8.500 Höhenmeter mit der A-Klasse E-CELL Teil II

Gestern berichtete ich über den 1.Teil der Fahrzeugüberführung als Teil der Vorstandsabnahmefahrt für die Pressefahrzeuge der A-Klasse E-CELL im Rahmen einer Alpenfahrt in Monaco. Diese schien zu enden mit Überraschungen in Form von Bergpässen oder wirklich engen Ortsdurchfahrten die sich uns auf der weiteren Etappe in den Weg stellten.

Es zeigt sich aber erneut, dass der Verbrauch auch bei dieser Streckenführung durch eine entsprechende Fahrweise sehr gut zu kontrollieren ist: Wir schaffen auf den ersten 90 km eine Reichweite von hochgerechnet 300 km.
Auf den kleinen und kleinsten Sträßchen die unser Navi uns sucht, kommen wir doch zügig voran und es wird jetzt sogar warm – wir sind ja auch in Italien – und wir können unsere Klimaanlage einem ersten Komforttest unterziehen. Es funktioniert einwandfrei,, auch hier zahlt sich ein ausgereiftes Basisfahrzeug in Verbindung mit dem neuen, elektrischen Klimakompressor aus.
Die A-Klasse E-Cell auf Tour durch ItalienNach 197km kommen wir in Alessandria beim Autohaus Novauto an, auch dort waren die Kollegen um Maurizio Canepari extrem hilfsbereit und haben eine Ladebox extra für unsere Fahrzeuge vorbereitet. Leider schlägt da die zweite Überraschung zu: die Starkstrom-Steckdosen in Italien gibt es in weit mehr Ausführungen, als unsere Adaptersammlung abdecken kann. Erst nach einigem Suchen und Verständigung mit Händen und Füssen (mein italienisch wird und wird nicht besser)  finden sich bei Novauto zwei passende Steckdosen, so dass die Zwischenladung für die 2. Etappe mit etwas Verspätung starten kann. Durch den geringen Verbrauch können wir aber auch die Ladezeit drastisch verkürzen, so dass wir bei Abfahrt in Richtung Alba wieder voll im Plan sind.

Die letzte, jetzt wieder positive Überraschung kommt dann nach 261 km gegen 21:00 Uhr im Autohaus Gino in Monticello d’Alba. Herr Davide spricht nicht nur Englisch, er zeigt uns auch zwei Steckdosen, die einfach passen und so die zwei E-CELL bis morgen früh problemlos aufladen sollten.
Mit dem Bier hat es heute auch noch geklappt, Irish Pubs sind da wesentlich toleranter als Schweizer Autobahnraststätten, und Irish Pubs gibt es auch in Alba mitten in der Trüffelsaison…. .  Sogar ohne Trüffel.

Das Ziel: MonacoEin neuer Tag. Vor uns liegt das Mittelmeer, die Aussicht oberhalb von Monaco ist sagenhaft, die Sonne scheint und wir sind angekommen.
Gestartet bei Gesamtkilometer 671 sind wir  in Alba mit vollen Batterien – wie schon in den Tagen zuvor ohne Zwischenfälle, elektrisch Fahren wird auch auf dieser Tour zur Normalität und wir gewinnen Vertrauen in die Zuverlässigkeit der theoretischen Vorhersagen. Wir kommen jetzt wieder in welligeres Gelände, der Anstieg zur zweiten Alpenüberquerung – man muss ja auch wieder raus aus dem Alpenkessel wenn man nach Monaco will – schleicht sich so langsam ins Geschehen ein. Wir merken es zunächst an der erreichten Reichweite auf den Zwischenetappen . Bis nach Cueno kommen wir auf etwa 172 km Reichweite, haben uns dabei aber auch auf 550m hochgearbeitet. Nicht verzagen, abgerechnet wird erst nach dem Tende-Tunnel in Monaco.

Um uns auf die zweite Alpenüberquerung vorzubereiten, haben wir schon bei Tageskilometer 50 in Cueno die Autos zwischengeladen. Auch im Autohaus Gino ist man bestens vorbereitet, die Autos sind schnell angeschlossen und wir machen ebenfalls einen kurzen Zwischenstopp an der Kaffeebar. Ab hier brauchen wir keinen weiteren Ladestopp bis nach Monaco. Es sind noch 700 Höhenmeter bis zum Tunnel unter dem Tendepass zu bewältigen, danach geht es bergab in Richtung Mittelmeer.
Wir lassen uns zügig bis Breil sur Roya hinab rollen, der Batterieladezustand sinkt nicht und unsere hochgerechnete Reichweite ist wieder auf 205km angewachsen – es geht doch.

Allerdings treffen wir jetzt auf eine zusätzliche Anforderung: E-CELL Alpenfahrt trifft Mercedes Alpenfahrt. Die große Truppe mit knapp 30 Mercedes Fahrzeugen rollt auf dem Parkplatz in Breil ein, auf dem wir schon warten. Die Begrüßung ist herzlich und gespickt mit den üblichen Kommentaren wie  – „war denn das Kabel lang genug“ oder  – „wo ist denn Euer Transporter“, aber dem können wir souverän begegnen, wir sind hierher gefahren und werden ab hier mit den anderen bis nach Monaco fahren. Wir zumindest haben keinen Zweifel mehr daran, dass die E-CELL auch in den Bergen mit den großen Verbrennerfahrzeugen mithalten kann. Die Kollegen, die auf der nun folgenden Schleife über Sospel und den Col du Braus die Gelegenheit nutzen eines der E-CELL Fahrzeuge zu fahren steigen alle mit einem breiten Grinsen im Gesicht aus den Autos und sind vom elektrischen Fahren überzeugt. Das können wir gut verstehen und es freut uns natürlich.

Nach 209 Tageskilometern stehen wir an der eingangs erwähnten Aussicht und können sagen: wir haben es geschafft. Und wie versprochen wird ja erst hier in Monaco die erzielte Reichweite auf dieser Tagesetappe abgerechnet: 206km sind es am Ende, und das mit Spassfaktor 10.

Insgesamt sind wir 880 Kilometer gefahren in den drei Tagen, haben zweimal die Alpen überquert und insgesamt etwa 8.500 Höhenmeter überwunden. Wir haben siebenmal nette Leute getroffen bei denen wir unser Auto laden konnten, sind dabei mit einer durchschnittlichen Reichweite von 231 km unterwegs gewesen und – haben viel Spaß gehabt.

E-CELL, die Welt kann kommen.


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