Simulation der Extreme

Der M-Klasse Off-Road Parcours auf dem Gelände Untertürkheim

Die M-Klasse auf der SchrägeTür auf. Tür zu. Den Schlüssel ins Schloss gesteckt. Motor gestartet. Und es geht los. Das rechte Vorderrad der M-Klasse bahnt sich seinen Weg auf der Verschränkung. Das linke schwebt in der Luft bis es nach endlos scheinenden Sekunden Boden unter seinem Profil fasst. Doch nun sind sowohl rechtes Vorder- als auch linkes Hinterrad in der Luft. Zeit für das Elektronische Tranktions-System (ETS), das nur die Räder antreibt, die tatsächlich auf dem Boden greifen. Durchdrehende Reifen gehören damit der Vergangenheit an. Der Wagen kippt hin und her. Es ist als würde man die kenianische Straße von Mombasa nach Nairobi bestreiten, auf der es Schlaglöcher gibt, die so groß sind, dass Kleinwagen darin verschwinden können.

Nach ein paar Minuten stehen alle vier Räder der M-Klasse wieder auf dem Boden. Die nächste Herausforderung wartet schon. Die Wippe. Das Gas ganz langsam dosieren, bis der Kipppunkt erreicht ist. „Dank der technischen Ausstattung gibt es für jedes Manöver ein elektronisches Highlight. Es ist der Wahnsinn“, ist Mathias Stöcklein aus der Aufladung von den sechs Fahrprogrammen des On-Off-Road-Pakets begeistert. Die Geländestufen der M-Klasse lassen ein gefühlvolles Fahren zu, sodass die Wippe nur ganz langsam kippt und dann den Wagen für das nächste Element entlässt.

Der Unimog wartet schon, groß und triumphal mit seiner 50 Prozent Steigung und der ebenfalls 50 Prozent steilen Abwärtsrampe, die es nun zu bestreiten gilt. Der Herzschlag geht schnell, die Endorphine schießen einem durch die Synapsen und die Hände sind etwas verschwitzt, aber dank der ausgebildeten Instruktoren der Mercedes-Benz Off-Road GmbH, die jeden Schritt vom Beifahrersitz aus begleiten, fühlt man sich sicher und gut aufgehoben. Es geht rauf und das so steil, dass man plötzlich im Auto liegt. „Es ist als würde man in den Himmel fahren“, sagt Nadine Weber aus dem Support-Team. Als der Aufwärtspart geschafft ist, führt der einzige Weg weiter: hinab. Die Rampe ist so abschüssig, dass man das Gefühl nicht loswird, sich jeden Moment unangespitzt in den Boden zu bohren. Selbstverständlich passiert das nicht, denn die Downhill Speed Regulation (DSR) ist genau für solche Situationen ausgelegt.

Nachdem der Wagen wieder sicher auf dem Boden der Tatsachen gerollt ist, kommt das letzte Element der mobilen Off-Road Strecke. Die Schräge. Sie sieht, so von außen betrachtet, sehr harmlos aus. Sobald die 24° jedoch befahren werden, stellt sich heraus, wie verkehrt man doch lag. Der Horizont neigt sich und es fällt schwer, gerade zu sitzen. „Das sind Eindrücke, die man sonst beim Fahren eigentlich nie hat“,  meint Dieter Schwetlik aus der Entwicklung. Man hat das Gefühl, jeden Moment seitlich umzukippen, und dabei sind die 38°, die die M-Klasse bewältigen kann, noch nicht einmal erreicht. Nachdem die Schräge gemeistert und der Blick der Fahrer noch einmal über den gerade überstandenen Parcours auf dem Untertürkheim-Gelände geschweift ist, sind alle, auch jene, die dieser Mitarbeiterveranstaltung, die die face-to-face Kommunikation rund um Oliver Radtke an vier Tagen 400 Daimlerangestellten ermöglicht hat, stolz über den eigenen Mut, beeindruckt von den Eigenschaften der neuen M-Klasse und euphorisiert von den Extremsituationen, die die einzelnen Elemente simuliert haben.

„Und jetzt ab ins Gelände damit“, wünscht sich Karl Kling aus der Fahrzeugsteuerung und fasst damit vermutlich die Gedanken der meisten Teilnehmer treffend zusammen.


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