GASTBEITRAG: Drei Jahre und noch kein bisschen müde!

…das gilt sowohl für die Autoren des Daimler-Blogs als auch für die Leserschaft. Pünktlich zum dreijährigen Jubiläum des Daimler-Blogs lohnt es sich wieder einen Blick in die Statistik und auf die Nutzergewohnheiten zu werfen sowie einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.

Ich selbst habe als „Externe“ den Relaunch des Daimler-Blogs im Herbst 2009 mitbegleitet und freue mich an dieser Stelle, die Entwicklung des letzten Jahres genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Etwas zu bieten haben

Eine Veränderung im letzten Jahr ist bei Blick auf das Statistik-Tool äußerst offensichtlich: Ich rede von der Lesequote der Nutzer. Ausgehend von durchschnittlich drei Seiten pro Besuch und Nutzer in 2009 ist die Durchschnittszahl an Seitenaufrufen auf ca. 5 Seiten pro Nutzer angestiegen.
Das spricht dafür, dass unser Teaser-Konzept auf Start- und Übersichtsseiten gut funktioniert, die Vernetzung von Beiträgen angenommen wird bzw. die Leser schnell Beiträge finden, die ihr Interesse wecken und zum Verweilen einladen. Auch die Auswertung der Page-Impressions stützt diese Aussage: Hier konnten wir uns bei relativ konstanten Besucherzahlen von 63.000 auf 82.000 Seitenaufrufe pro Monat steigern.
Besonders beeindruckend ist, wie lange der geneigte Leser sich jetzt im Daimler-Blog aufhält: Vor dem Relaunch lag die Verweildauer bei ca. dreieinhalb Minuten. Für das zurückliegende Jahr weißt das Analytics-Tool einen Wert von 7 Minuten aus  – die Verweildauer hat sich also dank ansprechender Artikel und deren guter Zugänglichkeit praktisch verdoppelt!

Etwas zu sagen haben

Im Zuge des Relaunches führten wir außerdem eine Bewertungsfunktion für Beiträge ein, um ein noch besseres Gefühl zu bekommen, was die Leser interessiert. Mittlerweile wurden mehr als 1.180 Beiträge bewertet. Dabei ergab sich eine durchschnittlich sehr positive Bewertung von 4.1 von möglichen 5 Sternen.  Je mehr Leser diese Funktion unterhalb der Artikel nutzen, desto aussagekräftiger wird die Bewertung für das Redaktions-Team, aber auch für die anderen Besucher, welche die Bewertungen als Leseempfehlungen nutzen können. Also, nur zu, sagen Sie uns Ihre Meinung!

Die feedback-stärksten Artikel im zurückliegenden Jahr waren „Das beste oder nichts.“ (59 Kommentare), „Wollen Frauen Quotenfrauen sein“ (47 Kommentare), „Der vierte Stern für Deutschland“ (29 Kommentare) und „Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel“ (19 Kommentare) sowie der Gastbeitrag von Wolfang Lobeck (Greenpece) „Mobilität im Jahr 2050: Small, Intelligent, Light, Efficient“  (24 Kommentare). Schön, dass es regelmäßig Beiträge schaffen, die Diskussion zwischen Mitarbeitern und externen Lesern so stark anzuregen und einen Austausch zu fördern.
Wenn Diskussionen wie beim Beitrag „Quotenfrauen“ länger und komplexer werden, zeigt sich, dass unser Feature, direkt auf Kommentare antworten zu können, gut angenommen wird. Damit fällt es leichter, Bezug auf konkrete vorhergehende Äußerungen zu nehmen, ohne sich umständlich mit „@Vorname“  an den Adressaten zu wenden. Hierfür müssen Sie einfach auf das kleine Plus-Icon mit dem Titel „Antworten“ unterhalb des jeweiligen Kommentars klicken.
Zum absoluten Dauerbrenner hat sich übrigens der Beitrag „Geschichten aus dem Daimler-Wohnheim“ entwickelt, welcher seit seiner Veröffentlichung im Januar 2008 regelmäßig neue Kommentare generiert und dem Austausch zwischen aktuellen und angehenden Azubis dient.

Über den Tellerrand schauen

Ein Blog existiert natürlich nicht für sich selbst sondern lebt aus der Vernetzung und dem Austausch innerhalb der Blogosphäre und dem Social Web.

Im Zuge des Relaunchs haben wir mit dem Fragezeichen-Icon kleine Erläuterungen zu speziellen Funktionen eingeführt, darunter auch zum Social Bookmarking. Ein Blick auf die Dienste „delicious“ und „Mister Wong“ zeigt aber, dass im letzten Jahr die Zahl der abgelegten Bookmarks für das Blog nur gering angewachsen ist.  Daher kann mutig die Frage aufgeworfen werden, inwiefern die große Prägnanz von Social Bookmark-Angeboten in vielen Blogs und auch hier noch ihre Berechtigung hat – oder ob man diese künftig aus dem Seitenaufbau ganz herausnimmt und stattdessen nur noch auf Facebook und Twitter setzt.
Gestützt wird diese Idee von der Tatsache, dass Facebook und Twitter (neben den Unternehmens-Seiten) die größten Traffic-Treiber unter den eingehenden Links sind. Zudem ist die Popularität von Social Bookmarking Plattformen wie Mister Wong, Technorati oder Digg (nach einem Hoch 2007 / 2008) in den letzen beiden Jahren deutlich zurückgegangen – während Twitter und Facebook in der selben Zeit einen immensen Boom erlebt haben (vgl. dazu das Search-Volume bei google insights).

Was meinen Sie: Schluss mit Social Bookmarking und dafür Omnipräsenz für Facebook & Twitter? Oder sind Sie es bereits Leid, überall von den zwei großen Plattformen „terrorisiert“ zu werden? Ich bin gespannt auf Ihre persönliche Meinung.

Eins steht aber fest: ein Mitarbeiter-Blog lebt nicht nur von der Dynamik seiner Autoren, sondern  muss auch selbst immer in Bewegung bleiben und sich bei  Bewahrung einer eigenen Konstante an die Veränderungen des Webs anpassen. Es bleibt spannend zu sehen, wohin der Weg der „Mutter aller Corporate Blogs“ im kommenden Jahr führen wird und welche Veränderungen sich im Zuge dessen ergeben.
Hierfür wünsche ich dem gesamten Blog-Team alles Gute und ein gutes Gespür für Veränderungen im Social Web, denn: es gibt viele Trends, doch nicht alle muss man gehen. Die Etablierung des Mitarbeiter-Blogs vor drei Jahren scheint aber der richtige gewesen zu sein.


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