Die neue M-Klasse im Fokus

Was haben wir früher Zeit gebraucht, um ein Foto zu entwickeln und zum Empfänger zu übermitteln. Da war zunächst die Auswahl des geeigneten Formats. Kleinbild? Mittelformat? Oder gar Großformat? Dazu musste der richtige Film ausgesucht werden. Will der Kunde Farbe oder Schwarz-Weiß? Oder vielleicht sogar eine Diavorlage?

Und dann ging es ans Filmesortieren, eintüten und ins Labor senden. Wenn es mehrere Filme waren, musste man daran denken, niemals die ganze Marge in einer Versandtüte zu verschicken und auch nicht alle Filme gleichzeitig im Labor abzugeben. So hatte man zumindest noch einige Bilder zur Auswahl, sollte mal eine Sendung verloren gegangen oder durch einen Produktionsfehler zerstört worden sein.

Mercedes-Benz ML350 BlueTEC Fahrveranstaltung Kitzbühel 2011Auf alle Fälle brauchte man viel Zeit bis die Filme entwickelt, anhand der Kontaktabzüge ausgewählt und ausbelichtet waren und den Auftraggeber erreichten. So beschreibt es Ralf Nöhmer, seit 20 Jahren Pressefotograf, in seinem Blog.

Bezogen auf die Fotografie, gilt da noch immer der alte Spruch: „Früher war alles besser“, oder ist heute nicht auch einiges besser als früher?

Während der Pressefahrvorstellung der neuen M-Klasse, die bereits im Juli in Deutschland ihren Verkaufsstart hatte und über deren Debüt und die technischen Highlights ich bereits berichtete, möchte ich es genauer wissen und begleite einen der Fotografen vor Ort. Stellvertretend für seine Zunft ist Dirk bereits seit mehreren Jahren für Mercedes-Benz auf Veranstaltungen jeder Art unterwegs und bedient die Bedürfnisse der internationalen Journalisten, die zu solch einem Event eingeladen werden.

Sein Job beginnt bereits vor Eintreffen der ersten Gäste. Neben dem Kennenlernen der Örtlichkeiten sollte er sich auch mit den Neuerungen der Produkte auskennen, da er für seine Kunden genau diese Merkmale hervorheben muss. Für einen Fotografen bedeutet dies, sich insbesondere mit dem Design für Interieur und Exterieur zu beschäftigen. Bei der neuen M-Klasse gefallen mir zum Beispiel im Interieur das geschliffene Aluminium oder die edlen Hölzer. Fein gearbeitete Schalter und Applikationen sowie kraftvolle Linien schaffen echte Wohlfühlatmosphäre und zusätzlich bietet der Innenraum auch räumlich spürbar mehr Ellbogenfreiheit als sein Vorgänger.
Weiteres Highlight ist die neue Lehnenneigungsverstellung der Rücksitze und die Durchlademöglichkeit über die Armauflage für den Transport von Skiern. Werden beide Lehnen und zusätzlich die Sitzflächen nach vorne geklappt, entsteht ein ebener Laderaum mit einem Ladevolumen von 2010 Litern bis zum Dachhimmel.
Bestwert in diesem Segment, in dem die M-Klasse seit 1997 über 1,2 Millionen Mal verkauft wurde und somit das meistverkaufte deutsche Premium-SUV darstellt.

Aber auch das Exterieur überzeugt in seinem Auftritt. In der Baureihen-charakteristischen C-Säule finden sich die Gene früherer Generationen der M-Klasse, die das Fahrzeug stilistisch eindeutig zu den Wettbewerbern abgrenzen. Dabei unterstreicht die zum Heck hin abfallende Dachlinie die Sportlichkeit der neuen M-Klasse. Dem Fotografen sollte es nun gelingen, dies auf ein Foto zu bannen.

Ich treffe Dirk an der Küste des Steinernen Meeres. Liebhaber von Strand und Wellen sind hier fehl am Platz, denn der Gebirgsstock „Steinernes Meer“ ist teil der Berchtesgardener Alpen und wirkt je nach Aussichtspunkt tatsächlich wie eine Wasseroberfläche mit versteinertem Seegang. Das Fahrtechnik Zentrum Saalfelden/Brandlhof ist steil und schräg. Im  40.000 m² großen Offroad-Park kann sich ein jeder Testfahrer genau aussuchen welche Übungseinheiten er ausprobieren möchte. Ein Highlight ist eine in Europa einzigartige Betonabfahrt mit 80 Prozent Neigung. Auch Ellen Lohr hatte hier wieder Ihren Spass. Wie schon im Offroad-Gelände nahe Biberach, lotete Sie auch hier die üppigen Reserven der M-Klasse aus.

Dirk ist bereits in seinem Element. Das Fahrzeug ist geputzt und mit dem zu betreuenden Redakteur sind alle gewünschten Perspektiven besprochen. Dann also rein ins Gelände. Wieder und wieder lässt er seinen Fahrer die gleiche Passage befahren, um am Ende den „perfekten Schuss“ im Kasten zu haben. Ich staune, mit welcher Geduld diese Prozedur alle Beteiligten über sich ergehen lassen. Es gilt Wasserdurchfahrten, Verschränkungen, Schrägfahrten, usw. zu meistern und das natürlich sauber dazu. Denn dank BlueTEC-Abgasreinigung unterbietet die M-Klasse schon jetzt die ab 2014 geltende Schadstoffnorm EU6. Nach dem Offroad-Parkour müssen noch Motive auf öffentlichen Straßen und für diverse Redakteure produziert werden. Liegend im Heck eines vorausfahrenden Wagens, inszeniert für Lifestyle-Magazine oder geduckt in irgendwelchen Hecken, arbeitet er die Wunschliste ab, so dass wir endlich nach einem langem Tag am Abend das Hotel erreichen, um hier die letzten Strahlen der untergehenden Sonne für Stimmungsaufnahmen zu nutzen.

Weit gefehlt ist meine Vermutung, dass wir uns jetzt endlich einem verdientem „Feierabendbier“ widmen können. Für Dirk kommt jetzt die Fleißarbeit. Was nicht bereits in den kurzen Pausen während des Tages bearbeitet wurde, muss nun gemacht werden. Nachteil der digitalen Fotografie sind die riesigen Datenmengen. Früher war es der Kontaktbogen, heute sitzt man am Rechner, sortiert und übernimmt im Idealfall sogar gleich die Bildbearbeitung. Der Fotograf als Allrounder. Während Dirk Pixel verschiebt, erzählt er mir etwas über sich. So hat bei ihm alles angefangen, weil er sein Hobby zum Beruf machte. Neben dem Interesse an der Fotografie, sein Equipment ist eine Canon EOS1 Mark4, war es der Umgang mit Computern (hier darf es natürlich nur ein Mac sein) und Photoshop, sowie die Verbindung seiner Tätigkeit mit dem Reisen und dem Kennenlernen von interessanten Menschen und Situationen. Seine Highlights sind hier ohne Zweifel der F-CELL World Drive und die E-Klasse Tour von Paris nach Peking.

Auf meine Frage, welchen Tipp oder Ratschlag er einem Einsteiger mit auf den Weg geben würde, war die Antwort: „200% Leistung geben, immer am Ball bleiben und nicht verzagen!“. Eine klare Ansage!

Hm, dass kommt mir bekannt vor. Die „Schreiberlinge“ der Pressemappe ordnen der neuen M-Klasse vergleichbare Attribute zu und nennen Eigenschaften wie „Effizienz-Champion“, „Dynamik“ und „Premium-Niveau“. Parallelen finden sich eindeutig wieder.

Der Journalist jedenfalls bekommt, wie vereinbart, am nächsten Morgen einen Stick mit den exklusiv für ihn erstellten Bilddaten. Nun liegt es an ihm, einen qualitativ guten Bericht zu schreiben. An den Bildern wird es auf jeden Fall nicht scheitern.

Mehr über die M-Klasse zu lesen gibt es bei den Kollegen „MC Winkel„, Philipp Deppe vom Passion-Blog und in englisch von Matthew K. Aber schaut einfach selbst vorbei.


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