TEDx – Visionen neu gedacht

TEDx? Was ist das? Um es herauszufinden besuchte ich die erste TEDx, die ihr Debüt in Stuttgart feierte. Schnell befand ich mich inmitten einer lokal, eigenständig organisierten Konferenz, in deren Rahmen Menschen zusammen kommen, um wertvolle Ideen miteinander zu teilen und regional sowie weltweit zu verbreiten. Schließlich werden bei einer TEDx-Veranstaltung  neue Verbindungen zwischen Menschen, Themen und Unternehmen geknüpft. Auf mich wirkte das ganze ein wenig wie ein „Reality Facebook“ oder Google+.

Das Kürzel steht übrigens für Technology, Entertainment und Design, aber das galt für die Teds der neunziger Jahre, als sie noch ein Treffen der Silicon-Valley-Elite in Monterey war. Inzwischen findet die eigentliche Ted im kalifornischen Long Beach statt und der Themenkreis wurde um Natur- und Geisteswissenschaften, Menschenrechte, Film, Musik und Kunst erweitert. Stuttgart bildet somit unseren lokalen Ableger und eine attraktive Bühne für Vordenker getreu der der Veranstaltung zu Grunde liegenden Gedanken: „Ideas worth spreading“.

Durch die Kombination aus Rednern auf der Bühne, ausgewählten TED-Talk-Videos und natürlich dem geladenen Publikum entstanden leidenschaftliche, spannende Diskurse und humorvolle (oft neue) Einsichten.
Die Regeln für die Redner sind einfach – eine Idee, eine Bühne, eine Projektionsfläche, gute 20 Minuten Zeit. Und schon geht’s los. Die „Konkurrenz“ ist vielfältig. Die meisten, die hier vortragen haben im Leben bereits viel bewegt.

Auf die Frage, was auf der TEDx eigentlich behandelt wird, gibt es keine einfache Antwort. Kollegen haben immer wieder ein paar Schlagworte ins Spiel gebracht – Woodstock der Ideen, oder das Davos der Weltverbesserer.

Wenn das hier Woodstock war, dann ist der Initiator Martin Drognitz der Jimi Hendrix des Optimismus.
Nach seiner Begrüßung hatten die Redner ihren Auftritt. Abwechslungsreich und bunt gemischt waren die Themen. So wurde mir ein Potpourri von intelligenten Städten der Zukunft, extremer Landschaftsarchitektur, innovativem Lichtdesign und studentischen Visionen, die Ihren Weg in die Realisierung fanden, geboten.

Erfrischend, ja ich bin hier vorbelastet, war der Vortrag des Kollegen Andreas Leo zum Thema „Innerstädtische Mobilität neu gedacht“. Anschaulich regte er zum Nachdenken an und schaffte es einen Bogen zu spannen zwischen alten Stereotypen wie: „Am liebsten möchte ich nichts verändern, aber sauber sollte es sein“ hin zu geteilter Mobilität als Ansatz für Lösungen und intermodaler Vernetzung, bei der die unterschiedlichsten Bedürfnisse an Verkehrsmitteln berücksichtigt werden. Logisch das in diesem Zusammenhang auch car2go und car2gether genannt wurde.

Für mich schloss sich nun der Kreis auch wieder und mir wurde klar, warum sich Daimler hier als Sponsor einbrachte. Es ist wichtig, seine Themen nicht nur auf den Webportalen präsent zu halten, sondern man muss über neue Formate, wie zum Beispiel die re:publica nachdenken und dorthin gehen, wo Querdenker und Multiplikatoren sitzen, die reflektieren und getreu dem Motto „ideas worth spreading“ Visionen über die Stadtgrenzen hinaustragen.

Am Ende der Veranstaltung stellt sich für mich ein Zustand mentaler Erschöpfung ein. „Ted Lag“ nennen sie diesen Kater der Reizüberflutung. Nachdenken werde ich später.

Hier noch ein paar Video-Highlights vergangener TEDx:


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