Ermittlungen gegen Dieter Zetsche – eingestellt

Stellungnahme 16.09.2011

Am frühen Freitag Abend haben wir durch Medienberichte erfahren, dass die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen Dieter Zetsche eingeleitet hat. Grund ist der tödliche Unfall auf der Teststrecke in Papenburg vor einem Jahr.

Wegen des Unfalls gab es am 12. Juli 2011 vor dem Amtsgericht in Papenburg eine Verhandlung gegen den Unfallverursacher. Die Richterin und auch der Staatsanwalt haben dabei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Daimler AG an dem schweren Unfall keinerlei Schuld trifft. Vielmehr wurde das alleinige Verschulden des Fahrers festgestellt, der über mehrere Kilometer hinweg nicht geradeaus gesehen hatte. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Ermittlungen gegen Dieter Zetsche eine reine Formalie darstellen und dass das Verfahren sicher bald eingestellt wird.

Unsere offizielle Pressemitteilung finden Sie hier
English Version

Jörg Howe, Leiter Unternehmenskommunikation

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Update 19.09.2011

Staatsanwaltschaft Osnabrück: Ermittlungsverfahren gegen Daimler Vorstand eingestellt

Osnabrück. Am Montag den 19.09.2011 hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Dr. Dieter Zetsche als Vertreter des Daimler Vorstandes eingestellt.

Das Ermittlungsverfahren beruhte auf einer Strafanzeige der Eltern eines auf der Teststrecke in Papenburg am 21.09.2010 tödlich verunglückten Testfahrers. An diesem Tag war ein Praktikant, der mit einem Testwagen die Strecke mit hoher Geschwindigkeit befuhr, auf einen langsam fahrenden PKW aufgefahren, wobei ein 27 Jahre alter Testingenieur getötet wurde.

Das Amtsgericht Papenburg hatte am 12.07.2011 den Unfallverursacher wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt.

Die Eltern des Getöteten meinten, der Unfall sei auch auf die Verletzung von Aufsichtspflichten zurückzuführen, die leitende Mitarbeiter der Daimler AG träfen.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat das Verfahren eingestellt, weil eine derartige Aufsichtspflichtverletzung nicht festzustellen ist. Entgegen der Ansicht der Eltern ist der Unglücksfahrer vor Beginn der Testfahrten umfassend eingewiesen und geschult worden. Nach Ansicht der Testleiter sei der Fahrer gut mit den örtlichen Gegebenheiten klar gekommen und sei nicht überfordert gewesen. Der Unfall ist auf ein Augenblicksversagen zurückzuführen, da der Fahrer sich offensichtlich bei hoher Geschwindigkeit durch die Bedienung des Tempomaten ablenken ließ.

Dr. Retemeyer/Oberstaatsanwalt und Pressesprecher


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