I red net bloß drüber

21km mit Daimler Kollegen und 7000 anderen Joggern

Jeder und jede Fußball-Interessierte kennt die Vorschau zu „Waldis ZDF WM-Club“ in der Waldemar Hartmann auf die Frage, ob er auch mal mitspielen und nicht immer nur spöttisch daherreden möchte, mit einem süffisanten Lächeln: „nee, i red bloß drüber!“ antwortet.

So oder so ähnlich wird es uns im Betrieblichen Gesundheitsmanagement oft auch nachgesagt. „Ich soll an sportlichen Aktivitäten teilnehmen und das während oder nach meinem Job?“ fragen oft Mitarbeiter und weiter „…das schaff ich einfach nicht. Und Ihr redet ja nur und macht ja selbst nix.“

Start zum Stuttgartlauf 2011Von wegen Freunde, hier kommt der Beweis! Thema Stuttgart Lauf 2011: Dass man mit ein- / zweimal joggen pro Woche und dazu noch a bisserl Fitness nebenher auch einen Halbmarathon laufen kann, das wollte ich am Sonntag 29.05.2011 mir selbst und den Kollegen oben aus dem Zitat beweisen. Ich bin zwar Sportwissenschaftler und habe somit auch mal Sport studiert und intensiv Sport getrieben, doch das ist einige Zeit her und der Büroalltag mit Arbeit am PC und die Familie zu Hause lassen eben nicht mehr so viel Sport zu wie früher. Ist ja auch in Ordnung so, denn Prioritäten verschieben sich bei jedem eben nun mal im Leben. Aber trotzdem muss bzw. kann man sich auch im Thema Gesundheit durchbeißen und für selbiges etwas investieren. Dass das anstrengend ist und ab und zu einen sauberen Muskelkater verursacht, ist glaube ich allen klar – mir nach einigen Trainingseinheiten auf jeden Fall :-) – aber die Belohnung ist der Wahnsinn! So versuche ich selbst seit einem Jahr wieder regelmäßig zumindest ein-/zweimal in der Woche joggen zu gehen.

Und dann kam endlich das Ereignis, auf das ich versucht habe hinzuarbeiten: Um 9.55 Uhr war es soweit. Mit vielen Daimler Kollegen und -innen und weiteren 7000 Jogging-Fanatikern habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben den 21 km gestellt. Die Stimmung im Läuferfeld und an den Straßernrändern war einfach irre, das muss man wirklich selbst miterlebt haben. Überall wurde man frenetisch angefeuert und mit Blaskapellen-Musik oder Trommeln vorwärts getrieben. Aber das beste Gefühl ist nach dem Zieleinlauf. Ok, nicht gleich nach dem Zieleinlauf, denn da bekommt man die Strapazen der letzten 21km erst richtig per Dampfhammer zu spüren, nein so 15 Min. danach, wenn man etwas getrunken hat und wieder ruhig atmen kann und auf die Teilnahme-Medaille beißen kann, siehe Foto.

Foto_Wini_Schult_Stuttgartlauf2011„Ich habs geschafft und nicht nur ich, sondern viele, viele andere, mal schneller, mal langsamer aber geschafft“, das ist es was mir durch den Kopf ging. Gut , 1 Stunde und 50 Minuten plus ein paar Sekunden ist jetzt nicht die Weltspitze. Wenn ich hier vor allem die äthiopischen Athleten anschaue, die fast schon auf die ganze Marathonstrecke von 42 km diese Zeit laufen, dann müsste ich eigentlich den Kopf in den Sand stecken – aber darum geht`s ja gar nicht. Es geht darum es geschafft zu haben, sich seines Körpers bewusst zu werden und sich auch hier eigene Ziele zu setzen.

So ist das auch mit vielen Maßnahmen die im und rund um den Daimler angeboten werden. Ich habe mich immer gefragt, was einen am meisten daran hindert Sport zu treiben oder wenn es einem nicht gut geht, die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen? Ich bin erst seit einem Jahr bei Health& Safety und davor muss ich zugeben, habe ich mir selbst immer eingeredet, dass es mir einfach an der Zeit fehlt Sport zu treiben, was ja auch teilweise gestimmt hat aber eben nur teilweise. Auch wusste ich gar nicht so richtig, was alles sogar hier bei uns beim Daimler intern angeboten wird. Z.B. den Intranet Auftritt von Health & Safety im Mitarbeiterportal hab ich mir damals eben auch noch nicht angesehen. Evtl. geht das ja anderen auch so?

Gut, viele wollen evtl. abends ihre verdiente Ruhe haben und die Kollegen aus dem Büro eben nicht mehr sehen aber wie gesagt, es gibt wirklich viel Gutes in Sachen Gesundheit auch beim Daimler, nur zugreifen und den inneren Schweinehund besiegen, dass muss leider jeder selber, wie ich eben auch.

Auf jeden Fall kann ich nur jede und jeden ermutigen sich auch sportlich ein Ziel zu setzen, denn wenn man daraufhin gearbeitet hat und es dann geschafft hat, dann ist das Glücksgefühl einfach phänomenal.
Und wer weiß, vielleicht beißt sich dann doch der/die eine oder andere durch und läuft nächstes Jahr beim Stuttgartlauf die 10 km oder eben die 21 km mit oder erreicht ein anderes sich selbst gesetztes sportliches Ziel?

Würde mich freuen! Und wie gesagt, liebe Kollegen aus dem Zitat von ganz oben: „Ich zumindest, I` red` eben net bloß drüber, gell, Waldi, sondern ich mach` auch was.“

P.S. zur Info: Die Daimler AG verfügt über ein, im Vergleich mit anderen Konzernen, breites Portfolio an Betrieblichen Gesundheitsförderungs- Maßnahmen für die Mitarbeiter innerhalb oder auch außerhalb vieler Standorte und Werke. Dabei gibt es evaluierte, und standardisierte Maßnahmen zur Krankheitsprävention aber auch viele Angebote zur Rehabilitation und Therapie. Mittlerweile 14 Gesundheitszentren an verschiedenen Daimler Standorten in Deutschland, meist bestehend aus werksinternem Fitness-Studio, Physiotherapie und breitem Angebot an Kursprogrammen, sind bereits vorhanden bzw. werden gerade aufgebaut. Und der Werksärztliche Dienst (WD) an jedem Standort besteht eben nicht nur aus Ärzten, die einem eine Impfung verpassen oder Kopfwehtabletten in die Hand drücken, sondern aus einer Vielzahl an qualifizierten Fachleuten rund um das Thema Gesundheit gerade auch im Bezug auf die Arbeit. Werksärzte sind somit Berater, genauso wie auch die Koordinatoren der betrieblichen Gesundheitsförderung, die Kollegen-/innen des Arbeitsschutzes, der Sozialberatung, der Ergonomieberatung oder die Integrationsbeauftragten. Manche Mitarbeiter haben hier Angst, dass Ihre Probleme dann just vom Berater zum Chef getragen werden; diese Befürchtung ist völlig unbegründet, denn die Werksärzte und auch die WD Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Mehr zum Thema Gesundheit bei Daimler wurde bereits hier berichtet.


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