Die Stars von morgen kicken sehen

Ein Blick hinter die Kulissen beim Mercedes-Benz Junior Cup 2011. Auch der 21. Mercedes-Benz Junior Cup war mal wieder ein voller Erfolg. Naben den klasse Azubi-Teams der jeweiligen Werke, gab es auch dieses Jahr ein vielseitiges Angebot an Profi-Mannschaften.

Neben den vier nationalen Profi-Teams VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, Bayer 04 Leverkusen und dem SC Freiburg, der den ersten Platz erreichte, waren auch vier internationale Profi-Mannschaften dabei. Dinamo Zagreb (Kroatien), Lech Posen (Polen), FC Basel (Schweiz) und AZ Alkmaar (Niederlande) zeigten sich von ihrer besten Seite. Mit der Mannschaft Dinamo Zagreb wagen wir einen Blick hinter die Kulissen.

SC Freiburg: Die Sieger des Mercedes-Benz Junior Cup 2011Für mich, als Betreuerin der Mannschaft Dinamo Zagreb, begann der Junior Cup dieses Jahr bereits vor dem offiziellen Beginn am 06.01.2011. Am 05.01.2011 machte ich mich um 08:30 Uhr mit den Betreuern der polnischen und niederländischen Mannschaften mit einem Bus auf den Weg nach Frankfurt um die Profi-Teams abzuholen. Um 11:30 Uhr landeten die Kroaten dann endlich.

Es war auch für mich eine neue Erfahrung, ein Spitzenteam zu betreuen. Nachdem auch Lech Posen und AZ Alkmaar gelandet sind, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in Hotel. Nach einer 2,5-stündigen Fahrt wurden die Spieler und Betreuer mit Kaffee und Kuchen im Hotel erwartet. Während die Spieler ihre Sachen aufs Zimmer brachten, bin ich noch einige organisatorische Dinge mit den Betreuern der Mannschaft durchgegangen. Danach hatte die Mannschaft eine Stunde Zeit sich zu erholen, denn um 18:00 Uhr ging es schon wieder weiter zum Training in den Glaspalast. Das 45-minütige Training hatte es in sich. Nach dem Abendessen fielen die 17-jährigen und 18-jährigen Jungs geschafft ins Bett. Die Nacht war jedoch kurz. Denn am nächsten Morgen um 09:30 Uhr ging es schon wieder los.

Die Mannschaften Dinamo Zagreb, Lech Posen und AZ Alkmaar gingen zusammen nach Stuttgart ins Mercedes-Benz Museum. Nach dem 2-stündigen Aufenthalt im Museum waren die Jungs geschafft. Auf Anweisung des Trainers legten sie sich nach dem Mittagessen eine Stunde auf Ohr. Denn um 14:30 Uhr fuhren wir mit dem Bus auch schon vom Hotel zum Glaspalast. Für die Spieler ging es gleich los. Um 15:30 Uhr stand das erste Spiel gegen den VfB Stuttgart an. Dinamo Zagreb kämpfte bis zum Schluss um den Sieg, mussten sich allerdings mit 1:0 geschlagen geben. Das war natürlich ein Rückschlag für die Mannschaft, die den Mercedes-Benz Junior Cup sehr ernst nahm. Die Fans jedoch ließen die ganze Halle lautstark daran teilhaben, wie sehr sie Dinamo Zagreb lieben und hinter ihnen stehen.

Eine lange Pause gab es für die Spieler nach diesem Spiel nicht. Denn um 16:40 Uhr ging es weiter mit der offiziellen Eröffnungsfeier. Bis dahin waren die Spieler so auf das Fußball spielen konzentriert, dass die Jungs nichts um sich herum war nahmen. An der Eröffnungsfeier jedoch konnten sie sich etwas entspannen. Das Entspannen war schnell vorbei und schon standen sie mit Lech Posen um 17:33 Uhr wieder auf dem Platz. Dieses Spiel ging mit einem Spielstand von 1:1 unentschieden aus. Jetzt mussten die Jungs aufwachen. Das nächste Spiel musste gewonnen werden. Die Spieler waren im nächsten Spiel gegen Hertha BSC Berlin mehr als wach. Sie spielten ihr bestes Spiel des ganzen Turniers. Welches mit einem 3:1 Sieg belohnt wurde. Jetzt waren die Jungs in Fahrt und gewannen auch das erste Zwischenrundenspiel gegen AZ Alkmaar. Der Fanclub der kroatischen Mannschaft zeigte seine Begeisterung durch lautstarkes Feiern der Mannschaft. Die Mannschaft bedanke sich mit kleinen Geschenken.

Nach dem letzten Spiel verschenkten die Jungs ihre Trikots. Am 07.01.2011 wurde es dann wirklich ernst. Pünktlich um 12:00 Uhr ging es in den Glaspalast zum Mittagessen. Danach schauten wir uns noch ein paar Spiele der Azubi-Teams an. Währenddessen gaben die Jungs Autogramme. In der Halle waren auch einige weibliche Fans, die die Spieler gerne kennen gelernt hätten. Doch die Jungs hatten dafür absolut keinen Kopf. Während eines Gesprächs darüber sagte ein Spieler mit einem ironischen Unterton zu mir: „An die Mädels haben wir uns schon gewöhnt. Das ist für uns nichts Neues. Sie rennen uns immer hinterher.“ Das war nicht der einzige Spruch, mit dem sie mich zum Lachen brachten. Um 14:17 Uhr wurde es dann allerdings wieder ernst. Gegen den SC Freiburg lief Dinamo Zagreb wieder in den orangenen Trikots auf, denn diese hatten ihnen am Vortag bei den letzten beiden Spielen Glück gebracht. Gegen den SC Freiburg mussten sie sich jedoch 2:0 geschlagen geben. Somit war der Traum vom ersten Platz geplatzt. Dennoch gab es zwei Erfolge zu feiern. Mit dem fünften Platz für Dinamo Zagreb waren sie das beste internationale Profi-Team. Und der Torhüter, Kristijan Jajalo, wurde zum besten Torwart des Turniers ernannt. Als ich ihn abholte, um mit ihm zur Siegerehrung zu gehen,  brachte er mich mit folgendem Spruch zum Lachen: „Sag nicht, dass ich zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde. Dann habe ich nämlich gerade 20,00 € verloren.“ Er wettete mit einem  seiner Mannschaftskollegen, dass er nicht der beste Torwart sei. Doch die Mannschaft wusste schon Bescheid. Somit ging der offizielle Mercedes-Benz Junior Cup für Dinamo Zagreb dieses Jahr mit dem fünften Platz und zwei kleinen Erfolgen zu Ende.

Am Abend gab es im Hotel „Marriott“ noch eine Party mit dem Radiosender „Hitradio Antenne 1“ und einer kleinen Siegerehrung aller Mannschaften. Als „Dankeschön“ bekam ich von der Mannschaft Dinamo Zagreb ein T-Shirt mit Unterschriften und einem persönlichen Touch. Bis um 24:00 Uhr hatten wir noch eine Menge Spaß miteinander und stellten fest, dass die Welt klein ist. Doch dann war die Party für die Spieler von Dinamo Zagreb vorbei. Am nächsten Morgen frühstückten wir noch einmal gemeinsam. Dann verabschiedeten sich alle und schon waren sie wieder auf dem Weg nach Zagreb. Eins ist jedoch jedes Jahr schade. Die Spieler, sieht man meistens nicht wieder, da sie das darauffolgende Jahr zu alt sind. Dennoch ist der Mercedes-Benz Junior Cup jedes Jahr ein kleines Highlight.


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