Hitzeschlacht in Upington

TV- und Fotoaufnahmen der letzten Sommererprobung des smart fortwo electric drive 3. Generation

smart edEs ist heiß in Upington. Wir kommen zum letzten Tag der letzten Sommererprobung des smart electric drive 3. Generation an, und es sind ca. 38 °C im Schatten. Schatten gibt es hier aber nicht besonders viel. Die Kollegen, die ihr Erprobungsprogramm erfolgreich abgeschlossen haben, packen zusammen und werden morgen abreisen.

Wir haben mit den Stuttgarter Kommunikationskollegen vereinbart, die Zeit bis zur anstehenden Vorstandsabnahmefahrt fünf Tage später zu nutzen, indem wir einem TV-Team von VOX und einem Redakteur der Bild am Sonntag einen Einblick in die Erprobung von Elektrofahrzeugen bieten. Dazu haben wir geplant, einige zusätzliche Messfahrten in unserem Erprobungsprogramm zu wiederholen und den Journalisten etwas Hintergrund zu vermitteln. Warum müssen Electric Vehicles (EVs) nach Südafrika? Warum soll der smart eine schlechte Schotterstrecke mit hohem Tempo entlangbrettern? Warum lässt man ein Auto solange in der prallen Sonne stehen, bis die Luft im Innenraum auf über 60°, die Oberflächen sogar noch deutlich heißer erwärmt sind? Im Laufe der nächsten drei Tage sollen diese und viele weitere Fragen beantwortet werden.

Das TV-Team, das wir am nächsten Morgen treffen, stellt sich als sehr angenehm und professionell heraus, der Ablauf des ersten Dreh-/ Testtages ist schnell besprochen. Es geht zunächst mal darum, Fahraufnahmen in der Umgebung der Werkstatt zu machen und dabei auf die Besonderheiten einer Hitzeerprobung einzugehen. Es stellt sich allerdings schnell heraus, dass „Fahraufnahmen“ eine freundliche Übertreibung ist. Mit dem zahllosen hin- und herfahren um den jeweiligen Kamerastandort steigt der Stromverbrauch des smart in astronomische Höhen. Auch die Offroad-Qualitäten werden immer wieder strapaziert. Dafür bekommen wir aber auch einige Büffel und Springböcke mit aufs Bild.

Am zweiten Tag geht es dann endlich auf eine „richtige“ Messfahrt, zumindest wird der Messrechner angeworfen, um mit einigen eindrucksvollen Kurven zu beschreiben, dass die EVs mit der Hitze weniger Probleme haben als wir. Es machen sich nämlich die ersten Hitzeschäden bei Kameramann und Toningenieur bemerkbar, die beide den ganzen Tag in der Sonne ihr Equipment herumschleppen. Derweil hat der Redakteur der Bild ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn ein Auto in der Sonne auf über 60° Innenraumtemperatur aufgeheizt ist. Er kann den Beginn des Klimaanlagentests kaum abwarten. Als dann auch noch das Bier beim Abendessen warm ist und wir bei der Bedienung eher Unverständnis für unseren Wunsch nach kaltem Bier ernten, ist endgültig klar, dass wir für diese Temperaturen nicht gemacht sind.

Sonntag ist der letzte Drehtag, und das Team gibt noch mal alles, um uns abzukochen. Die abschließenden Interviews müssen aus Beleuchtungsgründen natürlich in der prallen Sonne stattfinden. Die ständigen Unterbrechungen wegen Windböen, dem Radio aus dem in der Nähe abgestellten Truck, Fliegen, die ums Mikro summen, oder simplen Versprechern, lassen einen eher an „Verstehen Sie Spass“ als an ein ernsthaftes Interview denken.

Wir glauben, dass der smart electric drive 3. Generation  einen sehr guten Eindruck gemacht hat, die Beiträge bei Auto Mobil und in der BamS sollten zeigen, dass wir EVs genauso gründlich unter Extrembedingungen erproben wie konventionell angetriebene Fahrzeuge. Dass das Ganze im Anschluss an die eigentliche Erprobung stattgefunden hat, führte dazu, dass bis auf zwei Kollegen unserer Entwicklungswerkstatt  die meisten Experten, die die Autos tatsächlich erproben, nicht mehr vor Ort waren, es wäre allerdings während der Aufnahmen auch kein regulärer Erprobungsbetrieb möglich gewesen.

Als wir am Montag abreisen ist es immer noch heiß. Für Mitte der Woche ist Regen angesagt.

Am Sonntag, dem 18. März, um 17 Uhr ist das Endprodukt der Dreharbeiten bei „Auto Mobil“ auf VOX zu sehen.


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