Zwischen Hörsaal, Job und Kinderzimmer

Jedes Jahr beginnen mehrere Jugendliche ein duales Studium bei der Daimler AG. Zwei Studenten aus den Jahrgängen 2008 und 2009 bestreiten diese Situation unter besonderen Bedingungen: Sie sind Eltern und berichten hier, wie sie Familie und Studium vereinen können.

Katharina Bücklein, DH-Studentin im Werk Wörth, im 5. Semester:
Als ich mich 2007 für ein DH-Studium bei der Daimler AG beworben habe, war ich im vierten Monat schwanger. Ich war gespannt, ob Wörth zu seiner Zertifizierung als „familienfreundliches Werk“ stehen würde oder ob Familienfreundlichkeit nur auf dem Papier existierte. Als ich tatsächlich meine Zusage in der Hand hielt, war ich positiv überrascht.

Im September 2008 begann das Studium, das im Wechsel an der Dualen Hochschule in Karlsruhe und an den Standorten Wörth und Germersheim stattfindet. Mein Sohn ging seit einigen Monaten in die örtliche Kinderkrippe. Im Laufe der ersten Monate wurde mir bewusst, dass ein Studium mit Kind eine große Herausforderung bedeutet. Die Vorlesungszeiten überschnitten sich häufig mit den Öffnungszeiten der Kinderkrippe und gerade in den Klausurenphasen musste ich meine Zeit sehr genau einteilen. Auch emotional war die Zeit intensiv. Aber ich stand immer hinter meiner Entscheidung, das Studium zu machen. Und ich war mir sicher, dass ich beidem gerecht werden konnte, meinem Studium und meinem Sohn. Eines wurde mir aber schnell klar: Ohne meine Familie hätte ich diese Etappe nur schwer meistern können. Ob bei Krankheit meines Sohnes oder während der Wochenenden, an denen ich lernen musste: meine Familie wurde häufig als Kinderbetreuung eingespannt.

Aber auch die Daimler AG hat mich während der letzten 2,5 Jahre immer wieder unterstützt. Während der Ferien war mein Sohn gerne Gästekind bei Sternchen. Eine so unkomplizierte Ferienbetreuung fand ich sehr hilfreich und mein Sohn war begeistert von den Tretautos mit dem Daimlerstern. Mit der Tatsache, dass ich ein Kind habe, konnte ich bei der Daimler AG immer offen umgehen; alle Teams, in denen ich eingesetzt war, haben absolut positiv darauf reagiert. Auch die Möglichkeit, über das Gleitzeitkonto Zeit auf- oder abzubauen habe ich als große Unterstützung empfunden. So konnte ich flexibel auf alle Eventualitäten, die man als alleinerziehende Mutter erwarten muss, reagieren.

Die Tatsache, dass ich ein Kind habe, hat mich aber auch angespornt und Fähigkeiten wie Zeitmanagement und das Priorisieren von  Aufgaben habe ich fast automatisch verinnerlicht. Und ich habe gemerkt, dass vieles eine Sache der Organisation und des starken Willens ist, dann lassen sich die meisten Situationen handeln.

Zur Zeit verbringe ich mehrere Wochen bei Daimler Parts Trading and Services in Peking. Was mein Sohn, der in dieser Zeit bei meiner Familie in Deutschland lebt, sich aus China gewünscht hat? Ein ferngesteuertes Auto, natürlich von Mercedes! Die Leidenschaft für die Autos mit dem Stern liegt ihm eben im Blut.


Alexander Iljuschnikow, DH-Student bei EvoBus in Mannheim, im 3. Semester:
Am 25 November 2008 kam meine Tochter auf die Welt. Das war ein einmaliges und außergewöhnliches Erlebnis für mich, das aber vom ersten Tag mit vielen Aufgaben und Verantwortlichkeiten verbunden war. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt in der Bewerbungsphase und mir war sofort klar, dass ich nach einem zuverlässigen, marktstarken und gleichzeitig familienfreundlichen Arbeitgeber suchen musste. Nach langer Überlegung und Recherche fiel die Entscheidung auf die Daimler AG.

Seit Oktober 2009 bin ich ein DH-Student bei der EvoBus GmbH in Mannheim und ich habe diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Ich wurde als Familienvater stets von den Kollegen und der Ausbildungsleitung unterstütz. So bekam ich zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung und der Kinderbetreuung in Mannheim hilfreiche Informationen. Auch für mich ist der Besitz eines Gleitzeitkontos eine große Hilfe. Da wir in Mannheim keine Verwandten als Unterstützung haben, ist die flexible Arbeitszeit für mich die einzige Möglichkeit mich an alle ’’Überraschungen’’ des Familienlebens anzupassen.

Ein DH-Studium ist eine Herausforderung für die gesamte Familie. Da die Vorlesungen bis spät in den Abend gehen und auch die Praxisphasen mit vielen Aufgaben gefüllt sind, ist der erfolgreiche Abschluss so einer Ausbildung ohne der Unterstützung des Lebenspartners kaum vorzustellen. Vor allem die Prüfungszeiten belasten das Familienleben stark, da man nicht immer genug Zeit und Aufmerksamkeit für die Sorgen der Mitmenschen zur Verfügung hat. An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Lebensgefährtin für ihre Hilfe und Verständnis bedanken.

Die Kombination eines DH-Studiums mit dem Familienleben hat mich sehr verändert und stärker gemacht. Ich habe gelernt jede freie Minute zu schätzen und unter Zeitdruck verantwortungsvoll zu arbeiten. Man wächst mit seinen Herausforderungen.


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