Manchmal würd’ ich mich gerne teilen können…

TitelbildMeinen Schreibtisch hab ich in Untertürkheim – zuständig bin ich aber unter anderem für die externe Pressearbeit rund um das Werk Gaggenau. Und so war ich zwar zur Jubiläumsnacht nach UT eingeladen – musste aber am selben Abend nach Gaggenau. Schade, schade. Ich hätte gerne meine Kollegen mal ohne Zeitdruck getroffen und auch meinen Eltern das Werk gezeigt. So bin ich aber am Nachmittag ins Badische gedüst – zum Konzert von „ich + ich“ im Rahmen der Reihe „Fun in der Fabrik“. Aber mal im Ernst: ein Presseeinsatz bei einem ausverkauften „ich+ich“-Konzert ist auch am Wochenende eine Arbeit, die ich gerne mache.  

Bereits bei der Ankunft war ich baff vom Bühnenaufbau und der Organisation rund um das Konzert. Das Benz-Werk in Gaggenau, für alle die noch nie da waren, erstreckt sich auf beiden Seiten der Hauptstraße der Stadt – nicht weit weg vom Stadtzentrum (ja, es gibt ein schnuckelig kleines Zentrum in Gaggenau). Und am Samstag war eben diese Hauptstraße einfach über 700 Meter für jeglichen Verkehr gesperrt. Dicht. Zu. Umleitung. Wo sonst Autos fahren, waren Getränke-, Brezel- und Crepes-Stände aufgebaut. Das nenn’ ich mal eine Fanmeile! Und auf dem Benz-Platz, eigentlich ein Parkplatz für rund 150 Pkw war eine Bühne aufgebaut, die größentechnisch kaum zu überbieten war. 24 mal elf Meter in der der Fläche, elf Meter hoch, 50 Scheinwerfer, eine Beschallungsanlage von knapp 100 000 Watt, mehrere Kilometer Kabel und eine 50 Quadratmeter-LED-Wand für Video-Clips und Live-Bilder – Größere Bühnen haben nur Bands wie Metallica!

Und das Konzert? Hammer! Schon die Vorband Klee stimmte das Publikum gut ein. Doch als Adel Tawil auf die Bühne kam, brachte der Bass alles zum vibrieren. Ich glaube, die ganze Stadt konnte mithören. Das Lied „Pflaster“ kam relativ früh wobei Adel ein ernstes Wörtchen mit dem Publikum redet: „Der Hamster hat hier nichts zu suchen!“ Beim Titel „Nichts bringt mich runter“ groovte das Publikum zu den relaxten Reggae-Klängen – sehr passend an einem warmen Sommerabend.

Bei dem Song „Vom selben Stern“ sang Adel flüsternd zusammen mit einem kleinen Mädchen, das er in der ersten Reihe entdeckt hatte und der ganze Platz lauschte. Als die junge Zuschauerin sich jedoch in der Wahnsinns-LED-Wand sah, duckte sie sich schüchtern hinter dem Absperrzaun. Das Publikum tobte. Einfach klasse. Das sind so Gänsehaut-Momente, die man nicht vergisst.

Ich habe mich während des Konzerts um die Fragen und Wünsche der anwesenden Journalisten und Fotografen gekümmert: „Wo geht es zum Fotografieren in den Bühnengraben?“ „Können wir dem Werkleiter ein paar Fragen stellen?“ „Wie lange dauert der Auf- und Abbau der Bühne?“ „Können wir zum Fotografieren aufs Dach des Gebäudes 26 im Werk?“ Um nur einige der Bitten zu nennen, die wir vor Ort ermöglicht haben. Ich hatte den Eindruck, den Journalisten und Fotografen hat das Konzert auch ganz gut gefallen –ist ja auch nicht Alltag in Gaggenau. Sie lauschen der Musik und fingen die Stimmung des Publikums ein – da konnte ich auch mal ein paar Takte entspannt zuhören. 

Gaggenau hat eindrucksvoll gezeigt, dass hier ein wahnsinnig tolles Festpublikum zusammengekommen ist, das richtig feiern kann. Wenn Adel Tawil vorher Gaggenau nicht kannte – jetzt kennt er es! Hat er bei der Begrüßung noch gesagt, das Konzert sei wie ein erstes Date, sagte er bei seiner Verabschiedung: „Das hier war unser erstes Date – gegen ein zweites habe ich nichts einzuwenden!“ Ich glaube, Gaggenau auch nicht!


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