Der steinige Weg zum neuen Stern

Folgen Sie mir auf einem kurzen Vergleich zweier Menschen. Zwei Kunden von Mercedes-Benz. Der Einfachheit halber gehen wir hier nicht auf das Geschlecht ein, hier sind die Eigenheiten von Männlein und Weiblein gleichermaßen irrelevant. Beide Kunden sind mittleren Alters und arbeiten. Sie fahren wochentags von daheim zur Arbeit und zurück; sie essen, sie trinken, sie schlafen  und treffen Freunde.

Im Frühling genießen sie die ersten Sonnenstrahlen, im Sommer den Luxus einer Klimaanlage, im Herbst die letzten Sonnenstrahlen und im Winter freuen sie sich über den ersten Schnee, irgendwo dazwischen gibt es Urlaub, Erfahrungen mit nervigen Nachbarn, die eine oder andere Erkältung.

Wenn sich jedoch beide zum gleichen Zeitpunkt entschließen, ein neues Auto zu kaufen, wissen wir, dass einer der beiden länger an dem Thema zu sitzen hat. Der Eine wird vorher mehr organisieren, mehr Formulare ausfüllen müssen, mehr Briefe schicken, mehr Telefonate führen – erschöpfter vom Prozess sein. Er wird sich jemanden für die Abholung des Wagens organisieren müssen.

Er wird sich nicht direkt hinters Steuer setzen und losfahren können um den ersten Ausflug zu machen und diesen Geruch des Neuwagens zu genießen. Mit dem Kauf allein ist er noch nicht am Ziel. Er muss mit seinem Auto auch sein Vertrauen in die Fähigkeiten einiger Techniker einer zweiten Firma stecken, genauso wie sein Geld und seine Geduld.

Er wird hoffen, dass die Arbeit der Techniker seinen Ansprüchen entspricht, alles so funktioniert wie er es sich vorstellt und vielleicht auch noch gut aussieht. Wenn er dann seinen Mercedes endlich bekommt und zum ersten mal losfahren kann, sollte nie etwas kaputt gehen, damit er nicht plötzlich irgendwo festsitzt und sich nicht auf einen Streit über Zuständigkeit in Garantie und Gewährleistung einlassen muss.

Trotz all der Gemeinsamkeiten beider Kunden musste der Eine mehr kämpfen. Er ist einer von zwei Million Menschen in Deutschland. Für sie hat Mobilität eine besondere Bedeutung  – Autofahrer mit Behinderung. Huch- ein heikles Thema? Nein, wir wollen diese Autofahrer in dem Kampf um ihren Mercedes unterstützen. In den letzten 18 Monaten wurde in Zusammenarbeit mit Abteilungen quer durch den Konzern das Angebot „Fahrhilfen ab Werk“ aufgesetzt und in die normalen Bestell- und Produktionsabläufe integriert.

Daimler-Mitarbeiter mit Behinderung brachten sich während des Projekts immer wieder aktiv in der Entwicklung dieses Programms ein; ihre in einem Ideenworkshop gewonnenen Einblicke und Erfahrungen waren dem Projektteam Inspiration und Leitfaden zugleich. Nach einer Pilotphase in ausgewählten Niederlassungen bietet Mercedes-Benz seit 01.Oktober „Fahrhilfen ab Werk“ in ganz Deutschland an.

Der zugrunde liegende Gedanke hierbei ist: Jeder einzelne Mercedes-Kunde hat spezielle Wünsche. Menschen mit Behinderung ebenfalls. Das Produkt für diese Kunden heißt „Fahrhilfen“. Der  Service „ab Werk“. Das Ergebnis ist eine ansehnliche Liste an Vorteilen: in erster Instanz weniger Aufwand in der Anschaffung eines Mercedes mit Fahrhilfen, höhere Qualität im Einbau und das aus einer Hand, mit einer Rechnung und der klaren Verantwortung von Mercedes-Benz in Garantiefällen. In nächster Instanz, ganz simpel: Mobilität. Mit dem Auto mobil zu sein ist ein grundlegender Faktor, um am sozialen Leben teilzunehmen. Dieser Tatsache ist sich Daimler bewusst, dieser Verantwortung nimmt sich Daimler an und Daimler sind nun mal wir alle.

Wir kommen zum Schluss: Heute kann unser Kunde ein Fahrzeug samt seiner Fahrhilfen bestellen und wenn er es abholt kann er sich direkt im Hof der Niederlassung, des Händlers oder des Kundencenters hinters Steuer setzen und als erster seinen neuen Wagen genießen. Der Geschäftsprozess ist erfolgreich eingeführt – es funktioniert.

Davon abgesehen steht gerade in diesem Bereich der Mensch an erster und vorderster  Stelle – und man kann nie auslernen. Daher bitten wir Sie, helfen Sie uns und diskutieren Sie mit:

  • Was sind Ihre Vorschläge zum Umgang von Mercedes-Benz mit behinderten Kunden?
  • Wie gehen Sie mit der Behinderung eines anderen um?
  • Wie wird mit Ihrer Behinderung umgegangen?
  • Gab es Schlüsselerlebnisse oder positive Beispiele von denen wir lernen können?

Informieren Sie sich auf www.mercedes-benz.de/fahrhilfen und lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben!


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