Ab in die emissionsfreie Zukunft – Clean Tech World 2010

AB6528 Stuttgart – Berlin hieß der Flug der mich zur Clean Tech World bringen sollte. Der Tag startete Früh um 4:30 als mein Wecker klingelte und ich mich noch verschlafen aber voller Vorfreude auf den Weg zum Flughafen machte.

Schon die ersten Wochen meines Praktikums in der Unternehmenskommunikation beschäftigte ich mich mit den Vorbereitungen für unseren Stand auf der Clean Tech World in Berlin. Rund 60 Aussteller zeigten auf einer Fläche von ungefähr 15.000m² wie sie sich die Zukunft von Clean Mobility, Clean Energy oder auch Clean Tech Living vorstellen. Vereint an einem Ort konnte man sich am Samstag und Sonntag das Beste aus allen Umwelttechnologien ansehen und sich darüber informieren. Außergewöhnlich war nicht nur das Thema der Messe sondern auch die Location im alten Flughafen Berlin-Tempelhof, welcher im Oktober 2008 als Flughafen geschlossen wurde, aber jetzt für Events genutzt wird.

Am Samstag hatte ich die Möglichkeit, mir die Messe selbst etwas genauer anzusehen. Schnell war ich in Kontakt mit den verschiedenen Ausstellern, weil wir ein Thema hatten das sich über mehrere Branchen zieht. Im Gespräch hat sich jedoch oft klar herauskristallisiert, dass die Entwicklung hin zu sauberen und emissionsfreien Technologien im Alltag noch ein langer Weg ist. Die Technik ist zwar reif für den Start, meist aber noch sehr teuer und somit unwirtschaftlich. Darüber hinaus müssen vor allem im Bereich Clean Mobility Infrastrukturen geschaffen werden, sodass sich der Umstieg auf grüne Fortbewegungsmittel lohnt und keine großen Nachteile mit sich bringt.

Meine Aufgabe war es, den Stand von Daimler in allen möglichen Aufgaben zu betreuen und den Besuchern Auskunft zu geben. Durch die Erklärungen der Fachexplainer der Exponate war es mir bald möglich die Gäste über car2go (hat am Donnerstag den Clean Tech Media Award 2010 gewonnen), Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL, Concept Blue Zero und den Lkw Atego BlueTec Hybrid zu informieren. Dabei ist in vielen Gesprächen oftmals klar geworden, dass sie sich mit dem Thema „Emissionsfreie Mobilität“ kaum beschäftigt haben. Allerdings zeigten viele ein hohes Interesse daran, mehr darüber zu lernen und auch die neuen Technologien kritisch zu hinterfragen. Meiner Meinung nach dringt der grüne Gedanke, in der Zukunft bewusst umweltfreundlich zu leben, langsam immer mehr zu den Leuten durch.

Größter Anziehungspunkt für die Besucher war das Außenareal mit den verschiedenen Teststrecken. Hier konnte man alle möglichen Elektromobile live erleben und selbst erfahren. Vom „PG-Bike“ über „Segway“ bis hin zum Brennstoffzellenauto und Elektro-Sport-Flitzer war für jeden etwas dabei. Vorausgesetzt man hatte einen Führerschein.

Am Sonntagmorgen hatte ich die Möglichkeit die Elektrofahrzeuge selbst auszuprobieren. Ich fuhr den smart electric drive, Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL und Opel Hydrogen4, wobei die B-Klasse mein Favorit war. Sie gab mir ein Gefühl eines sehr sicheren aber auch spritzigen Fahrverhaltens. Erstaunt hat mich aber auch die doch sehr gute Beschleunigung des Opels, obwohl er ungefähr 500kg schwerer ist als die B-Klasse.

Highlight des Tages war jedoch ein anderes Fahrzeug. Der Tesla Roadster 2.5. Leider durfte man ihn nicht selbst fahren, was die Länge der Wartezeit aber dennoch nicht positiv beeinflusste. Nach geschlagenen 50 Minuten durfte ich mich auf den Beifahrersitz eines Tesla Roadster setzen. Die Fahrt selbst ging viel zu schnell vorbei, aber von 0-100km/h in 4s und mit quietschenden Reifen durch die Kurve, ohne die Geräusche eines Verbrennungsmotors zu hören, hinterließ einen bleibenden und tollen Eindruck.

Ich glaube, die Testfahrten mit den Fahrzeugen waren eine tolle Möglichkeit den Menschen saubere Technologien näher zu bringen. Ein Elektroauto selbst zu fahren, hinterlässt ein klares Bild wie man sich in Zukunft bewegen wird. Das, was man erlebt bleibt länger im Kopf als das, was man sieht.

Für mich persönlich war die Clean Tech World eine tolle Erfahrung, bei der ich sehr viel dazu gelernt habe. Eine emissionsfreie Umwelt ist das Ziel, für das wir jetzt und vor allem gemeinsam die Grundsteine legen müssen.


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