8.500 Höhenmeter mit der A-Klasse E-CELL Teil I

Das Team, das die A-Klasse nach Monaco brachteEs ist zehn vor zwölf, spät, aber es hat sich gelohnt. Die erste Alpenüberquerung mit einer A-Klasse E-Cell ist problemlos abgelaufen, problemlos und angenehm, echt cool. Aber jetzt mal ganz in Ruhe von vorne:
Die Vorstandsabnahmefahrt für die Pressefahrzeuge der A-Klasse E-CELL steht an. Wir wollen diese im Rahmen einer Alpenfahrt in Monaco durchführen, aber dazu muss das Auto nach Monaco. Was tun? Wir fahren auf eigener Achse hin wie die anderen auch!

Wir treffen uns um 6:15 in Weil der Stadt, die Autos sind gepackt und die Akkus voll geladen. Das Laden der Batterie haben wir schon am Vortag erledigt, jetzt sind die Autos inklusive Akkus durchgekühlt denn die Nacht war kalt, 4°C sind es. Der Fahrleistung tut das keinen Abbruch, die Instrumente zeigen volle Leistungsfähigkeit an. Los geht es über die Schwäbische Alb nach Ravensburg. Oben auf der Alb ist es nur knapp über null Grad, gut dass unsere Heizung wunderbar funktioniert. Zusammen mit der Sitzheizung ist es schnell angenehm warm im Auto. Man muss sich halt trauen, die Heizung tatsächlich anzumachen.

Um 9 Uhr treffen wir in Ravensburg ein. Die ersten 155km sind geschafft und wir haben noch 27% Restladung in der Batterie. Siegbert Bauer erwartet uns schon in der Niederlassung Ravensburg mit Strom für unsere Autos und Kaffee und Croissants für uns. Knapp eine Stunde später bringt er uns mit 44% Batterieladung auf den Weg nach Lindau zu seinem Kollegen Peter Igel. Auch hier finden wir die passenden Steckdosen für unsere Autos schon vorbereitet. Wir stecken die E-CELL Fahrzeuge ein und machen uns auf den Weg zur Lindauer Bodenseeinsel. Peter Igel hat uns einen smart fortwo zur Verfügung gestellt, damit sind wir mobil. Diesmal ist eine längere Pause geplant, bis 15:05 wollen wir von 29 auf 90% aufladen. Die Zeit vertreiben wir uns mit einem Kaffee am Hafen und einem ausgiebigen Stadtbummel inklusive Buchhandlung, da braucht man eh immer viel Zeit.

Von Lindau geht es pünktlich weiter nach Chur in der Schweiz. Auf den 93km fällt mir auf, dass mir in dem leisen Auto etwas fehlt, es ist zu leise. Also wird das Comand System einem intensiven Test unterzogen, mein Blackberry hängt an der Aux Schnittstelle im Handschuhfach und versorgt das System mit verschiedensten Genres. Von A wie ‚Ärzte‘ bis Z wie ‚Zeppelin‘ kommt alles auf den Prüftisch. Der Sound ist echt großartig muss ich sagen, vielleicht hilft es ja tatsächlich, dass kein Motorengeräusch zu übertönen ist. Mir fehlt das Motorgeräusch jetzt jedenfalls nicht mehr. Insgesamt macht das Auto einen sehr erwachsenen Eindruck, da macht sich die Basis des Autos bezahlt.
Wir fahren durch ein kleines Stück Österreich, dann das Fürstentum Lichtenstein, die Alpen liegen in Sichtweite, so richtig hoch geht es aber noch nicht. Bei Kilometer 282, um 17:40 Uhr laufen wir mit 54% Batterieladung  bei unserem nächsten Streckenpunkt in Chur ein. In der Daimler Vertragswerkstatt ‚Ringgarage AG Chur‘ wartet Diego Tugnini bereits an der Einfahrt. Parken, einstecken und ab geht es zum Abend essen nach Chur, das Zentrum liegt in Laufweite. In den zwei Stunden Pause die wir zur Verfügung haben finden wir eine Pizzeria, die uns die beste Pizza des Jahres beschert.

Zurück in der Werkstatt treffen wir Herrn Gansner, der extra vorbeigekommen ist um sich das Auto anzusehen und eine kleine Runde über den Hof zu drehen. Der Support ist auch hier wieder sagenhaft. Die Autos haben ihre Batterien jetzt plangemäß bis 80% geladen und mit diesem Ladestand nehmen wir ab 19:30 Uhr die letzte Etappe in Angriff. Jetzt kommen sie, die Alpen. Ein bisschen nervös ist man doch, theoretisch sollte zwar alles klappen aber man weiß ja nie ob das alles so stimmt. Und 1000 Höhenmeter am Stück bis zum San Bernardino-Tunnel, das ist schon was, wie wir ja vor zwei Wochen am Mont Ventoux mit dem Fahrrad ‚erfahren‘ haben. Theoretisch sammeln wir ja nur potentielle Energie, die wir dann auf der anderen Seite wieder in die Batterie schieben können.

Bergauf mit der A-Klasse E-CellDer Start geht wie immer bis heute problemlos und dann geht es so langsam aber sicher immer stärker bergauf. Muss ja auch, wir sollen ja bald oben am Tunnel sein. Dem Auto merkt man nichts an – alles wie immer – nur die Batterieanzeige sinkt etwas schneller als sonst, das hatten wir aber erwartet. Muss ja so sein, der Motor strengt sich ja auch an. Dann – bei Kilometer 343 – stehen wir vorm Tunnel, es ist 20:30 Uhr und die Batterie zeigt noch 41% Restladung besser als erwartet und keinesfalls so schlimm wie befürchtet. Super. Nach dem Tunnel haben wir noch 36% und dann geht es bergab in Richtung Giubiasco, ne tolle Strecke mit vielen Serpentinen, die machen auch mit der E-CELL Spaß. Und es ist wirklich wie in der Theorie – die potentielle ‚Berg‘- Energie sammeln wir wieder ein: unten am Berg zeigt der Ladestand wieder 41%. Also kein Problem mit der Reichweite bis Giubiasco.
Wir kommen planmäßig um 21:46 Uhr in Giubiasco an, die Batterie hat noch 33 %, souverän würde ich sagen. Jetzt suchen wir erst noch das Hotel (das war dann wohl der schwierigste Teil des heutigen Tages) und checken ein, bevor wir die Autos zur Daimler Vertretung ‚Winteler & Co SA‘ bringen um wieder voll zu tanken. Ivo Caminada ist dann auch um 22:20 Uhr noch da und zeigt uns den Weg zu den Steckdosen – wieder perfekt vorbereitet. Der AMG Service Experte bringt uns sogar noch ins Hotel zurück.
Was jetzt noch fehlt wäre ein Bier gewesen, ein halbes Spielbier haben wie noch auf der Autobahnraststätte neben dem Hotel gefunden. Morgen geht es weiter, wir müssen ja noch bis nach Monaco.

Unser zweiter Tag der  Alpenfahrt ist geprägt von Ladeereignissen, positiven wie negativen.
Das Erste, was wir morgens am Hotel in Giubiasco sehen, waren 2 extra ausgewiesene Parkplätze für Elektrofahrzeuge mit kostenloser Ladestation. Zwar waren unsere A-Klasse E-CELL dank der Unterstützung des Autohauses Winteler bereits zu 100% geladen, dennoch haben wir kurz ausprobiert, ob und wie das öffentliche Laden in der Schweiz funktioniert. Wenn das überall so problemlos wird wie am Mövenpick-Hotel, können sich die Schweizer auf ihre Elektofahrzeuge freuen.

Die Fahrt von Giubiasco Richtung Alessandria verläuft zu unserer Überraschung alles andere als glatt. Das bezieht sich allerdings nicht auf die Autos, sondern auf die Strecke, die dank der gewählten Navi-Optionen (kürzeste Route, Autobahnen vermeiden) immer wieder Überraschungen in Form von kleinen Bergpässen oder wirklich engen Ortsdurchfahrten bereithielt.

Werden wir es schaffen Monaco zu erreichen? Fortsetzung folgt…


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