smart forvision – Forschungstechnologie trifft auf Design

Hightech zwischen sportlicher Gestaltung und Kopffreiheit

Das neuartige Glasdach des smart forvisionDie Projektbesprechungen zum smart forvision ergaben schnell die Idee zu einem neuartigen Glasdach, das nicht nur tagsüber Licht spendet, sondern auch nachts.
An sich schon ein mögliches Highlight für das geplante Messefahrzeug. Um aber dem Anspruch eines ersten smart Forschungsfahrzeugs, das in Zusammenarbeit mit BASF und smart entstehen sollte, gerecht zu werden, sollte das Dach „nebenbei“ noch Strom liefern. Die notwendigen Technologien dazu werden bei BASF entwickelt, transparente organische Solarzellen (OPV) und ebenfalls Transparente organische LEDs (OLED). Die Betonung liegt hier wirklich auf „wird“, da die Serienreife für den Automobilbereich in beiden Fällen bisher nicht erreicht ist. Gerade durch den Einsatz solcher Komponenten können aber die Highlights für ein Forschungsfahrzeug, wie den smart forvision, geschaffen werden.

Diese Idee galt es also zu realisieren. Dies führte allerdings zu deutlichen Zielkonflikten. Im Exterieur wünschte man sich ein sportliches, möglichst flaches, Fahrzeug, dabei sollten aber im Innenraum ein gutes Raumgefühl und genug Kopffreiheit vorhanden sein. Dieser Widerspruch wird durch den Platzbedarf der zusätzlichen Teile, die wegen ihres Entwicklungsstands austauschbar sein sollten und noch nicht für den gemeinsamen Einsatz im Auto optimiert wurden, leider nicht gerade erleichtert. Im Rahmen einer weiteren Entwicklung ist es durchaus denkbar die OPV und OLED Funktion in einem Bauteil zusammen zu fassen anstatt sie modular zusammen zu bauen, dies würde den Platzbedarf fast halbieren.

Es galt also über 100 OPV Zellen, sowie gleich viele OLEDs in ein möglichst flaches Dach zu verbauen. Die Dachinnenverkleidungen wurde als Tragrahmen genutzt, um nicht zusätzliche Teile verwenden – und unterbringen zu müssen. Um die Zellen zu fixieren und übereinander auf Abstand zu halten waren aber doch zusätzliche Rahmen notwendig, wodurch die Zahl der „Puzzleteile“ sich nochmals verdoppelte.

Auch von Innen ein Blickfang - Das Glasdach des smart forvisionJetzt galt es nicht nur alle Teile sauber, Staub und Fingerabdruckfrei zusammen zusetzen, sondern auch elektrisch anzuschließen.
Die Kollegen, die hierfür in Kleinstarbeit jede Zelle in ihrem Rahmen fixieren mussten und den Überblick über das, immer größer werdende, Netz an Kabeln nicht verlieren durften, um diese dann korrekt in Stecker zusammen fassen zu können, waren wirklich nicht zu beneiden. Es grenzt für mich an ein Wunder, dass sie bei dieser Aufgabe nicht  durchgedreht sind. Als Zusammenbau kam das Ganze dann zum Fahrzeug. Hier wurden noch Kabelverläufe und Teile optimiert, bis schließlich das Dach ins Auto eingebaut werden Konnte.

Als Fazit kann gesagt werden: das Ergebnis ist neben einer automobilen Weltpremiere vor allem auch ein wunderschöner Effekt.

Einfach Technik! Folgendes Video der BASF veranschaulicht auf einfache Art und Weise die Innovation der transparenten organischen Solarzellen des smart forvision Dachs:

Mehr über das Konzept „smart forvision“ inklusive einem Video-Interview für den Daimler-Blog mit der smart Chefin, Frau Dr. Annette Winkler, finden Sie hier.


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