Neue Gesichter in Berlin

Anspannung, Nervosität, vielleicht sogar ein wenig Angst – das waren unsere gemischten Gefühle, als wir am 01. Oktober die „heiligen“ Hallen des Atriums betraten, um unseren ersten Tag bei Daimler zu verbringen.

Quälende Fragen nagten in unseren Köpfen. Werden die anderen einen, nach dem kurzen Kennenlernen im Juli, wiedererkennen? Werden wir uns immer noch gut verstehen? Was erwartet uns für die nächsten drei Jahre? Werden wir nette Kollegen haben?

Doch all diese Fragen waren im Nu vergessen, als wir uns alle im Atrium trafen, sofort wieder eine positive Stimmung herrschte und wir herzlich von unserer Ausbildungsleiterin Eike Köhler begrüßt wurden.

Aber Moment! …ich glaube, ich habe Ihnen noch gar nicht verraten, wer „wir“ überhaupt sind. Wir, das sind die zehn neuen BA- Studenten der Daimler Financial Services und des Mercedes- Benz Vertrieb Deutschland in den Fachrichtungen Industrie, Wirtschaftsinformatik und International Business Administration, also Wiebke Sabrowski, Maria Franz, Laura Ueberück, Philip Düker, Christoph Rühle, Hannes Klemkow, Niklas Breucker, Björn Möller und Marie Struck.

Für uns hieß es in den letzten drei Wochen, einen kurzen Einblick in die Arbeit von Daimler Financial Services und des Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland zu gewinnen.

Begonnen hat alles am 01. Oktober mit Informationen rund um die Ausbildung, der Einführung in die hausinternen IT- und Kommunikationssysteme und einer Schulung in Arbeitssicherheit.

Um nicht vollkommen unvorbereitet ins kalte Wasser geworfen zu werden, durften wir zunächst eine Seminarwoche zu den Themen Kooperation & Kommunikation, sowie Präsentation & Moderation absolvieren. Unsere beiden Trainerinnen Antje Bollinger und Bärbel Schnitzer brachten uns in vier Tagen Dinge bei, für die manche Lehrer Jahre gebraucht hätten. Und dabei ist ihr Erfolgsrezept so simpel wie genial: Bezieh die Teilnehmer aktiv ein, lass sie Spaß haben, spielerisch lernen und in Null-Komma-Nichts sind selbst die trockensten Themen verinnerlicht und wir machten die erstaunlichsten Erfahrungen.

Hätten Sie geglaubt, dass es zehn Menschen anfangs nicht möglich war, einen Zollstock gleichzeitig abzulegen? Wenn Sie jetzt denken „Nichts leichter als das!“, dann können wir Ihnen nur sagen, das dachten wir auch und trotzdem ist es verdammt schwierig. Aber probieren Sie es doch einfach selbst. Suchen Sie sich zehn oder mehr Personen (mit weniger wäre es zu einfach), einen 2 Meter langen Zollstock und los geht’s! Sie dürfen den Zollstock jedoch nur mit Ihren beiden Zeigefingern berühren und sobald ein Finger keinen Kontakt mehr zu diesem hat, müssen Sie von vorn beginnen.

Wenn Sie jedoch engeren Kontakt zu Ihren Kollegen suchen, dann schlagen wir Ihnen folgendes Spiel zur Stärkung der Kooperation vor: Man nehme eine Decke und versuche diese umzudrehen, während man (also 10 oder mehr Personen) auf dieser Decke steht. Dieses Experiment schafften wir mit einer Decke von der Größe eines Badehandtuchs.

Einen letzten Tipp haben wir noch für Sie: Falls Sie nach einem reichhaltigen Mittagessen in das berüchtigte Suppenkoma fallen, schnappen Sie sich Ihre Kollegen, teilen sich in zwei Gruppen auf und spielen für 5 Minuten Scharade. Wir garantieren, dass Sie danach nicht mehr müde sein werden. Wem das zu einfach erscheint, dem können wir den nächst höheren Schwierigkeitsgrad ans Herz legen. Eine Person sitzt hinter einer Plane und darf nur mit den Händen Begriffe erklären. Versuchen Sie Ihr Glück mit Wörtern wie Antimaterie, Katastrophenschutz, Alexanderplatz oder Angela Merkel.

Doch wir spielten nicht nur, sondern lernten auch Dinge, die wir für unser späteres Berufsleben noch vielfach benötigen werden. Wir schlüpften beispielsweise in die Rolle eines Moderators und durften ein Team- Meeting leiten und wir lernten, was wir bei einer guten Präsentation alles beachten müssen. Uns wurde dabei bewusst, wie wichtig auch Mimik und Gestik sind und dass es nicht einzig und allein auf die Vortragsweise ankommt. Die Ergebnisse jedes einzelnen Moduls hielten wir auf Flipcharts fest, sodass wir immer wieder darauf zurückgreifen konnten.

Die vier Tage waren, wie so oft bei allem Schönen, viel zu schnell vorüber. Nachdem wir auch lernten, wie man sachlich und konstruktiv Feedback gibt, wie schwer es ist, sich erfolgreich in andere Menschen hineinzuversetzen und dank Videoanalysen den perfekten Stand für uns fanden, hieß es Abschied nehmen und das auf eine schöne Art und Weise. Denn Jeder durfte Jedem mitteilen, was man besonders am Anderen schätzt. Einen schöneren Ausklang gibt es wohl kaum und die Streicheleinheiten für die Seele taten allen gut. In diesen vier Tagen ist in einer Gruppe bunt zusammengewürfelter junger Leute ein Zusammenhalt entstanden, den Wenige für möglich gehalten hätten.

Zeit, um dieser schönen Woche wehmütig nachzuhängen, hatten wir jedoch nicht, denn am Freitag entführten uns die „alten“ BA- Studenten des Jahrgangs 2009 auf eine Schnitzeljagd quer durch Berlin. Eine echte Feuerprobe. Wer bis dahin glaubte, Berlin gut zu kennen, wurde eines Besseren belehrt. Wie üblich bei einer Schnitzeljagd, mussten auch wir Aufgaben erfüllen, um zur nächsten Station zu gelangen. So genossen wir Berlin im Humboldthain gratis von oben, mussten am Alex mit Müllsäcken bekleidet Menschen finden, die Fotos mit uns machen wollten und vor dem Brandenburger Tor einen „Klopapierlauf“ absolvieren.

Nach gefühlten 200 km zu Fuß, bestaunten wir in der Mercedes- Benz Welt am Salzufer die exklusivsten Sportwagen, darunter einer der letzten 3 freiverkäuflichen SLR Stirling Moss. Da wurden unsere Jungs wieder kleine Kinder, die sich über Spielzeug freuen. Auf die glücklichen Gewinner der Schnitzeljagd wartete ein weiteres Highlight: Sie durften den Formel-1-Simulator ausprobieren. Den Verlierern blieb nur die Zuschauerrolle übrig.

Und wie lässt man so eine Woche gelungen ausklingen? Ganz genau: Ein gemeinsam bejubelter 3:0 Sieg unserer Multikulti- Elf gegen die Türkei.

Anschließend begann für uns die erste Phase unseres Praxiseinsatzes. Quer über den Potsdamer Platz verteilt, lernten wir die unterschiedlichsten Abteilungen kennen wie die Daimler Insurance Services, IT Management Financial Services, sowie Vertrieb PKW/Marketing & Kommunikation. Freundlich von den neuen Kollegen in Empfang genommen, stellte sich auch diese anfängliche Befürchtung als vollkommen unbegründet heraus.

Einen großen Teil zum tollen Start ins Unternehmen hat unsere Ausbildungsleiterin Eike Köhler beigetragen, denn ohne sie wären viele Fragen unbeantwortet geblieben und unsere Tage wären nur halb so gut organisiert gewesen.

Nach diesen drei ereignisreichen ersten Wochen freuen wir uns auf hoffentlich drei noch ereignisreichere, schöne Jahre. Ein guter Anfang ist gemacht!


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