Open Space bei Daimler – Da geht doch was…

BarCamp. Was bitte?  Ein Workshop bestückt mit Themen der Teilnehmer. Das ehrenamtliche Organisations-Team sorgt “nur” für einen Rahmen (Minimalausstattung: Ein Dach und ein stabiler Internetzugang – Quasi-Standard: Räume, Essen und Getränke) und die dafür notwendigen Sponsoren, der Rest kommt von den Teilnehmern.

Wer will, schlägt ein Thema bei der sog. Sessionplanung vor, bekommt, bei genügend Interesse einen Raum und 45 Minuten Zeit. Die Inhalte reichen von “Ubuntu auf einem Mac-Book” über “Wie nutze ich Xing perfekt” bis hin zu “Was ist für euch der Sinn des Lebens”. Je nach Ort und Teilnehmern verschiebt sich der Fokus von technik- und weblastigen Themen auf ökologisch-spirituelle Sessions.

Der Teilnehmerkreis reicht von sehr jung bis achdochsoalt mit einem deutlichen Schwerpunkt auf webaffinen Bloggern und Bloggerinnen, die man auf Twitter und Co. findet. Die Apple-Dichte erreicht beängstigende Werte und überhaupt ist jeder immer online und twittert was geht.

Und Daimler? Daimler ging zum Thema DigitalLife@Daimler nun einen ähnlichen Weg. Um Ideen zu sammeln, weiter zu entwickeln und zu schauen was geht, wurden nicht 37 Social Media Berater eingekauft, keine Agentur beauftragt und auch nicht im stillen Kämmerlein gerätselt, nein, man entschied sich für eine Veranstaltungsform, die einem BarCamp sehr ähnlich ist: Dem Open Space.

Dabei wurden die Leute im Unternehmen gefragt, die damit zu tun haben – mit Digitalem und Social Media im weitesten Sinne eben: Wir, das heißt 120 Leute aus allen möglichen Bereichen und auch aus allen Hierarchiestufen diskutierten, entwickelten, sprachen über Ideen, Möglichkeiten, Wünschen was für Daimler Digital Life bedeuten kann, soll und muss.

Keynote Open SpaceUnd wie auf einem BarCamp gab es keine vorgefertigten Themen, keine dieser von jedermann geliebten Gruppenzusammenstellungen und keine festen Gruppen-Moderatoren. Jeder, der wollte, konnte seine Idee über die er reden, diskutieren oder einfach nur philosophieren wollte, vorstellen. Es galt nur eine Regel; die der zwei Füße. Bedeutet: jeder konnte den Workshop wechseln, sobald er der Meinung war, er hätte alles zum Thema beigetragen, oder wenn ihm ein anderes Thema interessanter erschien.
Dass letztlich rund 40 Themenvorschläge dabei raus kamen und die in den nächsten dreieinhalb Stunden in unterschiedlichen Gruppen, mal zu dritt, mal zu zehnt ausgiebig und immer mit sehr viel Engagement ausgearbeitet wurden, überraschte wohl die meisten Teilnehmer. Schließlich waren sie ja klassische Meetings mit vorgefertigter Agenda gewohnt.

Vor allem am Nachmittag, als sich alle an diese Form des Workshops und die daraus resultierende Freiheit gewöhnt hatten, war ein gewisser Spirit zu spüren. Das Gefühl hier und heute Weichen zu stellen und Ideen zu platzieren hat doch einige ereilt. Und wie hoch im Konzern DigitalLife@Daimler insgesamt angesiedelt ist, stellte Dr. Zetsche durch seine Eröffnungsrede klar.

Doch, da geht was…


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