Ansicht nach fanden alle Journalisten mit der Zeit Spaß daran, aktiv an der Entstehung eines neuenOmnibusses mitwirken zu können und die, wohl schon länger gehegten Träume, zumindest einmal auf dem Blatt Gestalt annehmen lassen zu können. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die „Edizione Otto“ der italienischen Journalisten-Gruppe, die ihre Verbundenheit zu den Wurzeln des Setras bei Otto Kässbohrer unter anderem mit einem überdimensionalen „K“ als Seiten-Emblem Ausdruck verliehen.

Setra ComfortClass 500

Als Abschluss der Tagesveranstaltungen wurden die einzelnen Entwürfe der Gruppen allen Teilnehmern vorgestellt und vom Chef-Designer noch einmal genauer analysiert. Auffällig dabei war, dass bei allen Entwürfen das Merkmal „dynamisch“ formbestimmend war. Da bleibt von meiner Seite nur noch die Frage zu stellen, ob da nicht etwas in der Luft liegt?

Als Fazit bleibt mir nur noch zu sagen, dass es für mich eine gelungene erste Veranstaltung war und ich sage: „Immer wieder gerne!“


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