Die inneren Werte zählen

Frauenversteher(innen) am Werk – Femtec zur ersten Bewährungsprobe in der Daimler Innovationswerkstatt

Femtec in der Daimler InnovationswerkstattSeit meinem Bericht über die Femtec Innovationswerkstatt mit Daimler sind zweieinhalb Monate vergangen, in denen wir auf Hochtouren am Thema „Entwicklung von Interieurideen von Frauen für Frauen“ (Genaueres darf leider nicht verraten werden!) gearbeitet haben. Im Anschluss an den Kreativworkshop in Berlin im September erstellten wir (unterstützt durch Frau Dönitz vom Fraunhofer ISI) einen detaillierten Projektstrukturplan, der uns die Organisation der Arbeit erleichtern sollte. Dazu formulierten wir in den einzelnen Projektgruppen Projektziele, zerlegten die Aufgabe in Teilaufgaben, Teilprojekte und Arbeitspakete, verteilten die Aufgaben an die insgesamt 21Teilnehmerinnen in fünf Gruppen und legten sinnvolle Meilensteine fest.
Hochmotiviert fuhren wir danach mit diesem Plan im Gepäck nach Hause und machten uns an die Arbeit.

Was solch ein Projekt im Einzelnen bedeutet, zeigt ein Blick hinter die Kulissen unserer Vorbereitung tagebuchähnlich und stichwortartig:

KW 38-47:

  • Wir starten mit dem Briefing der Teilnehmerinnen, die beim Auftakttermin in Berlin nicht dabei sein konnten und führen etliche spannende Telefonate.
  • Email-Ordner „Innowerkstatt“: 14 Mails
  • Die Recherche beginnt und wird zur Herausforderung, da diverse Praktika, Diplom- und Studienarbeiten, verspätete Klausuren und Auslandaufenthalte (China, USA, Frankreich etc.) nicht unbedingt viel Zeit lassen.
  • Große Zwickmühle für unsere Projektleiterin: Sie hat gerade ein Praktikum in einer  Unternehmensberatung begonnen und erhält nun das verlockende Angebot, im November für fünf Wochen zu einem Kunden mit in die USA zu reisen. Aber:  Zwischenpräsentation bei Daimler genau in diesem Zeitraum!
  • Aufatmen! Ihre Stellvertreterin übernimmt ihren Job für diese Zeit.
  • Skypen was das Zeug hält – von Aachen nach Karlsruhe, München und Dortmund sind auch mit dabei. Unsere sich immer stärker konkretisierenden Ideen werden engagiert besprochen. Dabei geben wir uns ständig neue Impulse.
  • 1. und 2. Meilenstein: Pünktliche Abgabe unseres ersten und zweiten Zwischenberichts an Femtec  – trotz vollen Terminkalenders. Das fühlt sich toll an!! Aber damit nicht genug….weiter geht’s mit dem Feilen an unserer Präsentation für den Termin bei Daimler am 3. Dezember, der immer näher rückt. Ach ja, wer hält eigentlich die Gruppenpräsentation??

Bis zum Zwischentreffen sind  noch unzählige organisatorische Dinge zu klären. Mein E-Mail-Postfach läuft beinahe über: 185 Mails

2. Dezember, Stuttgart:

  • Ein Tag vor dem großen Ereignis. Femtec-Frauen unter sich. Wir nutzen den Tag, um uns auf alles vorzubereiten und uns gegenseitig noch die letzten Tipps zu geben. Bei großer Kälte genießen wir unseren abendlichen Besuch des stimmungsvollen Stuttgarter Weihnachtsmarktes zum Entspannen.
  • 21.30 Uhr: SMS von Jana. Sie steckt aufgrund von Schnee und Eis mit dem Flugzeug in Berlin fest und weiß nicht, ob sie es noch nach Stuttgart schafft. Große Panik! Jana ist leider die Einzige aus ihrer Projektgruppe, die zur Zwischenpräsentation kommen kann. Gedanklich bereite ich mich also schon mal drauf vor, die Präsentation der Gruppe eventuell selbst zu halten, als glücklicherweise die Entwarnung kommt:

Der Flieger startet doch und ich kann beruhigt schlafen gehen.

3.12.2010:

  • Der große Tag startet – wie soll es auch anders sein – mit Schwierigkeiten.

Die am Vorabend bestellten Stuttgarter Taxifahrer sind anscheinend nicht sehr ortskundig und zuverlässig.  – Gut, dass es Handys gibt: „Wo bleibt ihr?“, „Wir sind am Tor 1. Wo seid IHR?“ „Am Tor 1“. Riesige Fragezeichen leuchten auf der Stirn! Tor 1 in Sindelfingen und Tor 1 in Böblingen sind eben zwei unterschiedliche Tore von Daimler. Nach großer Aufregung schaffen es aber letztendlich noch alle ins richtige Gebäude!

Die Präsentation selbst lief nach unserer Einschätzung sehr gut. Jan Fischer und Peter Gödecke von Daimler nahmen sich sehr viel Zeit und gingen auf jeden Gruppenvortrag intensiv ein. Dabei entstanden zahlreiche weiterführende Ideen, die Impulse in die richtige Richtung gaben.

Auch nach dem Mittagessen widmeten sich die beiden Herren, unterstützt von Sandra Puhlmann,  noch einmal dem weiteren Vorgehen in den einzelnen Gruppen. Für uns wurde nun viel klarer, wie wir genau weiter arbeiten und welche Aspekte dabei besonders wichtig sind. Daraus resultierend wird auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen ab jetzt intensiver werden.

Die Zwischenpräsentation und das Feedback bei Daimler in Stuttgart haben uns einen  gewaltigen Motivationsschub gegeben. Außerdem hatten wir uns untereinander auch seit September nicht gesehen, sondern nur gehört, so dass persönlicher Austausch dringend nötig war.

Sehr gespannt sind wir nun, wie die noch verbleibenden Monate bis zur großen Abschlusspräsentation am 1.April.2011 (!) verlaufen werden und natürlich darauf, ob wir dann auch ein größeres Publikum überzeugen können. Denn eins ist klar, ein Aprilscherz wird das nicht.

Und keine Sorge, davon werde ich natürlich auch wieder hier im Blog berichten!

PS: Am heutigen Tage (9.12.2010) 224 Mails im E-Mail-Ordner „Innowerkstatt“!

Über die Autorin:
Maren Kraushaar studiert Metallurgie und Werkstofftechnik an der RWTH Aachen.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
5.0 / 5 (1 Bewertung)
Bitte warten...

Tags: , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Lesen Sie mehr über das Blog.

Letzte Kommentare

  1. Baltic Sea Circle: Mit Papa & alter E-Klasse durch Skandinavien

    Ronald Burkhardt: Hallo Ilhan, Altid go' tur og godt fornøjelse! Oder, eine...

  2. Nemesis: Einzigartiger Tresor mit Gullwing-Ausstattung

    Kornelius: Coolen Safe für Autoschlüssel bauen - 12 Monate SL von 1956...

  3. Nemesis: Einzigartiger Tresor mit Gullwing-Ausstattung

    Johannes Wolff: Wenn´s demjenigen gefällt - Sie kaufen sich ja z.B. auch eine schöne...

  4. Baltic Sea Circle: Mit Papa & alter E-Klasse durch Skandinavien

    Monika: Hallo Ihr 3 Ercans, viel Glück und Erfolg für Eure Tour -...

  5. Baltic Sea Circle: Mit Papa & alter E-Klasse durch Skandinavien

    Peter Wurster: Sehr schöner Beitrag! Und viel Spaß da oben. Das Auto...