Ich fahre die Zukunft

dasAutoIch fahre die Zukunft – So mag sich der ein oder andere von uns dualen Hochschulstudenten der Daimler AG gefühlt haben, als wir am 23.11.2010 die einmalige Chance hatten, die B-Klasse F-CELL einmal selbst Probe zu fahren. Gerade hatte ich noch in einer Vorlesung der Hochschule gesessen, wo wir das nötige Know-How für die Praxiseinsätze in unserem Unternehmen vermittelt bekommen. Aber nicht viel später fand ich mich auch schon auf dem Fahrersitz einer der drei Fahrzeuge wieder, die uns zur Verfügung gestellt wurden.

Ich muss zugeben, dass dies schon ein ziemlich aufregendes Gefühl war. Vor allem angesichts der Informationen, die wir zuvor in einem sehr interessanten Vortrag von Herrn Braatz aus dem Retailmarketing erhalten hatten. Dieser erklärte uns nicht nur, wie der Brennstoffzellenantrieb in der B-Klasse F-CELL funktioniert und die Fahrzeuge mit Wasserstoff gefahren werden, sodass sie lediglich Wasserdampf anstelle von CO2  hinterlassen. Nein, er informierte uns auch darüber, wie wertvoll sie sind. Und der Gedanke, dass man sich hierfür auch mehrere S-Klassen in die Garage stellen könnte, ließ mein Herz in der Tat einige Takte schneller schlagen, als ich mich hinter dem Steuer wiederfand.

Bis jetzt gibt es nur 200 Exemplare der in Kleinserie produzierten B-Klasse F-CELL, die zudem, wenn überhaupt, nur ausgewählte Kunden fahren dürfen. Daher habe ich die Möglichkeit, ein solches selbst fahren zu dürfen, umso mehr geschätzt. Ich hatte praktisch das Gefühl, dass uns allen eine kleine Ehre zu Teil wurde. Nach dem Vortrag sehr gut über das Produkt informiert, war es soweit, es nun auch selbst zu testen und ich drehte den Autoschlüssel um. Ein ganz schön komisches Gefühl, wenn hierbei gar kein Motorengeräusch zu hören ist. Aber das war das einzige, was nicht mal in negativer Weise fehlte.

An Fahrkomfort mangelte es meiner Meinung nach nicht und ich persönlich hatte den Eindruck, dass sich die B-Klasse F-CELL sogar schneller als eine mit Benzin betriebene B-Klasse beschleunigen ließ. Dass man sogar 400 km mit dem Auto fahren kann, ohne Wasserstoff tanken zu müssen, glaube ich Herrn Braatz sofort. Die Anzeige für die Batterie zeigte mir nämlich die längste Zeit der Fahrt „charge“ an, obwohl wir nicht einmal wirklich bergab fuhren. Allerdings wäre ich diese 400 km auch gerne gefahren, allein wegen dem Fahrvergnügen. Aber da ja jeder einmal von uns fahren wollte, wechselten wir uns natürlich ab und auch das Mitfahren war ein Erlebnis.

Umso fröhlicher stimmte es mich am Ende der Fahrt, dass wir als „Studium Generale Team“ dieses Event organisieren konnten. Zu diesem Team, welches aus jeweils zwei gewählten Vertretern aus den drei Jahrgängen der dualen Hochschulstudenten besteht, gehöre auch ich. Wir setzen uns für solche gemeinsamen Aktionen ein. Auf diese Weise können wir als duale Studenten nicht nur das Unternehmen besser kennenlernen, sondern auch hautnah erleben. Die Organisation dieses Nachmittags wäre aber nie ohne die Hilfe und Unterstützung des Baureihenmanagements und dem Einsatz von Herrn Braatz möglich gewesen. Daher möchte ich Ihnen allen an dieser Stelle noch einmal im Namen von Studium Generale ausdrücklich danken.

Ich durfte erfahren, wie es ist, die „Zukunft zu fahren“, und ich hoffe, dass diese schon bald mit der Serienproduktion der B-Klasse F-CELL eintreten wird. Bill Gates hat zwar behauptet, dass man heute mit einem Liter Benzin zum Mond fliegen könnte, wenn sich die Automobilindustrie so schnell wie die Computerindustrie entwickelt hätte. Doch dass er sich dabei geirrt hat, haben wir bewiesen: Denn wir können heute schon ganz ohne Benzin fahren.


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