GASTBEITRAG: Der erste Kontakt mit dem neuen SL

Das neueste Roadster-Modell von Mercedes-Benz, der Mercedes-Benz SL in der aktuellen Generation kommt im März zum Händler. Interessierte können jedoch bereits jetzt das Fahrzeug mit dem internen Baureihencode R231 betrachten: in Stuttgart im Mercedes-Benz Museum. Das Luxuscabrio steht dort im Rahmen der Ausstellung „Zeitlos – 60 Jahre Mercedes-Benz SL“ als momentan aktuellstes Modell zur Betrachtung bereit.

Anlässlich einer Preview am vergangenen Sonntag nutzte ich die Möglichkeit bereits vorab, mir einen optischen – ersten Eindruck – des Fahrzeuges zu verschaffen.
Zusammen mit meinen Kollegen Philipp Deppe standen wir so nachmittags, nachdem ein letztes Fernsehteam seine Aufnahmen in der Ausstellung erledigt hatten, alleine im noch geschlossenen Ausstellungsraum  und nutzten rund 3 Stunden, um die Ausstellung – und natürlich den neuen SL – einer genauen Prüfung zu unterziehen.

Der neue SL 500

Nachdem sich Philipp zuerst den Fotoaufnahmen der Ausstellung widmete, blieb mir Zeit, den ersten Kontakt mit dem neuen Luxus-Roadster von Mercedes-Benz anzugehen.

Ein erster Rundgang um den SL 500 (V8, 435 PS und 700 Nm). Die Blicke gehen auf die TÜV-Plakette des Kennzeichens am Fahrzeug:  Oktober 2011.  Es stand da also einer der Testwagen vor mir, die noch mühsam per Hand zusammengesetzt worden sind. Die Serienproduktion startet hier normalerweise später. Der erste Eindruck bestätigte sich dann auch bei näherer Betrachtung, am Unterboden fanden sich Klebereste. Vor mir stand also definitiv ein Testwagen, der vorab noch getarnt werden musste. Dem Produktionsgrad des Fahrzeuges tut das aber keinen Abbruch: das Modell entspricht trotzdem der Serienfertigung.

Mein Hauptaugenmerk, was ich mir beim Fahrzeug ganz genau anschauen wollte: die Frontscheinwerfer, die beim neuen Roadster durch die optisch „dicker“ kommende Lichtfackel von Blinker und Positionslicht am meisten auffallen  – und schon für reichlich Diskussionsstoff auf verschiedenen Internetseiten sorgte. Bereits vorab wurde ich darauf hingewiesen, dass „der Hauptscheinwerfer auf Bildern nicht so wirkt, wie in der Realität“. Dieses kann ich nach dem ersten Kontakt mit dem neuen SL auch bestätigen. Durchaus: Der Blinker und das Positionslicht sind ein optisches Merkmal am neuen SL,  was nicht jedem gefallen wird – zumindest am Anfang.  Bei mir muss ein neues Design auch erst mal „wirken“. Es benötigt bei mir persönlich immer eine gewisse Art der Gewohnheit, bis ich mir eine Meinung dazu bilden kann.  Auch am neuen SL – dessen Kürzel übrigens  für „Super-Leicht“ stehen – ist dieses bei mir der Fall.

Betrachtet man den Roadster von vorne, fällt die leichte Pfeilung der Frontpartie  auf – zusätzlich mit der markanten, komplett neu designten Motorhaube ist der Vorbau für mich in der Gesamtheit ein Leckerbissen.

Auch das Heck des neuen SL ist gelungen und bildet einen guten optischen Abschluss. Öffnet man den Heckdeckel, öffnet dieser nicht nur weit – bei offenem Verdeck kommt mir das Dach parallel leicht, schräg, entgegen – sodass ich erheblich leichter in den Kofferraum greifen kann.  Bei geöffnetem Verdeck stehen 364 Liter Kofferraumvolumen zur Nutzung bereit. Insgesamt ist der SL  auf Grund seines exklusiven Charakters für mich kein Alltagsfahrzeug – und wird er auch nie werden. Muss er aber auch nicht.

Mein Interesse am Innenraum ist dann erheblich geringer  – ganz im Gegenteil zum Exterieur-Design: Luxus und edle Stoffe/Materialien, wie man es beim SL gewohnt ist, so präsentiert sich auch die aktuelle Generation. Einen genauen Blick in den Fahrgastraum spare ich mir auf, bis ich zum ersten Mal den Schlüssel des Fahrzeuges selbst umdrehen kann, um die erste Probefahrt mit dem „Super-Leicht“ zu starten. Passieren wird es – nur hoffentlich bald.

Markus Jordan, Finanzwirt und Blogger bei Mercedes-Benz Passion Blog


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