4MATIC – Sicherheit auch auf widrigem Untergrund

Winter, Schnee, -12 Grad Celcius und es sind nur noch 20 Tage bis Heiligabend. Im Veranstaltungskalender von Mercedes-Benz kehrt so langsam Ruhe ein.
Eine Veranstaltung steht aber noch aus und ich gebe zu, dieser mittlerweile in der Mercedes-Benz Kommunikation traditionelle 4MATIC Workshop, gehört zu meinen Favoriten im Jahr. Dies mag wohl auch in direktem Zusammenhang mit meiner Affinität zu Schnee und den Bergen stehen. Wer wünscht sich nicht ein Allradsystem auf Herz und Nieren zu erproben und hierfür ein winterliches Testgelände und hochalpine Strassen nutzen zu können?
Anfang Dezember war es wieder soweit. Der Einladung folgend, stiegen die Journalisten in Innsbruck in eigens für sie zur Verfügung gestellte R-Klassen. 35 Minuten später stand  man bereits auf einer Höhe von 2020m/üN auf einem Testgelände in Kühtai. Es ist extrem kalt und ich freue mich auf das „Dorfstadl“, um mich bei einem heißen Tee aufzuwärmen.

Jetzt kann es losgehen. Experten erklären uns die Vorzüge eines 4MATIC Systems. Mittlerweile kann man immerhin aus über 50 Modellen in 10 Baureihen wählen und ich staune nicht schlecht, als ich erfahre, dass Mercedes-Benz diese Allrad-Kompetenz bereits seit 1903 besitzt.
Erstaunlich für mich sind die geringen Abmaße der vierten Generation 4MATIC. Die Experten machen deutlich, dass das System als Leichtgewicht beeindruckt und zusammen mit dem AGILITY CONTROL Dämpfungssystem nicht nur Sicherheit und Komfort bietet. Zudem hat das Standard 7G-TRONIC Automatikgetriebe eine sehr weite Gangspreizung und bietet so sparsames Fahren mit echtem Spaßfaktor. Diese Spriterspanis beträgt immerhin je nach Modell zwischen 0,2 bis 0,6 Liter auf 100 km.
Wie funktioniert eigentlich 4MATIC?
Im Zusammenspiel mit ESP, das das modifizierte Allrad-Regelsystem 4ETS beinhaltet, arbeitet das System ohne Querdifferenzialsperren. Für den Drehzahlausgleich zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt ein Zentraldifferenzial mit fester Momentenverteilung zwischen Vorderachse und Hinterachse im Verhältnis 45/55%. All das ermöglicht ein Anfahren unter widrigsten Bedingungen.

OK, verstanden. Jetzt will ich es aber doch endlich selbst erleben. Nach einer kurzen Einweisung der Instruktoren geht es mit S-Klassen 4MATIC weiter auf den Testparcours.
Toll, dass die Systeme arbeiten erkennt man bei mir unweigerlich an der permanent blinkenden Kontrollleuchte des ESP und ABS. Wenn ich mir vorstelle, dass es einmal eine Zeit vor ESP gab.
Einige Eindrücke des Workshops und ein Instruktor, der mir erklärt was es im Winter beim Fahren auf Schnee und Eis zu beachten gibt, finden sich hier.

Nach einem langen Tag erreichen wir unser Hotel in Hochgurgl und wir haben ordentlich Hunger. Man kennt das ja. Bei Mercedes-Benz ist bis dato noch niemand verhungert. Nun hatte ich bereits mitbekommen, dass wir in einer der Hütten des Skigebiets essen würden. Aber wie komme ich nun auf den Berg? Schneewanderung? Nein das kann nicht sein. Wenn Gottlieb Daimler gewollt hätte, dass ich laufe, dann hätte er das mit seiner Erfindung besser sein gelassen. Also musste es etwas Motorisiertes sein. Besser am Berg bei Schnee und Eis als ein 4MATIC ist eigentlich nur noch ein Kettenfahrzeug. Und tatsächlich geht es mit „Pistenraupen“ den Berg hinauf.

Nächster Morgen 07:00 Uhr, Dunkelheit. Warum nur so früh? Schnell einen Kaffee und schon stehe ich kurze Zeit später an der Timmelsjoch Hochalpenstrasse bei -10 Grad Celsius. Das Timmelsjoch ist ein Bergpass, der Österreich mit Italien verbindet. Jeder der gerne Motorrad fährt oder einfach auf der Suche nach einer traumhaft schönen Route für den nächsten Urlaub ist, sollte diese Strecke einmal probieren. Ich sehe momentan allerdings nur Schneemassen. Besorgt frage ich die Organisatoren ob eine Fahrt auf dieser Strasse nicht zu gefährlich sei? Andre Furtkamp, Projektleiter seitens der Agentur klärt mich auf. Aus Sicherheitsgründen prüft jeden Morgen die Lawinenkommission das Gelände. Es könnte nämlich sein, dass es über Nacht viel Neuschnee gegeben hat oder sich gefährliche Schneewächten gebildet haben. Ist dies der Fall, wird gesprengt. Erst wenn alle „Offiziellen“ ihr „Go“ gegeben haben dürfen wir auf die Strasse.

Ich hatte es ja eingangs bereits erwähnt. Das 4MATIC System findet baureihenübergreifend seinen Einsatz und so erleben wir die Fahrt auf dem Timmelsjoch mit der neuen CLS- und CL-Klasse. Eigentlich schade, dass der neue CLS 4MATIC erst ab Herbst kommenden Jahres mit Allrad angeboten wird. Umso schöner ist aber das Erlebnis ihn hier in Hochgurgl bereits heute zu erleben.

Emotionaler konnte der Spannungsbogen nicht aufgebaut werden. Mit diesen Fahrzeugen, die in diesem Jahr erst ihre Premiere gefeiert haben, in solch einer Kulisse unterwegs zu sein, ist ein Traum. So verging die Zeit bis zur Rückfahrt auch leider viel zu schnell. Was ich neben vielen technischen Innovationen und emotionalen Eindrücken mitgenommen habe, ist das Bewusstsein, dass uns Allrad-Fahrzeuge bei widrigen Straßenverhältnissen einen Vorsprung an Sicherheit vermitteln. Trotzdem ist eine angepasste Fahrweise des Fahrers an die jeweiligen Gegebenheiten nicht zu ersetzen. Der physikalische Grenzbereich zwischen Kontrolle und Kontrollverlust ist einfach sehr schmal.

Um sicher durch den Winter zu kommen, stellt auch der ADAC auf seinem Onlineportal einige allgemeine Tipps zur Verfügung, bei denen es sich lohnt, sie zumindest im Hinterkopf abrufbereit zu haben.

Bis bald auf dem Daimler-Blog
Marcus


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