Zwischen Rauschbrille und Überschlagssimulator

Sind Sie schon mal mit 1,5 Promille Auto gefahren? Oder hatten Sie schon mal einen Frontalaufprall mit 20 km/h? Nein? Das ist auch gut so! Aber wissen Sie auch, wie man sich nach einem Überschlag mit einem Auto verhalten muss, um verletzungsfrei aus dem Wagen zu kommen? Die Azubis aus dem ersten Lehrjahr im Ausbildungszentrum Esslingen-Brühl durften das am Aktionstag „Risiko raus“ am eigenen Körper erfahren.

Erstmalig hat am 1. März 2011 der Aktionstag „Risiko raus“ stattgefunden. An diesem Tag wurden verschiedene Stationen von Organisatoren angeboten, an denen wir Lehrlinge uns praktisch beteiligen oder spannenden Vorträgen lauschen durften.

„Betrunken“ durch den Testparcours

Vier Polizisten aus dem Polizeipräsidium Stuttgart waren anwesend, um uns einen Vortrag über Alkohol im Straßenverkehr zu präsentieren und uns über dessen Gefahren aufklären. Hierbei wurden uns die Konsequenzen gegen die Straßenverkehrsordnung im Zusammenhang mit alkoholisiertem Fahren erklärt. Zur Veranschaulichung haben die vier Polizisten einen Parcours aufgebaut, durch den man im „nüchternen Zustand“ und dann im „alkoholisierten Zustand“, der durch eine Rauschbrille (0,8 ‰ und 1,8 ‰) erzeugt wurde, laufen musste. Danach sollten wir einen Nagel in einen Holzbalken reinhauen, mit und ohne Rauschbrille. Anhand beider Versuche haben wir Azubis festgestellt und realisiert, dass Alkohol unsere Wahrnehmung so schwer beeinflusst, dass wir oftmals Gefahren nicht richtig einschätzen können (in diesem Fall, dass wir uns dann mit dem Hammer auf den Finger schlagen) und manch ein Samstagabend böse enden könnte.

Unsere nächste größere Station war die Berufsgenossenschaft für Holz und Metall, bei der uns in einem Fahrsimulator einer A-Klasse demonstriert wurde, wie schwer eine Fahrt unter Alkoholeinfluss zu bewältigen ist. Außerdem hat uns die BG über die Gefahren im innerbetrieblichen Werksverkehr und des öffentlichen Straßenverkehrs aufklärt. Dann wurden wir über die Rutschgefahr auf jeglicher Art von Treppen aufgeklärt. Am nächsten Beispiel wurde uns gezeigt, welche Bedingungen eine Leiter erfüllen muss, um auf ihr auch in größerer Höhe unfallfrei und sicher arbeiten zu können.

Aufpralltest und Überschlagssimulator

Ebenfalls von wichtiger Bedeutung ist das Verhalten im Werksgelände, wo öfters Gabelstapler unterwegs sind. Hierbei sind schon viele Unfälle passiert, die auch tödlich ausgegangen sind. An unserer letzten Station der BG durften wir auf einem Autositz mit einem Dreipunktgurt gesichert eine Rampe herunterfahren, welcher am Ende schlagartig abgebremst wurde. Hierbei wurde ein Aufprall von 20 km/h simuliert. „ Es hat sich angefühlt als wäre ich gegen eine Betonwand gefahren“, so ein Azubi aus dem ersten Lehrjahr der Elektroniker für Automatisierungstechnik.

Highlight der Stationen war der Überschlagssimulator, der von der internen Berufsausbildung gebaut worden ist. Der Insasse, der auf dem Fahrersitz saß, musste sich mit Hilfe des Betreuers aus der überschlagenen E-Klasse befreien. „Ein seltsames Gefühl, so verkehrt herum im Auto zu sitzen und alles auf dem Kopf zu sehen. Mir selber kam es vor als hätte ich mir fast mein Genick gebrochen“, so ein Azubi, der im Überschlagssimulator saß.

Auf dem Fitness-Prüfstand

Big Moments hat uns über die Folgen und Auswirkungen vom Rauchen von Zigaretten, Shishas und Pfeifen informiert und uns gezeigt welche Gifte in Tabak enthalten sind.  Die Daimler BKK hat ein Fitness Check im ersten Obergeschoss aufgebaut. Das klingt vielleicht anstrengend; war es aber nicht. Man stand einfach auf eine High-Tech-Waage und wurde von Elektronen durchschossen. Am Ende bekam man ein Datenblatt auf dem das Gewicht, die Größe, der BMI, der Wasseranteil, das Fett und die Muskelmasse des Körpers stand.

Die richtige Balance zwischen Körper und Geist

Die Sozialberatung hat uns über das körperliche Gleichgewicht von Körper und Geist informiert. Man sollte sich selbst bewerten wie man sich selbst sieht: Seine Zukunft, sein soziales Umfeld, sein Körper und seine eigene Leistung. Am besten ist es, wenn alles denselben Stellenwert im Leben hat. Am Ende des Tages wurden noch die Gewinner des Fahrsicherheitstrainings bekanntgegeben. Fazit dieses Tages ist, dass solch ein mit Informationen gefüllter Tag uns Azubis Spaß bereitet und garantiert für mehr Sicherheit im Arbeitsalltag sorgen wird. Das lässt auf eine Wiederholung, für die im September kommenden Azubis hoffen.

Dominik Wieczorek und Robert Lutz

(Elektroniker für Automatisierungstechnik 1. Ausbildungsjahr)


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