Mobil auf zwei Rädern

Wie werden wir in Zukunft zur Arbeit kommen? Wie zum Sport oder zum Einkaufen? Die Autos werden immer größer, die Motoren haben immer mehr PS aber der Weg zur Arbeit dauert immer länger. Zu volle Straßen, zu viele Staus, zu viele Behinderungen. Dazu kommt die Parkplatzsuche. Ein weiterer Aspekt: Die Arbeitnehmer werden im Schnitt älter.

Daimler e-LadestationAuch wir MitarbeiterInnen machen uns Gedanken und suchen nach Alternativen. Sicher, häufig ist das Auto das Verkehrsmittel der Wahl, aber nicht immer. Gerade wenn der Weg zur Arbeit eine überschaubare Länge hat, denken viele über ein Fahrrad nach, doch ich kann doch nicht verschwitzt zur Arbeit kommen. Oder mir ist das auf Dauer doch zu anstrengend, schließlich ist man keine 20 mehr. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Warum nicht einmal ein e-bike oder ein Pedelec also ein Fahrrad mit Hilfsmotor, das bei jedem Tritt in die Pedale etwas mithilft, ausprobieren. Völlig kostenlos und unverbindlich ein paar Wochen ausprobieren, ob das was für mich ist. Wenn nicht, kann ich das e-bike wieder abgeben, wenn ich davon überzeugt bin, dann kaufe ich mir vielleicht eines.

Das wäre doch ein tolles Angebot für unsere Kollegen, so dachten wir uns, die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt der Daimler-MitarbeiterInnen (AKU). Schon war die Idee nicht mehr aus unseren Köpfen zu bekommen. Die Umsetzung erwies sich dann jedoch als nicht so einfach, wie wir es uns gedacht haben.

Doch manche Probleme werden kleiner, wenn man sie Schritt für Schritt angeht. So haben wir uns erst einmal einen Experten ins Haus geholt, der uns Mitte Juli im Zuge einer AKU-Veranstaltung in Untertürkheim den Stand der Technik, den Nutzen und die Grenzen der Mobilität mit einem e-bike erklärt hat. Zu Gast war die Fa. Ansmann mit zwei kompetenten Mitarbeitern, die allen Interessierten erklärt haben welche Vor- und Nachteile Antriebe am Vorderrad, am Hinterrad oder in der Fahrradmitte haben, wie man einen Li-Ionen-Akku richtig lädt und vieles mehr. Die Fragen gingen nicht aus und wer sofort aufs e-bike steigen wollte, konnte auch dies in den Weinbergen von Stuttgart noch am selben Abend tun.
Nach dieser technischen Auftaktveranstaltung gingen wir an die Umsetzung der Idee, nicht nur die Fahrräder zum Ausprobieren anzubieten, sondern auch noch gleich den Strom zum Laden der Akkus zur Verfügung zu stellen – eine e-bike Tankstelle sollte es werden. Dazu musste natürlich die Werksleitung überzeugt werden.

Keine leichte Aufgabe, dachten wir, doch wie das Ergebnis zeigt, war man auch hier der Sache gegenüber aufgeschlossen. Sicher nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass wir im eigenem Haus auch bald ein e-bike der Marke smart anbieten werden. So ist die erste e-bike Tankstelle der Daimler-AG, direkt vor dem Haupteingang des Werkes Untertürkheim entstanden. Im November 2011 konnten wir sie feierlich eröffnen. Außer den vielen interessierten Kollegen und Pressevertretern, kam Frau Dr. Winkler von smart, Herr Rentschler als Vertretung der Werksleitung, sowie Herr Nieke als Vertretung des Betriebsrates, um einige Grußworte zur Eröffnung der e-bike Tankstelle zu sprechen.

O-Töne:

Dr. Annette Winkler, Leitung smart

Wolfgang Nieke, Betriebsrat

Martin Rentschler, Centerleiter

Diese Tankstelle besteht aus 6 Boxen, in denen die Akkus der e-bikes während des Ladevorgangs eingeschlossen werden können. So sind die Akkus geschützt. Kühlen im Winter nicht aus und können während der Arbeitszeit wieder vollständig aufgeladen werden, so dass man nach getaner Arbeit sicher nach Hause radeln kann. Zurzeit stehen zwei e-bikes der Fa. Ansmann und ein Elektroroller zum Probebetrieb zur Verfügung. Versprochen wurden uns für das Frühjahr 2012 einige smart e-bikes, die bis dahin zur Verfügung stehen sollen. Dann haben noch mehr Kollegen und Kolleginnen gleichzeitig Gelegenheit, dieses neue Fahrgefühl zu erleben. Inzwischen haben wir 128 Anfragen von MitarbeiterInnen die gerne schnell diese Technik praktisch erproben wollen.

Bleib zum Schluss die Frage aus Sindelfingen: Wann bekommen wir so eine e-bike Tankstelle? Auf diese Frage gibt es heute noch keine Antwort. Vielleicht im nächsten Jahr? Wir würden uns freuen!


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