In guter Gesellschaft

B-Klasse F-CELL Nr. 3 wird neues Museums-Exponat

Ihr letzter Weg führte weder durch trockene Steppen noch unberührte Wüsten, oder entlang sonniger Strände. Kein Franzose, Amerikaner oder überraschter Chinese blickte zu ihr hinüber, fotografierte, hinterfragte und wollte sie berühren. Die letzten 20 Meter von „Nummer 3“ der B-Klasse F-CELLs gingen in die Höhe; vom Foyer des Mercedes-Benz Museums bis in die dritte Ebene. Gehoben von vier Seilzüge, die pro Zug zehn Tonnen verkraften. Hier ist sie jetzt angekommen. Im Raum „Aufbruch – Der Weg zur emissionsfreien Mobilität“ können die interessierten Besucher seit vergangener Woche den Weltreisenden betrachten.

Seit seinem Startschuss Ende Januar war der Mercdes-Benz F-CELL World Drive in aller Munde. Drei B-Klasse Brennstoffzellenfahrzeuge bewältigten in knapp 125 Tagen eine Strecke von ca. 30.000 km über vier Kontinente. Die Botschaft der Tour war klar: Es ging darum zu demonstrieren, wie weit die Brennstoffzellen-Technologie bereits fortgeschritten ist und was im Rahmen der umweltverträglichen Mobilität möglich wäre, wenn die entsprechende Infrastruktur bereitstehen würde.

Eine Aufgabe, die die B-Klasse F-CELL Nummer 3 mit Bravour gemeistert hat. Ihre damit besondere, individuelle Fahrzeughistorie, mit der gleichzeitig ein Meilenstein in der Fahrzeug- und  Entwicklungsgeschichte des Unternehmens gelegt wurde, prädestinierte sie, als Ausstellungsstück im Museum verewigt zu werden. Die beiden anderen B-Klassen F-CELLs sind im Forschungs- und Entwicklungsbereich für weltweite Ausstellungseinsätze unterwegs.

Der Transport und die Aufstellung von „F-CELL Nummer 3“ verlangte viel Zeit, Schweiß und Muskelkraft. Nach der intensiven Fahrzeugaufbereitung und -reinigung in Magstadt und Dettingen ging es per LKW bis zum Museum. Denn selbst fahren ging nicht mehr – zur Sicherheit wurde im Vorab der gesamte Wasserstoff aus dem Tank entfernt. Im Museum angekommen, griffen dann viele fleißige Hände zu, um die B-Klasse auf ihren letzten Platz zu „chauffieren“. Zusätzlich mussten entsprechenden Medien des Museums, wie z.B. der Audioguide (in acht Sprachen), Filme, Fotos und Broschüren geändert werden.

Sie befindet sich dabei in guter Gesellschaft. Der Raum „Aufbruch“ vereint Meilensteine des Daimlerkonzerns in der Entwicklung und Umsetzung emissionsfreier Mobilität. Gleich hinter „Nummer 3“ thront das Forschungsfahrzeug „Mercedes-Benz Auto 2000“, das bereits im Jahr 1981 auf der internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main gezeigt wurde. Ziel war eine signifikante Senkung des Verbrauchs, was die Entwickler durch eine Erprobung von gleich drei Antriebskonzepten erreichten.

Direkt daneben strahlt im Licht der Scheinwerfer der „NECAR 1“ – das 1994 vorgestellte erste Brennstoffzellenfahrzeug der Welt, und somit wohl der Urahn der aktuellen B-Klasse F-Cell. Durch die direkte Nähe von „Nummer 3“  erkennt der Besucher die enorme Entwicklung der letzten 17 Jahre, da der Laderaum des „NECAR 1“ noch komplett für die Brennstoffzellentechnik benötigt wurde. Einen ganz anderen Weg geht hingegen der daneben platzierte „Mercedes-Benz Vito E-CELL“. Der batterieelektrisch angetriebene Transporter eröffnet neue Möglichkeiten der Mobilität leichter Transporter.

Und so endet zwar die Reise der B-Klasse F-CELL im Museum, doch die Zukunft der Brennstoffzelle und der emissionsfreien Mobilität hat erst begonnen. Und wer weiß, was den Ingenieuren bei Daimler noch so einfällt. Platz für weitere Exponate auf der dritten Ebene gibt es genug.

Mehr Informationen, Bilder, Erlebnisse und Eindrücke über die Tour rund um die Welt gibt es auf der offiziellen Fanpage und auf dem F-Cell Posterous-Blog.


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