Cities for Children

Wenn sich Vertreter 60 europäischer Städte aus insgesamt 29 Ländern im Mercedes-Benz Museum zusammenfinden, um die Auszeichnung der besten Projekte für kinderfreundlichere Städte zu feiern, kann es sich dabei nur um eine Veranstaltung handeln: „Cities for Children“.

„Cities for Children“ ist ein von der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung initiiertes Netzwerk, dessen Ziel es ist, die städtischen Rahmenbedingungen für Kinder und deren Familien zu verbessern und Städte damit für Kinder lebenswerter zu machen. So trägt das Städtenetzwerk dem voranschreitenden demographischen Wandel und damit verbundenen Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft Rechnung, in der sich mehr und mehr eine Verschiebung hin zu einer kinderärmeren Gesellschaft abzeichnet. Die Mitglieder des Netzwerks haben sich deshalb in thematischen Arbeitsgruppen zusammengefunden, deren Ergebnisse alljährlich in einer Konferenz präsentiert werden. Höhepunkt der Konferenz ist die Verleihung des European Award of Excellence „City for Children“, mit dem die erfolgreichsten Projekte für eine kinderfreundlichere Stadt ausgezeichnet werden. Die diesjährige Verleihung des Awards fand am 10. Mai im Mercedes-Benz Museum statt. Als Praktikantin unterstützte ich die Organisation der Veranstaltung im Vorfeld und durfte schließlich auch bei der Verleihung des Awards am Abend dabei sein.

Neben Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Vertretern der Robert Bosch Stiftung und Daimler Vorstand Wilfried Porth fanden sich zu der Verleihung u. a. auch Viersternegeneral Ward und Miss America 2010, Caressa Cameron, ein. Ron Williams leitete als Moderator durch den Abend, der nach einer Begrüßung durch Michael Bock und anschließender Museumsbesichtigung mit den Laudationes der Jurymitglieder begann. Vier Jurymitglieder des Netzwerkes, Kristiina Järvela (stellvertretende Bürgermeisterin von Tampere, Finnland), Christa Vossschulte (Mitglied des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates), Frédéric Vallier (Generalsekretär des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates) und Günter Gerstberger (Leiter des Programmbereichs Bildung und Gesellschaft der Robert Bosch Stiftung) stellten die von ihnen nominierte Shortlist, bestehend aus den fünf Finalistenstädten Bukarest, Krakau, Porto, Cádiz und Gelsenkirchen, vor. Letztere zwei gingen als Gewinner des Awards „City for Children“ hervor. Cádiz wurde ausgezeichnet für innovative Unterrichts- und Beschäftigungsmodelle für Kinder und reagierte damit auf das Abwandern vieler Kinder und Jugendlicher aus der südspanischen Stadt, da diese bedingt durch den demographischen Wandel immer weniger Zukunftsperspektiven bietet. Die Stadt Gelsenkirchen überzeugte die Jury mit der Umsetzung von Sprachförderprojekten, der Einrichtung von städtischen Tageseinrichtungen für Kinder und dem Konzept einer Familienförderung, das Betreuung und Unterstützung der Eltern ab der Geburt ihrer Kinder vorsieht.

Auch wenn die beiden Gewinnerstädte natürlich die besten Projekte in diesem Jahr vorstellten, war ich von den Ideen aller anderen Städte nicht weniger fasziniert und beruhigt zu wissen, dass einem so wichtigen Thema auf europäischer Ebene so viel Beachtung geschenkt wird.

Einem weiteren zukunftsgerichteten Projekt wurde im Rahmen der Tischdekoration große Aufmerksamkeit geschenkt: Aus Altblech gefertigte kleine Autos sind das Ergebnis der Can Car Idee. Erwachsen aus der ursprünglichen Not, aus Altmaterial Spielzeug herstellen zu müssen, entwickelte sich das mittlerweile sehr erfolgreiche Konzept, wodurch Straßenkindern aus Madagaskar mit der kreativen Konstruktion dieser Autos die Möglichkeit zu regelmäßigem Einkommen gegeben wird. Die verschiedenen Modelle konnten nicht nur auf den Tischen bewundert, sondern auch im Eingangsbereich erworben werden.

Nach der Awardverleihung folgte die Eröffnung des Büffets. Unter musikalischer Begleitung der Soulband „Ladybugs“ nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit für den Austausch neuer Ideen – auf dem Weg zu einem kinderfreundlichen Europa.

Daimler unterstützt das Städtenetzwerk „Cities for Children“ seit 2008 mit der Ausrichtung der Abendveranstaltung im Mercedes-Benz Museum.


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