Intelligente Städte der Zukunft

Wie können unsere Metropolen lebenswerter werden? Bei der interdisziplinären Cognitive Cities Conference in Berlin diskutieren Fachleute und Publikum nichts geringeres als die Zukunft der Stadt.

smart steht mit seinen Produkten für eine gelebte Vision urbaner Mobilität. Entsprechend verpflichtet sich die Stuttgarter Marke bei der Cognitive Cities Conference 2011 auch über das Sponsoring-Engagement hinaus und stellt mit Pit Moos, Produktmanager von smart electric drive, neben Experten unterschiedlicher Fachrichtungen einen der Referenten.

smart – Urbane Mobilität der Zukunft seit 1998

In seiner Rede geht Pit Moos auf die Geschichte von smart ein und beleuchtet die Entwicklung alternativer Mobilitätskonzepte an aktuellen Beispielen wie dem smart electric drive, dem smart e-bike und dem smart e-scooter. Auf besonderes Interesse beim Publikum stößt der Ansatz des smart-Sharing-Projekts car2go, schließlich definiert es die Grundbegriffe individueller Mobilität im urbanen Raum neu. Es geht demnach nicht mehr darum, ein Fahrzeug selbst zu besitzen. Vielmehr wird ein Automobil nur dann genutzt, wenn es auch gebraucht wird – mit minutengenauer Abrechnung und reservierten Parkmöglichkeiten in der ganzen Stadt. Zwischenzeitlich steht es anderen Sharing-Teilnehmern zur Verfügung. Einige der Konferenzteilnehmer nahmen dann auch das Angebot einer smart eletric drive Testfahrt in Anspruch.
Neben dieser sehr konkreten Einführung in die Möglichkeiten einer ökonomisch wie ökologisch innovativen urbanen Mobilität gab es zahlreiche weitere Vorträge, die sich dem Thema „Zukunft der Stadt“ visionär und ergebnisoffen näherten.

Intelligente Städte der Zukunft

Wie lässt sich Urbanität intelligent verbessern? Und welche Rolle spielen dabei die zukünftigen Bewohner? Antworten auf Fragen wie diese findet man in den unterschiedlichsten Disziplinen, entsprechend vielfältig waren die Beiträge der anwesenden Experten und Konferenzteilnehmer. Architekten, Designer, Wissenschaftler, Technik-Freaks und Autoren verdeutlichten im Rahmen der Diskussion ihre individuellen Ideen und Visionen für einen globalen Diskurs. Konsens war jedoch auch, dass dieses wichtige Thema nicht nur den Akademikern und Experten vorbehalten bleiben darf. Schließlich betriff es jeden Menschen, der sich heute im urbanen Raum aufhält – seit 2009 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Die intelligente und vernetzte Stadt der Zukunft, wie sie die Konferenzteilnehmer visionierten, ist dabei schon heute angelegt. Denn wir als Stadtbewohner entscheiden jetzt, welche Rolle wir im urbanen Netzwerk der Zukunft spielen möchten.

Wir alle produzieren Daten – aber wem gehören sie?

„Allein durch unsere Anwesenheit im öffentlichen Raum kreieren wir Unmengen an verwertbarer Information“, sagt der New Yorker Netzwerktheoretiker Adam Greenfield in seinen Ausführungen. Als Beispiel nennt er digitale Reklametafeln im öffentlichen Raum die bereits heute mit Hilfe einer Kamera-Computer-Kombination das Alter, das Geschlecht und die Ethnie der Passanten ohne deren Wissen aufzeichnet, auswertet und entsprechende Werbebotschaften einblenden. Solche Daten sind jedoch auch Grundvoraussetzung für intelligente, vielleicht sogar lebenswertere Städte. Als Beispiele können Smartphone-basierte Car-Sharing-Konzepte oder mit Sensoren ausgestattete Gebäude und Verkehrsleitesysteme genannt werden. Diese Daten können die Lebensqualität entscheidend verbessern, sollten laut Greenfield jedoch für alle Menschen zugänglich sein.

Wissen wir, wohin das alles führt?

Wohin gehen wir? Dieser Frage haben sich in Berlin gleich mehrere Referenten ganz wörtlich gewidmet. Indem sie sich mit der Erfassung und Visualisierung von Daten befassen, die die Bewegung von Fußgängern, Autos und Bussen beschreiben, möchten sie verschiedenste Abläufe in unseren Städten optimieren. Wo ist die Fußgängerdichte besonders hoch? Verläuft der öffentliche Nahverkehr an diesen Routen optimal? Umfassende Bewegungsdaten versprechen neue Erkenntnisse – und damit auch neue Lösungen.

Ein weiterer Referent berichtet von einem Experiment namens Trash Track: Dabei wurde Haushaltsmüll mit GPS-Sensoren versehen, um die Wege bis hin zur Verwertungsanlage nachzuverfolgen. Über eine Website konnten die Teilnehmer beobachten, wie etwa zwei Druckerpatronen über große Entfernungen von der amerikanischen Ost- zur Westküste transportiert wurden, um schließlich an der mexikanischen Westküste zu landen. Ziel eines solchen Projekts könnte neben der Schaffung eines stärkeren Bewusstseins für bisher verborgene Prozesse auch sein, Wege konkret zu optimieren. Bis dahin ist es jedoch ein langer Weg.

So bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen Vorträge, Gespräche und Workshops mit anderen Konferenzteilnehmern bei allen Besuchern der Cognitive Cities Conference 2011 nicht nur zu Denkanstößen, sondern auch zu neuen Erwartungen an sich selbst führen. Die Stadt der Zukunft entsteht heute, so vielleicht die wichtigste Botschaft, und will von den Bewohnern – nicht nur von wenigen Experten oder Unternehmen – nach ihren Bedürfnissen entwickelt und gestaltet werden.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
No votes yet.
Bitte warten...

Tags: , , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Lesen Sie mehr über das Blog.

Letzte Kommentare

  1. EQC Heißland-Testing: Klassenfahrt ins „Bud-Spencer-Land“

    Herbert Jäger: Hallo, hoffe den EQC gibt es mit Anhängerkupplung, ...

  2. EQC Heißland-Testing: Klassenfahrt ins „Bud-Spencer-Land“

    Kevin Berger: Toller Bericht und tolle Bilder!! Die Tarnung ist auch sehr...

  3. EQC Heißland-Testing: Klassenfahrt ins „Bud-Spencer-Land“

    Andreas Glatz: Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Auch ihr macht einen tollen...

  4. EQC Heißland-Testing: Klassenfahrt ins „Bud-Spencer-Land“

    Marc Christiansen: Sehr schöner Artikel Herr Scheible! Freue mich auf den EQ C.

  5. EQC Heißland-Testing: Klassenfahrt ins „Bud-Spencer-Land“

    Manuel: Hallo Karl, super geschriebener Bericht mit tollen Bildern. Und das alles...