Der Mensch als Motor für Innovationen

Was für ein Tag! Heute hatte ich die Möglichkeit Einblicke in die Innovationskraft des Daimler Konzerns zu bekommen. Verschiedene Bereiche aus Forschung und Entwicklung boten die Möglichkeit, im Rahmen eines „TecDay der Innovationen“ einen Blick hinter die Kulissen der „Ideen-Schmiede Mercedes-Benz“ zu werfen. Noch kein anderer Automobilhersteller hat Journalisten bislang so tiefe Einblicke in diesen „geheimnisumwobenen“ Bereich ermöglicht.

Für den heutigen Tag war eine gemischte Gruppe aus Blog- und Lifestylekollegen geladen, die auf einer Art „Marktplatz“ verschiedene Themen erleben durften. Gefragt hatte ich mich schon lange, wie denn die Ideen für technologische Innovationen entstehen, woher die Impulse kommen und wie entschieden wird, welche Innovationen in das Auto kommen.
Antworten auf diese Fragen suchend, machte ich mich also auf den Weg, verschiedene Experten des Hauses zu befragen, Exponate und Versuchsträger zu erleben und Informationen zu verarbeiten.

Um neun Uhr war es dann soweit. Man traf sich auf dem Gelände der ehemaligen smart GmbH in Böblingen. Nach einer kurzen Akkreditierung ging es los mit der Begrüßung und einem Impulsvortrag, dass Innovationen eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen – insbesondere für Automobilhersteller sind. Prof. Dr. Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility in der Forschung und Vorentwicklung, sowie Umweltbevollmächtigter des Konzerns erklärte uns, dass Innovationen der Schlüssel zu den aktuellen und künftigen globalen Herausforderungen im Bereich Mobilität zählen. Innovationskraft ist damit der entscheidende Faktor für die Sicherung der Mobilität der Zukunft.

Dies gilt für die individuelle Mobilität und darüber hinaus auch generell für den gesamten Bereich „Transport und Verkehr“. Mit seinen abschließenden Worten, dass die Innovationsquellen munterer denn je sprudeln, ging es ohne viel Zeit zu verlieren weiter.

Peter Goedecke, Leiter der Innovationswerkstatt, ließ uns in einem Workshop teilhaben an den Gedanken über das Setzen der richtigen Innovationsschwerpunkte, wie z. B. Sicherheit, Komfort, Antriebe und Design. Alles wurde mit Grafiken und Flipcharts unterstützt und um das Thema greifbar zu machen, wurden wir selbst kreativ und entwarfen eigene Ideen für ein einzigartiges Komforterleben im Jahr 2020.
So konnte in diesem knappen Zeitrahmen ein kompletter Abriss inklusive historischer Innovations-Highlights und Meilensteine gegeben werden. Klar, dass mit solcher Innovationskraft im Laufe von 125 Jahren über 80.000 Patentanmeldungen eingereicht wurden und wenn ich mich nicht täusche, hatte Carl Benz bereits den klugen Leitsatz, „Die Liebe zum Erfinden hört niemals auf!“

Da frage ich mich, ob die Kreativität unserer Ingenieure die Bedürfnisse unserer Kunden befriedigt? Eine Frage bei den Experten klärt mich auf.

Zukunftsforschung und Technologie-Monitoring stellen sicher, dass neue Lösungen veränderte Rahmenbedingungen und künftige Kundenwünsche bereits vorwegnehmen. Kundenforschung sowie die Überprüfung der Produktakzeptanz im Customer Research Center (CRC) sorgen dafür, dass das Feedback der Kunden und innovative Ideen von Anfang an in die Entwicklung neuer Produkte einfließen. 60 – 80 Workshops im Jahr mit über 1.500 Teilnehmern vom Mitarbeiter bis zum Kunden, Zulieferern und Hochschulen sind Beleg dafür.

Wann kommt jetzt aber endlich der Praxisbezug? Ich hätte es wissen müssen. Hier bleibt nichts dem Zufall überlassen und so sammelte sich die Gruppe und mit einem Transfer ging es in das Werk nach Sindelfingen. Hier wurde die geballte Kompetenz an Fahrsimulatoren demonstriert, um verschiedenste Fahrsituationen virtuell zu erleben.

Beeindruckend war der riesige „Moving-Base“-Simulator als perfekte Ergänzung zu realen Tests. Eine 360°-Leinwand umgibt einen und durch Bewegungen in Quer- und/oder Längsrichtung auf einem 12 Meter langen Schlitten erlebt man eine Testfahrt absolut realistisch. Weitere Simulatoren für Assistenzsysteme wie z. B. ATTENTION ASSIST oder der Nachtsicht-Assistent PLUS, der Ride Simulator für das Fahren und Erleben digitaler Prototypen, sowie ein Simulator der Fahrgeräusche darstellt, rundeten die Vielfalt an Technologien ab.
Bei so viel Simulation frage ich mich, wie sehen diese digitalen Welten wohl auf der Strasse aus? Auch hier muss ich nicht lange auf eine Antwort warten.
Weiter geht es zur Messe Stuttgart. In einer der großen Hallen waren Technologien in Themeninseln dargestellt und in einem Testparcours auf dem Außengelände wurden Innovationen aus Design, Komfort und Antriebssystemen inklusive des F 800 Style live erlebbar.

Da stand er nun. Der F 800 Style. Ein Fahrzeug gespickt mit innovativen Komfort- und Sicherheitsfunktionen, sowie einer emotionalen Formensprache, die nur schwer zu beschreiben ist. Ein Mann der hier die richtigen Worte findet, ist Karim Habib. Er ist verantwortlich für das Exterieur Design des Fahrzeuges und man kann an seinen Interpretationen der Formen, sowie einem Statement zur Idee des F 800 Style durch Dr. Claus Ehlers, im Video-Interview teilhaben.

Der F 800 Style war dann auch mein persönliches Highlight, genauso wie die Ausstellung rund um myCOMAND. Letzteres hat mich so begeistert, dass ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten möchte. Nur soviel: Rund um die Zukunft von Telefonie und Internet im Auto gibt es auf dem Daimler-Blog bald mehr zu lesen.

Jetzt heißt es aber erst einmal wieder zurück in die Gegenwart und ganz ehrlich, bereits heute fühle ich mich in meinem Auto Baujahr 2010 auf dem Heimweg schon echt sicher und gut geleitet.

Bis bald auf dem Daimler-Blog!
Marcus


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